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Montelle und Plofker. Sanskrit Astronomical Tables

Datum 05 Sep 2026
Montelle und Plofker. Sanskrit Astronomical Tables

Clemency Montelle und Kim Plofker schrieben das erste Buch über die sanskritischen Tafeltexte als Gattung. Zuvor beschrieb man die Tafeln einzeln, in Katalogen; hier wird gezeigt, wie sich die Gattung herausbildete, worin sich eine Sarini von einer Karana und einer Siddhanta unterscheidet und warum einem Rechner des 15. Jahrhunderts Tafeln bequemer waren als Formeln.

Abschnitt 5.5 ist ganz dem Makaranda gewidmet: dem Aufbau seiner Tafeln und den botanischen Namen der Abschnitte — Kanda (Zwiebel), Guccha (Blütenstand), Valli (Ranke), Vatika (Garten), Saurabha (Duft) —, die offenbar mit den Namen des Verfassers selbst und seines Vaters Anandakanda spielen. Ebendort wird ein Rechenbeispiel für die mittlere Länge der Sonne aus dem Kommentar des Vishvanatha Daivajna (Shaka 1540) Schritt für Schritt durchgegangen.

Im Anhang B.2 sind die Parameter aller vier Pakshas zusammengestellt — Arya, Ardharatrika, Brahma und Saura — nach der Zahl der Umläufe und der täglichen Bewegung. Nach der Saurapaksha ergibt Mars 2 296 832 Umläufe je Mahayuga, genau jene, die auch in unserer Rechenmaschine stehen.

Von dort stammt auch ein für unsere Nachforschungen wichtiges Eingeständnis: «The general identification of the Makaranda with Saurapakṣa parameters is all we currently know about its textual heritage». Das heißt, eigene Kshepakas des Makaranda sind in der Wissenschaft bislang nicht veröffentlicht, und unsere Suche bewegt sich auf unbeschriebenem Gebiet.

Angaben zur Ausgabe: 311 Seiten, 18,2 MB.

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