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Gandharva-Yoga

Datum 26 Dec 2022

Wenn der Herrscher des 10. Hauses in einem Kama-Trikona steht (dem 3., 7. und 11. Haus), sind der Herrscher des Lagna und Jupiter miteinander verbunden. Die Sonne muss erhöht und stark sein, und der Mond muss das 9. Haus besetzen. Sind diese Bedingungen in der Geburtskarte erfüllt, so entsteht das Gandharva-Yoga.

Der Mensch wird in der Kunst Hervorragendes erreichen. Er wird stark sein und den Genuss lieben. Stets schön und geschmackvoll gekleidet, wird er sehr bekannt sein und bis zum 68. Lebensjahr leben.

Anmerkung: Nicht ohne Grund heißt dieses Yoga Gandharva-Yoga. Die Gandharvas sind eine bestimmte Art von Halbgöttern, deren Beschreibung Sie im Mahabharata, im Shrimad Bhagavatam und im Ramayana finden. Sie sind Sänger und Musiker. Sie singen ihre Lieder zur Erfreuung der Halbgötter. Die altindische Musiklehre heißt eben deshalb Gandharva-Veda, die von diesen Wesen ihren Ausgang nimmt. Entsprechend werden die Träger dieses Yoga in verschiedenen Künsten bewandert sein (Gesang, Spiel auf Musikinstrumenten, Malerei, Tanz).

Damit sich das Yoga bildet, müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:

  1. Der Herrscher des 10. Hauses muss in den Kama-Häusern stehen (dem 3., 7. und 10. Haus vom Lagna). Der Herrscher des 10. Hauses zeigt, welcher Tätigkeit wir in diesem Leben nachgehen. Und wenn er in ein Kama-Trikona fällt, geht der Mensch einer Tätigkeit zur eigenen Freude oder zur Freude anderer Menschen nach. Kama bedeutet auf Sanskrit Genuss.
  2. Der Herrscher des Lagna muss mit Jupiter verbunden und nach Zeichen und Haus gut gestellt sein.
  3. Die Sonne muss in Erhöhung stehen und nach ihrer Stellung im Haus stark sein.
  4. Der Mond muss im 9. Haus stehen

Wenn alle diese 4 Bedingungen erfüllt sind, erreicht der Mensch in der Kunst große Ergebnisse. Sind nur 2 von 4 Punkten erfüllt, so hat der Mensch vielleicht kein großes Wissen, doch das Interesse an der Kunst zeigt sich gleichwohl.

08.02.2021 (Madi Kumar das)