Der Mond im 10. Haus
Die Ergebnisse, die der Mond im zehnten Haus des Horoskops gibt
Chandra (der Mond) im 10. Haus
Der Mond im zehnten Haus: Beliebtheit, Wohlwollen, Altruismus, Selbstlosigkeit. Das ist eine verhältnismäßig seltene Stellung, die auf einen Menschen mit Berufung hinweist, charismatisch und schöpferisch. Möglich sind ein langes Leben und die Mitwirkung in religiösen oder gesellschaftlichen Organisationen. (Indubala)
Der Mond im zehnten Haus: tugendhaft, ein Fachmann auf verschiedenen Gebieten, wechselt die Tätigkeiten; Reisen, ein behagliches und langes Leben, Wohlstand. (Sri Govind Swarup Agarwal)
Der Mond im 10. Haus: Das ist das Haus des Karma, des Berufs und des Ruhmes. Ein wohltätiger Mond gibt in diesen Bereichen gute Ergebnisse. Ist der Mond nicht beschädigt, so wird der Mensch sehr gebildet und gütig sein und gute Taten vollbringen. Er geht einer guten Sache nach und erhält alle Arten von Behaglichkeit. Er muss seine Tätigkeit wechseln. Ihnen liegen eher Arbeiten, bei denen man ständig in Bewegung sein muss. Sie bringen Begonnenes ausgezeichnet zu Ende. Steht der Jupiter im 1. Haus, so wirkt der Mond hier sehr gut. Irgendwie erreicht der Mensch Erfolg. Auch hier hat der Mensch eine engere Verbindung zur Mutter als zum Vater. (Mahesh Dharmadasa)
«Bhrigu-Sutra» 2.54-60
Ein Mensch, bei dem der Mond das 10. Haus des Horoskops einnimmt, wird gebildet, gütig, herzlich, glänzend, berühmt und religiös sein. Ein starker Herrscher des 10. Hauses vermehrt die Tugendhaftigkeit des Horoskopeigners. Eine verderbliche Konjunktion des Mondes oder ein negativer Aspekt auf ihn wirkt sich auf die Entstehung außerehelicher Beziehungen zu einer Witwe und auf üble Nachrede der Leute darüber aus. Das geschieht im 27. Lebensjahr. Der Horoskopeigner vollbringt gottlose Taten und stößt in allen Lebensbereichen auf eine Vielzahl von Hindernissen.
Kommentare:
Das 10. Haus ist das Haus des Karma (der gesellschaftlichen Tätigkeit), der Ehre, der Bekanntheit und der Autorität. Fehlt ein negativer Aspekt auf den Mond und steht der Herrscher des 10. Hauses günstig, so zeigt der Mond alle günstigen Merkmale dieses Hauses, und der Horoskopeigner wird geachtet und geehrt.
Der Mond wirkt aus dem 10. Haus auf das 4., das Haus der Bildung, deshalb erhält der Horoskopeigner akademisches Wissen. Ist der Mond durch einen negativen Aspekt verletzt, so ist das Leben des Menschen voller Hindernisse und Schwierigkeiten. Das gilt besonders, wenn der Mond an keiner Konjunktion beteiligt ist und in den Nachbarhäusern keine Planeten stehen. In diesem Fall erlebt der Horoskopeigner außer Nöten auch Depressionen und häufige innere Zweifel. Steigt die Waage auf, so nimmt der Mond sein eigenes Haus und Zeichen ein. Diese Stellung bildet ein starkes Raja-Yoga, das dem Horoskopeigner einen berühmten Namen, Größe und Macht schenkt.
Das 10. Haus ist ein Quadranten- und ein Upachaya-Haus, und die Stellung des Mondes darin spricht von einer starken Persönlichkeit, von Außergewöhnlichkeit, Beliebtheit, Originalität und tatkräftiger Mitwirkung in gesellschaftlichen oder religiösen Organisationen. Das Horoskop des Begründers des Sikhismus, Guru Nanak, ist ein Beispiel für die Stellung eines wohltätigen und vollen Mondes im 10. Haus.
Andere Meinungen zum Mond (Chandra) im 10. Haus:
«Brihat Jataka» — alles, was der Horoskopeigner auch anfasst, führt er zur Vollkommenheit. Ihm werden Tugendhaftigkeit, Reichtum, Verstand und Wackerkeit verliehen.
«Phaladipika» — tugendhafte Taten, Sieg und Erfolg in allen Unternehmungen erwarten einen Menschen, bei dem der Mond das 10. Haus des Horoskops einnimmt.
«Saravali» — der glückliche Horoskopeigner wird seiner Sache ergeben sein, alles erfolgreich bewältigen und religiöse Bestrebungen haben.
Anmerkung: Alle Abhandlungen vermerken günstige Ergebnisse des Standes des Mondes im 10. Haus des Horoskops. Doch muss man daran denken, dass, wie Bhrigu Muni betont, für die volle Entfaltung der positiven
Merkmale zwei Bedingungen erfüllt sein müssen:
• das Fehlen eines negativen Einflusses auf den Mond;
• eine gute Stellung des Herrschers des 10. Hauses
«Bhrigu-Sutra» mit Kommentaren von Indubala
«Jataka-Bharanam» 17:22
DIE ERGEBNISSE DER STELLUNG CHANDRAS IN DER 10. BHAVA
Steht Chandra in der 10. Bhava, so hat der Mensch ein schlechtes Betragen und einen schlechten Charakter, hat keinen einzigen Freund, leidet an Augenkrankheiten, neigt dazu, zornig zu werden, und hat viele Feinde.
Kommentare: Chandra in der 10. Bhava ruft Höhen und Tiefen im Beruf hervor. Deshalb ist es ganz natürlich, dass ein Mensch mit dieser Stellung Chandras in der Geburtskarte auch in finanziellen Fragen Höhen und Tiefen erlebt. Infolge der Stellung Chandras in der 10. Bhava liebt der Mensch Festlichkeiten sehr. Er verdient seine Mittel mit Hilfe seiner reichen Vorstellungskraft und erreicht Erfolg auf wirtschaftlichem (finanziellem) Gebiet, in der Regel durch den Handel mit Dingen für das Haus, mit Luxusgegenständen, mit Gegenständen des Genusses, der Behaglichkeit oder der Unterhaltung. Er führt aus, was er sich vorgenommen hat.

