Der Mond im Steinbock
Die Ergebnisse, die der Mond im Zeichen des Steinbocks gibt
Der Mond im Steinbock. Diese Menschen sind ihrer Natur nach umherziehend. Sie mögen kaltes Wetter nicht. In ihnen liegt ein unbarmherziger oder grober Zug, doch lieben sie die Menschen und sorgen sich um jene, die den unteren Schichten der Gesellschaft angehören. Solche Menschen sind mitunter Anhänger der Demokratie und Verteidiger der Massen. Sie haben einen Hang zum Schöpferischen; aus ihnen können gute Organisatoren werden. Äußerlich sind sie gewöhnlich hager, mit einem großen Kopf und großen Brauen. Der Steinbock macht den Menschen selbstsicher, nach vielem strebend, kühl und berechnend, gibt ihm Erfolg im Geschäft und gibt ihm auch romantische Ideale. Sie sind bescheiden, und aus ihnen werden Menschen, die etwas oder jemandem gut dienen können. Solche Menschen glauben an das Schicksal. In ihrem Leben kämpfen sie mit etwas und leiden an einem Mangel an Energie. Sie sind unbeständig, doch haben sie ein gutes Herz. (Tom Hopke)
Chandra in Makara (der Mond im Steinbock)
Ein Mensch, bei dem der Mond im Steinbock steht, kann äußerlich unbarmherzig und grob sein, doch liebt er die Menschen und sorgt sich um die Bedürftigen. Steinböcke sind schöpferische Menschen, gute Organisatoren und wunderbare Ausführende. Sie können berechnend, selbstsicher, kühl und leidenschaftslos sein. Sie sind bescheiden und im Grunde ihres Herzens romantisch. Ihr Leben ist ein beständiger Kampf, sie leiden an einem Mangel an Energie und Kraft. In der Regel sind sie unbeständig, doch haben sie ein gutes Herz. (Indubala)
Der Mond im Steinbock: gutes Sehvermögen, eine schmale Taille, zurückhaltend, praktisch veranlagt, sittenlos, konservativ. (Sri Govind Swarup Agarwal)
Der Mond im Steinbock
Bereitet Frau und Kindern Vergnügen, gespielte Barmherzigkeit, mager in der unteren Körperhälfte, gute Augen, dürre Hinterbacken, ein zäher Verstand, beliebt, ohne Arbeit, unfähig, Kälte zu ertragen, ein Reisender, stark oder großmütig, ein Dichter, gebildet, geizig, der Blutschande und niederer Verbindungen schuldig, schamlos und unbarmherzig. (Varahamihira — «Brihat Jataka», 17.10)
Wenn der Mond, das Zeichen, in dem er steht, und dessen Herrscher stark sind, dann verwirklichen sich die oben genannten Ergebnisse vollständig.
Kommentar: B. S. Rao gibt folgende Erläuterungen. Diese Deutung ist in vollem Umfang in jenen Fällen anwendbar, in denen sowohl der Mond als auch das Haus, in dem er steht, und der Planet, der es beherrscht, stark sind. Sind nur zwei dieser drei Faktoren stark, so zeigen sich die genannten Merkmale nur teilweise. Ist nur einer dieser Faktoren stark, so sind lediglich Spuren dieser Einflüsse zu bemerken. Sind sie schließlich alle schwach, so bemerken wir nicht einmal in geringem Maße irgendwelche Übereinstimmungen mit den angeführten Deutungen. (Varahamihira — «Brihat Jataka», 17.13)
«Jataka-Bharanam» 19.22
DIE ERGEBNISSE DER STELLUNG CHANDRAS IN MAKARA
Ein Mensch, in dessen Geburtskarte Chandra in Makara steht, ist sehr kälteempfindlich, in der Musik geschickt, gerät nicht schnell in Zorn, ist wollüstig und vollbringt ausgezeichnete und günstige Taten gemäß der Tradition seines Geschlechts.
Kommentare: Das Rashi [Zeichen], in dem Chandra [der Mond] zur Zeit der Geburt steht, heißt «Chandra-Lagna» (Chandra als Lagna). In der Hora-Shastra [der vorhersagenden Astrologie] ist das Chandra-Lagna ebenso wichtig wie das Lagna; seine Auswertung ist für das Verständnis der inneren Persönlichkeit eines Menschen sehr wichtig. Ist das Chandra-Rashi (Chandra-Lagna) stärker als das Rashi des Lagna, so werden die meisten Ereignisse des Lebens eben von ihm (also vom Chandra-Rashi) bestimmt. Da Chandra die Karaka [der Anzeiger] des Verstandes, der Seele und des Herzens ist, sind die Eigenschaften des Rashi und die Eigenschaften des Herrschers des Rashi, in dem Chandra steht, bestimmt im Geiste des Menschen in Form von Emotionen vorhanden; das wird durch den Charakter und die Eigenschaften des Chandra-Rashi und des Herrschers des Chandra-Rashi dargestellt.
Menschen mit Chandra in Makara in der Geburtskarte achten die Traditionen; das Befolgen der Traditionen ist ein Teil ihres Lebens. Man kann sie streng und beharrlich nennen. In ihnen ist das Pflichtgefühl ausgeprägt. Sie erfüllen ihre Verantwortung und ihre Pflichten gegenüber ihren Kindern mit Begeisterung und Energie; doch die Art der Erfüllung unterscheidet sich völlig von der anderer. Wegen der fehlenden Fähigkeit, in den Geist anderer Menschen einzudringen, sind diese Menschen nicht imstande, jenen Aufmerksamkeit zu schenken, die sie umsorgen. Deswegen sind ihre Kinder bestrebt, möglichst früh auf eigenen Füßen zu stehen, also noch vor dem Erwachsenwerden.
