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Schütze (Dhanu)

Datum 20 Jan 2023
Schütze (Dhanu)

Der Schütze — ein «männliches» und «Feuer»-Zeichen, das durch einen Bogenschützen symbolisiert wird. Das weist auf einen tatkräftigen, geraden und edlen Charakter eines Menschen hin, der nach einem großen Ziel strebt oder für eine gute Sache eintritt. Sie sind prinzipientreu, aus ihnen werden gute Eltern und Lehrer.

Gewöhnlich sind das gesunde, muntere, gerechte, ernste und geistige Menschen mit offener Seele, großzügig, die für den geistigen Aufstieg anderer arbeiten. Sie besitzen Kenntnisse auf dem Gebiet der Philosophie und haben eine recht gute Voraussicht. Sie sind bescheiden, impulsiv, voller Enthusiasmus, reisen gern und hassen die Heuchelei.

Ihr Äußeres: eine volle Gestalt, ein glückliches Lächeln, braunes Haar, ein längliches Gesicht, große Nase und Ohren. Die Art sich zu verhalten ist zurückhaltend und den allgemein anerkannten Traditionen entsprechend, zugleich sind sie unternehmungslustig. Aus ihnen werden gute Geschäftsleute und Amtsträger, da sie nach Macht streben, bei deren Gebrauch aber keine Unredlichkeit zulassen. Sie sind fähig, den Widerstand ihrer Gegner zu überwinden. Sie können sich für das Wohl anderer opfern, sie finden ihr Glück im Ausland oder fern von dem Ort, an dem sie geboren sind.

Menschen, die zu diesem Zeichen gehören, werden die Gesetze und die heiligen Schriften kennen, sie können gute Führer und Leiter für Menschen reinen Herzens werden. Oft kommt es in ihren Familien zu Streit, und sie opfern ihre Liebe zum häuslichen Komfort der Arbeit zum Wohl der Menschheit. Sie beherrschen sich gut, verlieren aber ihr Geld. Sie sind tapfer und tugendhaft, leiden aber unter dem Widerstand neidischer Menschen. Sie genießen große Achtung von Seiten gelehrter und edler Menschen, leben lange, und ihr Leben ist rein.

Tom Hopke — «Vedische Astrologie»


Indubala — Schütze: die Meditation auf das Symbol des Zeichens

 Das Lagna in Dhanu oder der Aszendent im Schützen

Dhanu wird von Guru, dem Jupiter, beherrscht. Dieses Zeichen ist in der Nacht stark, seiner Natur nach feurig, doppelt und männlich.

Das Symbol des Zeichens ist ein Bogenschütze, was auf den Gedanken bringt, dass die Schützen immer unbekannten hohen Zielen nachjagen. Die Schützen sind aufrichtig, ehrgeizig, wahrhaftig, optimistisch, ausdauernd, beharrlich und zuverlässig. Sie interessieren sich für Philosophie und Religion, streben nach einem heiligen und reinen Leben. Sobald ein Mensch, dessen Lagna im Schützen steht, ein Zimmer betritt, richten alle sofort ihre Aufmerksamkeit auf ihn. Diese Menschen «nehmen viel Raum ein», nicht im wörtlichen Sinne, sondern im Sinne der Energetik des Raumes. Sie sind munter, heiter, energisch, können laut sein, können schweigsam sein, doch die Umstehenden fühlen stets die Bedeutsamkeit ihrer Persönlichkeit. Sie sind prinzipientreu, offen, ehrlich, voller Enthusiasmus und werden von edlen Menschen geachtet. Gewöhnlich erfahren sie Widerstand von Seiten der Neider, sind aber stets fähig, ihre Gegner zu bezwingen. Die Schützen sind bescheiden, impulsiv, reisen gern, ertragen weder Heuchelei noch Schmeichelei, können sich für andere opfern, finden ihr Glück im Ausland oder fern vom Geburtsort, interessieren sich für Philosophie, Religion und Astrologie. Um einer Idee willen opfern die Schützen ihre eigenen Interessen, weshalb man ihr Familienleben nicht als glatt bezeichnen kann.

Indubala


Vrajendra Kumar — Die Schlüsselmerkmale des Zeichens Schütze

Die Schlüsselphrase der Schützen: «Ich sehe». Das Haupttalent der Schützen ist der Glaube an die Wahrheit, an die Gerechtigkeit, das Sehen durch die Augen des Wissens und der heiligen Schriften; die Hauptschwäche ist die harte Rede. Das Ziel der Schützen ist der Kampf um die Gerechtigkeit; die Anerkennung.


Die Merkmale des Zeichens Schütze (Dhanu) in der vedischen Astrologie

Herrscher: der Jupiter

Symbol: der Bogenschütze

Günstig: die Sonne, der Mars

Ungünstig: der Merkur, die Venus, der Saturn

Neutral: der Jupiter, der Mond

Maraka: die Venus, der Saturn

Badhaka-Sthana: Zwillinge (das 7. Haus)

Badhakesha: der Merkur

Yoga-Karaka: der Merkur, der Jupiter, die Sonne und der Mars

Erhöht im Schützen: —

Geschwächt im Schützen: —

Mulatrikona: der Jupiter 0-10°

Passende Zeichen: Schütze, Löwe, Zwillinge, Widder, Waage, Wassermann

Günstiger Grad des Mondes: 23°

Ungünstige Grade des Mondes: 13°, 18°

Glücksdüfte: der Duft des Holzes

Glückszahlen: 6, 3, 9, 8, 1, 4

Glückstage: Mittwoch, Freitag, Donnerstag, Sonntag

Steine: Topas in goldener Fassung (am Daumen der rechten Hand zu tragen)

Farben: Weiß, Creme, Grün, Orange, Hellblau, Smaragdgrün; Rot, Schwarz und Perlmuttfarben sollte man meiden

Fastentage: Donnerstag

Zuständig für: die Lebensfestigkeit

Die positiven Eigenschaften des Schützen: dynamisch, schnell, impulsiv, energisch, aktiv, unternehmungslustig, flink, heiter, sorglos, optimistisch, begeisternd, vielseitig, aufrichtig, offen, ehrlich und gerecht, humanistische und philosophische Ansichten, weitsichtig, religiös, gottesfürchtig, rechtgläubig, er ist zu Opfern bereit, anspruchslos, mitfühlend, er gibt keinem Zwang nach, hört jedoch auf begründete Argumente, er kann Heuchelei und Augenwischerei nicht ausstehen, nicht nachtragend.

Die negativen Züge des Schützen: rastlos, unruhig, er zögert mit dem Fassen von Entscheidungen, gefühllos, taktlos, leichtsinnig, prahlerisch, ein Streithahn, unverantwortlich, er weicht Verpflichtungen aus, neigt zum Übertreiben, die Gewohnheit zu predigen, Orthodoxie, Berechnung.

Das Äußere der unter dem Zeichen Schütze Geborenen: gewöhnlich groß, eine schöne Gestalt, ein anziehendes Äußeres, ein großer Kopf, ein starker langer Hals, ein längliches Gesicht, ein strahlendes Lächeln, mandelförmige Augen, hellbraunes Haar, große Nase und Ohren, große untere Zähne und eine volle Unterlippe, hängende Schultern, ein fester Bauch, dicke Hüften, runde Gliedmaßen, fleischige Hände, schlechte Nägel, eine Neigung zur Fülle.

Zusätzliche Merkmale des Zeichens Schütze

Ein Feuerzeichen.

Ein doppeltes, zweikörperiges Zeichen (Dvisvabhava-Rashi).

Halb fruchtbar.

Prishtodaya.

Osten.

Trocken.

Männliches Geschlecht.

Positiv.

Der erste Teil — ein zweibeiniges Wesen, der zweite Teil — ein vierbeiniges.

In der Nacht aktiv.

Normaler Aufgang.

Dakshina-Ayana.

Pitta-Dosha.

Der Monat Posha (vom 15. Dezember bis zum 15. Januar).

Er hört nach dem Mittag nichts.

Der Sektor der Sonne.

Ein ungünstiges (Krura), ungerades, tägliches Zeichen.

Jiva (die Lebewesen).

Die Kaste der Krieger (die Kshatriyas).

Ein wildes, rätselhaftes, philosophisches Zeichen.

Züge der Schützen:

  • Das Streben, die ganze Welt zu umfassen, eine philosophische Geistesart.
  • Strahlende und lebensfrohe Optimisten, sie verachten Beschränkungen und schätzen die Freiheit über alles.
  • Was im Sinn ist, ist auch auf der Zunge: sie sagen, was sie denken, ohne sich darum zu sorgen, wie die Umstehenden ihre Worte aufnehmen.
  • Steht der Herrscher des 1.,  2.,  3.,  6. oder 11. Hauses im Nakshatra Purva-Ashadha, so wird der Mensch ohne besondere Anstrengungen verdienen.

Körperteile: die Hüften, das Becken, das Kreuzbein, die Leber.

Drüsen, Nerven und Blutgefäße: der Ischiasnerv, die Arterien.

Wahrscheinliche Erkrankungen bei den unter dem Zeichen Schütze Geborenen: Probleme mit den Nerven, Nervenzusammenbrüche, plötzliche Anfälle, Lähmung, Gicht, Typhus, Rheumatismus, Ischias, Schädigungen der Hüften, Krampfadern, Wunden, Stürze, Kahlköpfigkeit, Fettleibigkeit, Erkrankungen der Lunge und der Leber.

Tätigkeitsbereiche (Empfehlungen zur Berufswahl) für die Schützen: Ratgeber, Berater, Minister, die vollziehende Gewalt, Lehrer, Professoren, Dozenten, Bibliothekare, Philosophen, Juristen, Buchhalter, Bauingenieure, Heerführer, Kavalleristen, die Bewaffnung, Tierfarmen, die Viehzucht, Tierärzte, Ärzte, die Medizin, Astrologen, Verleger, Schriftsteller, Forscher, Berufssportler.

Dhana-Yogas für das Lagna Schütze

  • Eine Verbindung der Sonne mit dem Merkur im 5. oder im 9. Haus.
  • Eine Stellung des Saturn im 10. oder 11.
  • Die Sonne und die Venus in günstigen Häusern.
  • Das 11. Haus ist von der Venus und dem Saturn besetzt.
  • Der Jupiter im Lagna zusammen mit dem Merkur und dem Mars oder unter ihren Aspekten.
  • Eine Stellung des Jupiter im Lagna und des Merkur im 11.

Bei Aszendenten in doppelten Zeichen werden alle Kendras von wohltätigen Planeten beherrscht — vom Jupiter und vom Merkur. Berücksichtigt man den Umstand, dass diese Planeten zusätzlich den Status eines Badhakesha und eines Maraka erhalten, so leiden sie am stärksten unter der Kendradhipati-Dosha. Der Jupiter für das Lagna Jungfrau und Zwillinge und der Merkur — für den Aszendenten in den Fischen und im Schützen erzeugen die Effekte des Kendradhipati, des Badhaka und des Maraka und werden äußerst gefährlich. Sind sie schlecht gelegen, geschwächt oder der Kraft beraubt (wegen Verbrennung, einer Niederlage im Planetenkrieg oder schlechter Shadbala-Werte), so können die Folgen fatal sein.

Einige Beobachtungen bezüglich des Lagna Schütze

  1. Der Saturn im 5. oder 11. bildet ein Raja-Yoga.
  2. Eine Stellung der Sonne mit der Venus im 9. Haus gegenüber dem Saturn im 3. verheißt Reichtum und Ruhm.
  3. Eine Stellung des Jupiter im 5. Haus wirkt sich negativ auf die Kinder aus.
  4. Der Jupiter im 6. bedeutet zahlreiche Feinde.
  5. Gerät die Venus in das 8. Haus, so leiden die Finanzen, dafür aber verschwinden die Feinde.
  6. Der Saturn im 8. Haus bringt Zwietracht in das Familienleben und in die Geldangelegenheiten, ist jedoch einem langen Leben förderlich.
  7. Ein Mensch mit dem Jupiter im Lagna hebt sich unter den Übrigen durch Edelmut, Großmut und Unvoreingenommenheit ab.
  8. Der Jupiter am Aszendenten und die Sonne im 5. Haus bilden ein bemerkenswertes Raja-Yoga.
  9. Ein Mensch mit einem natalen Mars im 8. Haus wird früh verwitwen.
  10. Eine Verbindung der Sonne und des Merkur, besonders im Sternbild Jungfrau, ist ein ausgezeichnetes Raja-Yoga.
  11. Noch ein Raja-Yoga findet bei einer Verbindung der Sonne und des Merkur im 4. Haus statt, unter der Bedingung, dass der Fall des Merkur durch eine Nicha-Bhanga aufgehoben wird.
  12. Ein Aufenthalt des Saturn  in  der Waage  verspricht das Erreichen von Erfolg dank der Zusammenarbeit mit Menschen in höheren Stellungen.
  13. Der Mars in der 8. Bhava und die Venus in einem Mars-/Saturn-Zeichen oder unter dem Einfluss des Mars/Saturn machen den Menschen unmoralisch.
  14. Im 1., 9. und 10. Haus arbeitet die Sonne einfach vortrefflich, im 3. oder 6. aber zeigt sie sich mittelmäßig.
  15. Die Venus und der Saturn sind Marakas. Der Letztere führt jedoch nicht zum Tod. Der Jupiter wahrt die Neutralität.
  16. Der Partner eines Menschen mit dem Schützen im 7. Haus wird sich durch ein seltsames und schamloses Verhalten, einen schlechten und zänkischen Charakter, Egoismus und Nörgelei auszeichnen.
  17. Der Merkur wird für dieses Lagna besonders gefährlich, da er als Maraka, als Badhakesha und als Träger der Kendradhipati-Dosha wirkt.
  18. Die Merkmale eines Menschen, der in einer bestimmten Drekkana geboren ist:
  • 1. Drekkana (00° –10° 00′ des Schützen): er erreicht durch eigene Anstrengungen eine hohe Stellung, geistige Interessen, gesunde Gewohnheiten, ein sanfter Charakter, Arbeitsamkeit.
  • 2. Drekkana (10°01′ –20°00′ des Schützen): fromm, er betätigt sich  wohltätig, beleibt.
  • 3. Drekkana (20°01′ –30°00′ des Schützen): ein Familienoberhaupt, untersetzt, gläubig, von Leidenschaften besessen, berühmt, er erreicht Erfolg in allen Unternehmungen.

Die Nakshatras im Zeichen Schütze

0°-13°20′ des Schützen Eunuch (w.) 13°20′-26°40′ des Schützen männl. Geschl. 26°40′-30° des Schützen männl. Geschl.
Herrscher Ketu Venus Sonne
Bezeichnung Mula Purva-Ashadha Uttara-Ashadha
Padas 1 2 3 4 1 2 3 4 1
Erste Silbe jai jo bha bhi bhu dhu pha tha bhai

Das Lagna im Schützen. Der Schütze in der vedischen Astrologie

Der Schütze wird im Jyotisha in Gestalt eines Schießbogens dargestellt — ein Bild, das die Fähigkeit nahelegt, den Sieg über die Feinde zu erringen. Wenn sie ihre Pfeile abschießen, zielen die Vertreter des Schützen hoch. Ihre Leidenschaft für Wettkämpfe und Siege stillen sie vollauf, indem sie Sport treiben. Da der Herrscher ihres Lagna, der Jupiter, gegen keine der Grahas Feindschaft hegt (obwohl er selbst Feinde hat), bezwingen die Eingeborenen des Lagna Schütze ihre Feinde leicht im ehrlichen offenen Kampf. Der Schütze ist ein aktives, auf Handlung ausgerichtetes, männliches Zeichen. Diese Tendenz wird noch dadurch verstärkt, dass die Venus in ihrer Karte zugleich Herrscherin des 6. Hauses (der Feinde) und des 11. Hauses (der Freunde) ist. Und da die Venus gegenüber dem Jupiter Feindschaft zeigt, können die Freunde des Schützen mit der Zeit zu seinen Feinden werden und die Feinde zu Freunden.

Die Menschen des Schützen sind gewöhnlich geradlinig und etwas grob in den Worten, weil der Steinbock, der vom schroffen, geradlinigen Saturn beherrscht wird, bei ihnen das zweite Haus (das Haus der Rede) einnimmt, in dem der Jupiter im Fall steht. Das zweite Haus beherrscht auch die Finanzen, und diese Tatsache schafft ihnen Schwierigkeiten beim Sparen von Geldmitteln: die Schützen leiden nicht selten unter ihrer unmäßigen Großzügigkeit und Verschwendung. (Der Jupiter, der das Geld darstellt, macht die geborenen Schützen, da er bei ihnen Herrscher des Lagna ist, großzügig und geneigt, den Menschen Hilfe zu leisten, empfänglich für fremdes Unglück.) Der Merkur, der Herrscher der Häuser 7 und 10, neigt die Schützen zu der einen oder anderen Art geistiger Arbeit und macht es ihnen außerdem möglich, verschiedene Beschäftigungen zu verbinden (parallele Karrieren), da der intellektuelle und zweinaturige Merkur (zusammen mit dem Jupiter) der Signifikator ihres 10. Hauses ist. Der Mars beherrscht bei ihnen sowohl das 5. Haus, d. h. den Widder (die Kinder), als auch das 12. Haus — den Skorpion (der Verlust), doch das wirkt sich bei Weitem nicht bei allen Schützen verderblich auf die Nachkommenschaft aus, weil der Widder für den Mars die Mulatrikona ist. Da die Mulatrikona stärker ist als jedes andere Sternbild, das unter der Herrschaft desselben Planeten steht, übertreffen die positiven Bedeutungen des fünften Hauses in diesem Fall den negativen Einfluss, der vom zwölften Haus ausgeht.

Viele Merkmale ihres Horoskops neigen die Schützen zu Interessen und Beschäftigungen geistiger Art. Der Schütze ist das neunte Haus des natürlichen Tierkreises; die Sonne, die die Seele symbolisiert, ist zugleich Herrscherin und Signifikatorin des 9. Hauses des Schützen; der Herrscher seines Lagna ist der Jupiter, der Signifikator der Geistigkeit; und das bei alledem, dass die Sonne und der Jupiter untereinander wechselseitige Freunde sind. Ferner ist der Jupiter Herrscher des 4. Hauses (das Glück, die Freude), und das bedeutet, dass die geistigen Suchen zur Quelle des Glücks des Schützen werden können. Der Schütze ist ein glückliches Lagna, das Gelingen bringt — deshalb, weil die Sonne sein 9. Haus (das Glück, das Gelingen) beherrscht, und deshalb, weil der Herrscher des Lagna, der Jupiter, im 8. Haus erhöht ist und damit vor Verlusten oder Misserfolgen schützt.

Robert Svoboda


Der Schütze — ein positives Zeichen des Jupiter, ein mutables Feuerzeichen, die Hüften des Kosmischen Menschen. Seine Symbole sind das Pferd, der Zentaur oder der Bogenschütze. Als Zeichen Nummer neun weist er auf Tugendhaftigkeit, Barmherzigkeit, Vollkommenheit und vollständige Harmonie hin (9 = 3 x 3) sowie auf die Äußerung des Willens in der Handlung.

Menschen, die unter dem Einfluss des Schützen geboren sind, drücken die positive Seite der jupiterschen Energie aus. Für sie sind Optimismus und eine konstruktive Einstellung kennzeichnend, eine gehobene Stimmung, hohe moralische Grundsätze sowie eine religiöse oder philosophische Geistesart. In ihnen ist das Gefühl für Gesetzlichkeit und Gerechtigkeit stark entwickelt. In der Regel ist der Schütze feurig, freundlich und eindrucksvoll. Er strebt danach, seine Prinzipien im Leben zu verwirklichen, und bemüht sich sorgfältig darum, bemerkt zu werden. Hat er sich dem Einfluss irgendwelcher gesellschaftlicher Kräfte geöffnet, so übernimmt er mit Leichtigkeit deren aktive Unterstützung und Propaganda. Doch andererseits kann er, wenn er unter die Macht irgendeines Dogmas gerät, allzu konservativ, gesetzestreu und didaktisch werden.

Aus den Schützen werden gute Juristen, religiöse Persönlichkeiten und Geschäftsleute. Sie zeigen gern Großzügigkeit und Offenheit, streben dabei aber danach, den Rahmen der Konventionen nicht zu überschreiten, die in der Gesellschaft, der Gruppe oder der Organisation gelten, der sie angehören. Der Schütze besitzt einen kritischen und anspruchsvollen Verstand, er ist fest in seinen Überzeugungen, doch neigt er, was für diesen Typ nicht selten ist, zur Selbstzufriedenheit. Mitunter erweist er sich als allzu wählerisch und sucht überall nach Mängeln, ohne die eigene Begrenztheit zu bemerken.

Die Schützen lieben den Sport, besitzen aber bei Weitem nicht immer den Geist des Wetteifers: es gefällt ihnen einfach, in der Natur zu sein, an abgelegenen Orten, unter freiem Himmel, fern von der Zivilisation. Viele von ihnen nehmen das Leben als ein Spiel oder ein Theater wahr, weshalb sie sich mitunter als allzu nachsichtig gegenüber den eigenen Schwächen oder den Mängeln ihrer Umgebung erweisen. Der Schütze ist einer, der offenbar niemals zur Ruhe kommt. Er hat im Leben oft Glück, und das Gelingen fällt ihm von selbst in die Hände. Die ganze Welt ist ihm gewogen und erfüllt seine Wünsche fast augenblicklich. Nicht selten erhalten die Schützen ein großes Erbe vom Vater oder von anderen Verwandten. Der Schütze kann jedem Unternehmen nützlich sein, da er in jede Sache seinen unbändigen Enthusiasmus einbringt und sich als ein gütiger, ergebener Freund erweist. Und bei all seinem Glück in der materiellen Welt bewahrt der Schütze gewöhnlich auch die Ausrichtung auf das Höhere und den Hang zu einem religiösen oder geistigen Leben.

Material aus dem Buch Die Astrologie der Seher. David Frawley


DIE ERGEBNISSE DER GEBURT IM LAGNA DHANU [Schütze]

«Jataka-Bharanam» 13:9. Ein Mensch, dessen Geburt im Lagna Dhanu stattfand, wird feste Entscheidungen treffen, sich in der königlichen (staatlichen) Arbeit gut auskennen, wird schön sein, gebildet (weise, verständig), wird die Künste und die Wissenschaft des Bogenschießens kennen.

Kommentare: Dhanu [der Schütze] ist ein Rashi [Zeichen] von doppelter Natur. Ähnlich den Rashis Mesha [Widder] und Simha [Löwe] ist sein Urelement das Feuer (‘Agni’). Ein Mensch, der mit dem Lagna Dhanu geboren ist, wird sehr energisch sein. Ein solcher Mensch ist von ungestümem (impulsivem) Charakter. In ihm ist eine seltene Begeisterung für sein Ziel (bis hin zur Manie), weshalb er egoistisch erscheinen kann. Er ist in allem übereilt. Er kann geschickter und schneller handeln als die Menschen anderer Lagnas. Er reist gern. Wie lang die Reise auch sein mag, er wird auf der Reise keine Anzeichen von Faulheit zeigen. Er glaubt, dass man das ganze Leben schön leben kann. Ihm ist ein doppelter Maßstab in der Weltanschauung und im Denken auf seinem Tätigkeitsgebiet (in seinem Beruf) eigen; deshalb unterliegen seine Ideen, sein häusliches und gesellschaftliches Leben in der Regel doppelten Maßstäben.

Seine Gedanken sind an seinen Handlungen leicht zu erraten. Guru [der Jupiter] ist der Gebieter dieses Lagna; deshalb wird ein solcher Mensch mitfühlend und zur Religiosität geneigt sein, er wird sich sehr für Philosophie interessieren, die Prinzipien (Regeln) und Gesetze achten, wird offenherzig (unmittelbar) und freimütig sein und klar und gerade sprechen. Er wird der Gesellschaft Nutzen bringen. Wenn er seine Freunde trifft, so zeigt er starke Gefühle für sie. Für seinen Komfort und den Erwerb von Eigentum wird er Geld «über seine Verhältnisse» ausgeben

Der mit dem Lagna Dhanu Geborene steht der Wirtschaft nahe. Er ist außerordentlich realistisch, er kann ein religiöser Prediger oder ein Sozialarbeiter sein. In jedem Fall wird er ein sehr wichtiger Mensch sein. Gibt es in seiner Geburtskarte einen Aspekt Shanis [des Saturn] auf Guru [den Jupiter], so wird er ein Traditionalist und ein strenger Anhänger der Regeln, Gesetze und Ideale sein; er wird irgendeine Idee schaffen und dann bei ihrer Verwirklichung fokussiert und beharrlich sein; das ist das Ergebnis des Aspekts Shanis.

Wenn Mangala [der Mars] und Surya [die Sonne] in einer günstigen Stellung stehen, so wird der Geborene bestimmt Erfolg in den Prüfungen erreichen. In den Geburtskarten eines solchen Menschen gibt es mehrere Yogas [Kombinationen] von Verlusten dadurch, dass er zu schnell eine Entscheidung fasst und sie zu übereilt ausführt. Doch selbst dann wird er fähig sein, seine Fehler angemessen zu berichtigen. Es liegt in seinem Charakter, eine neue Sache auf eine neue Weise zu beginnen.

Der Autor des Traktats «Jataka-Parijata» schreibt über solche Menschen: Ein Mensch, der im Lagna Dhanu geboren ist, wird gebildet und verständig sein, wird in seiner Familie der Vortrefflichste (der Beste) werden, reich und bekannt.

Nach «Man-Sagri» wird ein Mensch mit dem Lagna Dhanu besonnen (weise) sein, mit religiösen Neigungen, gebildet, das Haupt seiner Familie und ihr Ernährer.

Dhundhiraj — «Jataka-Bharanam»