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Bhadra-Yoga

Datum 07 Oct 2023
Bhadra-Yoga

Das Bhadra-Yoga bildet der Merkur im Zeichen Jungfrau oder Zwillinge in einer Kendra [also im 1., 4., 7. und 10. Haus des Horoskops — Anm. d. Red.] . Es beschenkt mit Kraft, einer breiten Brust, einem ausdrucksvollen Gesicht, einem stillen und dienstfertigen Charakter und einer beneidenswerten Lebensdauer.

Sri Govind Swarup Agarwal — «Vedische Astrologie»


Der Merkur gibt das Bhadra-Yoga. Bhadra ist alles Günstige. Es gibt Verstand, Munterkeit, Optimismus und den Wunsch, den Angehörigen und den Menschen insgesamt zu helfen.

Grundkurs der vedischen Astrologie an der Schule von Wassili Tuschkin «Surya-Siddhanta»

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Ein Mensch mit dem Bhadra-Yoga ist körperlich stark und gesund, mit langen Armen und einem dünnen Bart. Er ist so groß, wie seine Arme sich strecken. Sein Gesicht erinnert an einen Löwen und sein Gang an einen Elefanten. Er ist stattlich, mit breiter Brust und breiten Schultern und ebenmäßigen Gliedern. Er hat eine schöne Stirn und dunkles, lockiges Haar. Sein Körper duftet nach Safran, und seine Stimme ist süß und sinnlich.

Das Bhadra-Yoga gibt dem Menschen Bildung und Tugend. Er ist ein Fachmann für Yoga, mit einer eigenen bestimmten Meinung, und weithin gebildet. Das ist ein sinnlicher Mensch mit einem sattvischen, tugendhaften Charakter, ein Kenner der heiligen Schriften. Trotz allem ist er stets besonnen und sorgt sich um seine Nächsten. Ein Mensch mit diesem Yoga ist sehr reich und mit allen Annehmlichkeiten, mit Frau und Kindern gesegnet. Er ist mit seinem Status zufrieden, lebt bis achtzig Jahre und verlässt diese Welt an einem heiligen Ort während einer Pilgerfahrt.

Anmerkung: Da im Bhadra-Yoga eben der Merkur die vorherrschende Rolle spielt, liegt der Akzent hier auf Bildung, Intelligenz und Tugend. Der Mensch erwirbt Status und Reichtum durch eigene Anstrengungen und ist mit seiner Behaglichkeit zufrieden.

Mitunter lässt sich beobachten, dass ein Horoskop eines oder sogar mehrere Pancha-Mahapurusha-Yogas haben kann, ohne dass sie bemerkt werden. Um diese Yogas gebührend auszuwerten, müssen daher einige Punkte beachtet werden.

1. Der Planet, der das Yoga bildet, muss stark sein, sowohl in der Geburtskarte (nach Shadbala) als auch in den Vargas. Dieser Planet zeigt seine Eigenschaften nur dann vollständig, wenn er stark ist. Ein vorherrschender Mars ist Kraft und Aggression, der Merkur — Intelligenz und Tugend, der Jupiter — Weisheit und Beredsamkeit, die Venus — Schönheit und Genuss und der Saturn — Einfluss auf die Massen und Unglück.

2. Ein Pancha-Mahapurusha-Yoga gibt keine Ergebnisse, wenn Sonne oder Mond in Konjunktion mit dem Planeten stehen, der dieses Yoga bildet. In diesem Fall gibt der Planet günstige Ergebnisse nur in seiner Dasha. Das kommt einer Aufhebung des Mahapurusha-Yoga gleich.

  1. Stehen Sonne und Mond entsprechend nicht bei dem Planeten, der das Yoga bildet, so zeigt sich dieses Mahapurusha-Yoga vollständig und bringt seine Früchte nicht nur in seiner Dasha. Mit anderen Worten: Dieses «makellose» Mahapurusha-Yoga zeigt sich nicht nur in der Dasha des Planeten, der es bildet. Dieses Yoga wirkt folglich das ganze Leben hindurch. Es ist dem Nabhasa-Yoga vergleichbar. Das Vorhandensein mehrerer solcher günstigen Yogas im Horoskop hebt den materiellen und beruflichen Status des Menschen, unabhängig von der Dasha.

K.S. Charak — «Yogas in der Astrologie»

aus dem Buch von Oleg Tolmatschow «Die Rektifikation der Geburtszeit. Die Bestimmung des Lagna»