Der Mond im Krebs
Ergebnisse, die der Mond im Zeichen Krebs gibt
Der Krebs ist ein mit dem Wasserelement verbundenes Zeichen, das durch eine Krabbe versinnbildlicht wird. Dieses Zeichen weist auf Empfindsamkeit und Empfänglichkeit hin; solche Menschen sind leicht zu kränken. Sie können zum Klagen neigen, wenn ihre Angelegenheiten nicht in einwandfreiem Zustand sind. Der Krebs ist ein brahmanisches Zeichen, das auf die Fähigkeit des Geistes hinweist, philosophische Ideen zu erfassen, sowie auf den Besitz einer Energie, die es ermöglicht, sich zu konzentrieren und zu meditieren. Der Krebs ist weiblich und ruhig, und deshalb sind solche Menschen weichherzig und bemühen sich, andere nicht zu kränken. Der Charakter des Krebses ist häuslich, deshalb hängen solche Menschen an ihrem Besitz. Ist der Mond durch ungünstige Einflüsse geschwächt, so können diese Menschen egoistisch und raffgierig werden. Wenn der Mond im Zeichen Krebs steht, steht er in seinem eigenen Zeichen, er ist stark. Deshalb bringen die Dinge, die der Mond vertritt, diesen Menschen Glück; sie genießen das gesellschaftliche Leben und den Besuch von Festen, sie erben die guten Eigenschaften ihrer Mütter und stehen mit ihnen in gutem Verhältnis. Ihnen bieten sich günstige Gelegenheiten für Reisen über das Wasser und für das Erfahren mannigfaltiger Genüsse. Sie haben Erfolg in Angelegenheiten, die mit den täglichen Bedürfnissen der Gesellschaft verbunden sind.
Der Geist eines solchen Menschen ist stark, er ist fähig, die Schwierigkeiten des Lebens tapfer und stoisch hinzunehmen. Wegen ihrer großen Empfindsamkeit verlieren ihre Beziehungen zu anderen Menschen häufig an Beständigkeit. Menschen mit dem Mond im Zeichen Krebs haben nicht selten mehr als eine Ehe. Sie lieben das gesellschaftliche Leben; infolge ihres Strebens nach Anerkennung kann man sie auf der Bühne sehen. Der Krebs ist mit dem Wasserelement verbunden, deshalb können solche Menschen einen fülligen Körper haben oder auch eine Neigung, Rauschmittel zur Beruhigung zu gebrauchen. Ihr Gang wird schnell sein, ihre Hüften hoch, das andere Geschlecht wird stark auf sie einwirken, sie werden vortreffliche Freunde haben, werden Kenntnisse auf dem Gebiet der Astrologie haben, werden Häuser besitzen; sie werden einen dicken Hals haben, sie werden das Wasser lieben; man wird sie durch gute Worte für sich einnehmen können. Sie beherrschen Sprachen, stehen mit einflussreichen Menschen in Kontakt, sind stolz, gesprächig und stark am Leibe. (Tom Hopke)
Chandra in Karka (der Mond im Krebs)
Der Mond im Krebs. Der Krebs ist das eigene Zeichen des Mondes, deshalb schenkt er den Menschen, bei denen der Mond im Krebs steht, vortreffliche Mütter und stattet sie mit einem klaren Verstand, einem guten Gedächtnis und einem starken Intellekt aus. Diese Menschen neigen zum Klagen, sind emotional, empfindsam und leicht gekränkt, sie haben mehr als eine Ehe. Sie sind in der Regel füllig, anziehend und gesprächig und greifen zu Rauschmitteln, um Stress abzubauen. Sie interessieren sich für Philosophie und Astrologie und sind beim Erlernen von Fremdsprachen erfolgreich. (Indubala)
Der Mond im Krebs: eine ungewöhnliche Kraft der Emotionen und Empfindsamkeit, gerät unter den Einfluss von Frauen, besitzt viele Immobilien, sparsam, besonnen, religiös. (Sri Govind Swarup Agarwal)
Der Mond im Krebs
Geht gebeugt und schnell, ein großes Gesäß, den Frauen ergeben, gute Freunde, ein Astrologe, viele Häuser, der Reichtum nimmt zu und ab gleich dem Mond, ein kurzer, kräftiger Hals, empfänglich für gute Worte, liebt die Freunde, das Wasser, Gärten und Gemüsegärten. (Varahamihira — «Brihad-Jataka», 17.4)
Wenn der Mond, das Zeichen, in dem er steht, und dessen Herrscher stark sind, dann verwirklichen sich die oben genannten Ergebnisse vollständig.
Kommentar: B. S. Rao gibt die folgenden Erläuterungen. Diese Deutung ist in vollem Maße in jenen Fällen anwendbar, in denen sowohl der Mond als auch das Haus, in dem er steht, und der Planet, der es beherrscht, stark sind. Sind nur zwei dieser drei Faktoren stark, so zeigen sich die genannten Eigenschaften nur teilweise. Ist nur einer dieser Faktoren stark, so sind nur Spuren dieser Einflüsse bemerkbar. Sind sie schließlich alle schwach, so werden wir nicht einmal in geringem Maße irgendwelche Übereinstimmungen mit den angeführten Deutungen bemerken. (Varahamihira — «Brihad-Jataka», 17.13)
«Jataka-Bharanam» 19.16
DIE ERGEBNISSE DER STELLUNG CHANDRAS IN KARKA
Ist Chandra in Karka eingetreten, so wird der Mensch die Shastras hören, Kenntnisse und Fertigkeiten in den Künsten besitzen, wird stark sein, von gutem Betragen, wird Düfte und Blumen lieben, den Wassersport lieben, Land besitzen, einen vortrefflichen Verstand und ein vortreffliches Verständnis besitzen und das erlangen, was er will.
Kommentare: Das Rashi [Zeichen], in dem Chandra [der Mond| zur Zeit der Geburt steht, heißt «Chandra-Lagna’ (Chandra in der Rolle des Lagna). In der Hora-Shastra [der vorhersagenden Astrologie] ist das Chandra-Lagna ebenso wichtig wie das Lagna; seine Analyse ist für das Verständnis der inneren Persönlichkeit des Menschen sehr wichtig. Ist das Chandra-Rashi (Chandra-Lagna) stärker als das Rashi des Lagna, so werden die meisten Ereignisse des Lebens eben davon bestimmt (also vom Chandra-Rashi). Da Chandra der Karaka [Anzeiger] des Geistes, der Seele und des Herzens ist, werden die Eigenschaften des Rashi und die Eigenschaften des Herrschers des Rashi, in dem Chandra steht, im Geist des Menschen bestimmt in Gestalt von Emotionen vorhanden sein; das wird durch den Charakter und die Eigenschaften des Chandra-Rashi und des Herrschers des Chandra-Rashi dargestellt.
Karka [der Krebs] ist das eigene Rashi Chandras. Ein Mensch mit der Stellung des Mondes im Krebs in seiner Geburtskarte wird emotional sein, er hat viele Freunde, er glaubt an ein sicheres Leben, besitzt einen liebevollen Charakter, will stets jemanden umsorgen und beschützen und ist seiner Familie ergeben. Wird Chandra aber von verderblichen Grahas aspektiert oder ist er erschöpft (dunkel), so wird der Mensch außerordentlich nachlässig sein, zu weltlichen Vergnügungen neigen und ein Träumer sein.

aus dem Buch von Oleg Tolmatschow «Die Rektifikation der Geburtszeit. Die Bestimmung des Lagna»
