Der Mars im 6. Haus
Ergebnisse, die der Mars im sechsten Haus des Horoskops gibt
Der Mars im sechsten Haus: Das 6. Haus stellt die Feinde, die Krankheiten, die Arbeitsfähigkeit und die Verdauung dar. Der Mars trägt Feuer, und bei einem solchen Menschen findet eine gute Verdauung statt. Die Wärme im Bauch ruft Appetit hervor. Der Mensch isst gut und wird tatkräftig. Ein tatkräftiger Mensch arbeitet ausgezeichnet und verrichtet seine Arbeit, wie es sich gehört. Sie haben eine große sexuelle Leidenschaft. Sind Sie Arbeitgeber, so ist es besser für Sie, Menschen einzustellen, bei denen der Mars im 6. Haus steht. Solche Menschen sind nicht faul und verrichten ihre Arbeit, wie der Vorgesetzte es ihnen befiehlt. Das ist das Haus der Feinde. Sie werden Feinde haben, doch ein solcher Mars vernichtet die Feinde. Das ist die Arbeit des Mars. Damit der Mars seinen angeborenen Charakter zeigen kann, muss er Feinde haben. Deshalb ist es besser, wenn Sie einen Leibwächter, Wächter oder Wachmann brauchen, einen Wächter zu nehmen, bei dem der Mars im 6. Haus steht. Das ist das Haus des Onkels (des Bruders der Mutter); der Mars vernichtet den Verwandten jenes Ortes, an dem er steht. Hat die Mutter deshalb einen jüngeren Bruder, so können bei ihm Probleme entstehen.
Überhaupt gibt der Mars im 6. Haus gute Gesundheit. Doch gibt er Krankheiten und Verletzungen des Bauches. Möglicherweise muss der Mensch eine chirurgische Operation durchmachen. Bei Frauen kann ein solcher Mars Störungen der Menstruation, Fehlgeburten und Abtreibungen geben. Wie dem auch sei, ein solcher Mars gilt für die materielle Entwicklung als günstig. (Mahesh Dharmadasa)
Der Mars im 6. Haus: Geld, Immobilien, Ruhm, Erfolg, Macht, Beförderung im Dienst, eine kräftige Gesundheit. Er liebt Kinder. Der Onkel von der Seite der Mutter ist oft krank. Ein geschädigter Mars führt zu Unfällen, Verbrennungen, Konflikten mit den Vorgesetzten, Koliken und Geschwüren des Zwölffingerdarms. Steht der Mars im 6., 8. oder 12. Haus, so sorgt sich der Mensch stets nur um sein eigenes Wohlergehen. Der Mond mit dem Mars im 6. Haus neigen den Menschen zum Selbstmord. (Sri Govind Swarup Agarwal)
«Bhrigu-Sutra» 3.46-53
Steht der Mars im 6. Haus des Horoskops, so wird der Mensch berühmt und in seinen Vorhaben vom Glück begünstigt sein, er wird die Feinde besiegen und mit Kindern gesegnet sein. Er wird in seinem 27. Lebensjahr eine Ehe eingehen und Fortbewegungsmittel (Pferde und Kamele) erwerben.
Ist der Mars mit einem verderblichen Planeten verbunden oder wird er von ihm aspektiert, so zeigen sich die oben genannten Ergebnisse in vollem Maße, doch wird der Horoskopeigner an Rheuma und anderen Krankheiten entzündlichen Charakters leiden. Steht der Mars in einem der Zeichen, die dem Merkur gehören, so ist eine Erkrankung an Lepra möglich. Hat der Mars dabei den Einfluss eines günstigen Planeten, so wird der Horoskopeigner von dieser Krankheit mit Erfolg geheilt.
Kommentare:
Das 6. Haus ist ein Upachaya-Haus. In der vedischen Astrologie gibt es die Regel, dass ungünstige Planeten in den Upachaya-Häusern gute Ergebnisse geben. Diese Behauptung beruht auf der Logik, dass verderbliche Planeten die Eigenschaften des Hauses zerstören, in dem sie stehen. Der Mars zerstört, wenn er das 6. Haus einnimmt, die negativen Anzeiger des 6. Hauses und gibt somit gute Ergebnisse, wie Namen und Ruhm, Erfolg in den Vorhaben und die Niederlage der Feinde. Die Meinung, dass der Mars, der verderblichste Planet, gute Ergebnisse gibt, wenn er im 6. Haus steht, wird von der «Jataka-Desha-Marga» gestützt: «Verderbliche Planeten sind im 3., 6. und 11. Haus (den Upachaya-Häusern) stark, die günstigen aber in den Häusern des Quadranten und der Trikona».
In der Sutra 48 wird gesagt, dass ein Mensch, in dessen Horoskop der Mars das 6. Haus einnimmt, Fortbewegungsmittel erwirbt und im 27. Lebensjahr eine Ehe eingeht. Das 6. Haus ist das vierte (der Besitz) in Bezug auf das 3. Haus (die Fortbewegungsmittel). Der Mars, der ein Anzeiger des Besitzes ist, gibt, wenn er im 6. Haus, dem Haus der Einkünfte, steht, diese günstigen Ergebnisse. Was die späte Ehe betrifft (und eine Ehe mit 27 Jahren ist der vedischen Überlieferung gemäß spät), lässt sich folgende Erklärung anführen: das 6. Haus ist das zwölfte (Verzögerungen, Aufschub) in Bezug auf das 7. Haus (das Haus der Ehe), und die Stellung des verderblichen Mars im 6. Haus
erweist sich als ungünstig.
Das 6. Haus ist, ungeachtet dessen, dass es ein Upachaya-Haus ist, zugleich auch ein Dusthana, gemeinsam mit dem 8. und dem 12. Haus. Und der Mars befreit den Horoskopeigner, obwohl er den Sieg über die Feinde gibt, dennoch nicht von Krankheiten, wovon in den Sutras 51-52 gesprochen wird. Unsere schlichte Erfahrung, die auf vielen Jahren der Praxis beruht, zeigt, dass jeder ungünstige Planet im 6. Haus Krankheiten gibt: die Sonne — Augenkrankheiten, Mars und Ketu — Entzündungen verschiedener Organe, Infektionskrankheiten sowie allergische, Saturn und Rahu — Krankheiten langwierigen Charakters, chronische.
Indem sie die Ergebnisse des Aufenthalts des Mars im 6. Haus beschreibt, hält die «Bhrigu-Sutra» wahrscheinlich dafür, dass die positiven Momente der Stellung in einem Upachaya über die negativen Eigenschaften des Dusthana die Oberhand gewinnen. Dennoch ist der ungünstige Charakter des 6. Hauses bei der Analyse des Horoskops zu berücksichtigen. Unsere Meinung stützt sich auf die «Jataka-Desha-Marga» und die «Phaladipika», die mitteilen:
«Das 6., 8. und 12. Haus werden in jedem Horoskop als schlechte Häuser erklärt. Selbst jene Häuser, deren Herrscher in den Dusthanas stehen oder mit den Herrschern der Dusthanas verbunden oder von ihnen aspektiert sind, werden geschädigt. Von allen Dusthanas ist das 8. Haus das verderblichste». («Jataka-Desha-Marga», Kap. 10, Shloka 34)
«Sind der Herrscher und der Karaka irgendeiner Bhava stark und nehmen sie gute Häuser ein, so ist das Gedeihen der Bhava zu erwarten. Sind sie aber schwach oder stehen sie im 12., 6. oder 8. Haus, so bringt die Bhava dem Horoskopeigner kein Gut». («Jataka-Desha-Marga», Kap. 10, Shloka 36)
«Steht der Herrscher eines Hauses im 6., 8. oder 12. Haus vom Lagna aus, so wirkt sich das ungünstig auf die Anzeiger des Hauses aus. Steht der Herrscher des 6., 8. oder 12. Hauses in irgendeinem Haus, so verdirbt das die Anzeiger dieses Hauses. Doch werden diese ungünstigen Momente nicht zu spüren sein, wenn das Haus von einem gütigen Planeten aspektiert wird («Phaladipika», Kapitel 15, Shloka 5).
Eine so ausführliche Beschreibung der Stellung eines Planeten in einem Dusthana ist notwendig, denn das sind sehr wichtige Grundsätze der voraussagenden Astrologie.
Im Ergebnis lässt sich sagen: ist der Mars Herrscher des 2., 4., 5., 7., 9., 10. oder 11. Hauses und steht er im 6., so werden die Anzeiger dieser Häuser geschwächt. Diese Grundsätze sind nicht nur auf den Mars anwendbar, sondern auf alle Planeten.
Andere Meinungen bezüglich des Mars im 6. Haus:
«Brihat-Jataka» — ein Mensch, in dessen Horoskop der Mars das 6. Haus einnimmt, wird sehr stark sein, doch werden die Feinde über ihn die Oberhand gewinnen.
«Phaladipika» — Der Horoskopeigner wird reich und berühmt werden, wird die Feinde besiegen und gerühmt werden, doch wird er sehr aufbrausend und hitzig sein.
«Saravali» — der Horoskopeigner wird sehr aufbrausend, schön und stark sein und mit den Eigenschaften eines Anführers bedacht. Er wird einen kräftigen Körperbau haben und an erhöhtem Säuregehalt leiden.
«Chamatkar-Chintamani» — wer diesen Stand des Mars hat, wird selbst den stärksten Feind besiegen. Er wird klug und vernünftig sein, doch muss er wegen seines Onkels von der Seite der Mutter leiden. Er kann viel verdienen, verliert aber alles.
Anmerkungen: Im Wesentlichen stimmen alle Autoren mit der «Bhrigu-Sutra» überein
«Bhrigu-Sutra» mit Kommentaren von Indubala
«Jataka-Bharanam» 17:30
DIE ERGEBNISSE DER STELLUNG MANGALAS IN DER 6. BHAVA
Bei einer Stellung Mangalas in der 6. Bhava zur Zeit der Geburt besitzt der Mensch eine starke Verdauung (das heißt, er fühlt oft Hunger), er neigt dazu zu zürnen (zornig zu werden), er vernichtet seine Feinde und schließt Freundschaft mit gütigen Menschen.
Kommentare: Die Stellung Mangalas [des Mars] in der 6. Bhava [dem 6. Haus] wird von allen gelehrten Autoren über Jyotisha als günstig für den Menschen vorausgesagt. In Wirklichkeit besteht eine große Ähnlichkeit zwischen der 6. Bhava und Mangala. Deshalb sind die mit Mangala verbundenen Angelegenheiten bei einer Stellung Mangalas in dieser Bhava außerordentlich fruchtbar. Steht Mangala in dieser Bhava in Verbindung mit Ketu, so werden die Ergebnisse stärker sein, da Ketu als eine Graha gilt, die Mangala ähnlich ist. Ist Mangala, in der 6. Bhava gelegen, mit dem Herrscher der 6. Bhava oder mit einer anderen verderblichen Graha verbunden, so ist der Mensch der Gefahr eines Unglücksfalls oder eines Herzanfalls (einer Erkrankung) und Problemen mit der Leber ausgesetzt. Mangala in der 6. Bhava gilt für den Onkel des Menschen von der Seite der Mutter als ungünstig.

