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Parivarthana-Yoga

Datum 07 Oct 2023

«Parivarthana» bedeutet «sich drehen», «tauschen», «Umkehr» oder «zurückkehren». Das Parivarthana-Yoga entsteht, wenn zwei Planeten die Plätze tauschen, das heißt, es bildet sich, wenn ein Planet in einem Zeichen steht, dessen Herrscher seinerseits das ihm gehörende Zeichen einnimmt. Es findet also ein Tausch der Stellungen (oder der Zeichen) statt.

Beispiel: Die Sonne steht im Widder, während ihr Herrscher, der Mars, im Zeichen Löwe steht. Eine solche Stellung der Planeten bildet ein Parivarthana — einen Tausch zwischen Sonne und Mars. Eben diese Kombination heißt Parivarthana-Yoga.

Ist im Horoskop ein Parivarthana gebildet, so handeln die Planeten, die es bilden, im Verein. Die Art ihres Handelns hängt von der Natur des Parivarthana ab.

Ein Parivarthana-Yoga kann entstehen durch: (1) den Tausch der Zeichen, (2) den Tausch der Nakshatras, (3) den Tausch der Karakas der Häuser. Die drei Arten des Parivarthana heißen so:

  1. Rashi- und Amsha-Parivarthana. Sie bilden sich, wenn ein Parivarthana zwischen den Zeichen in der Rashi- beziehungsweise in der Navamsha-Karte vorliegt.
  2. Jiva-Parivarthana oder Nakshatra-Parivarthana. Es bildet sich beim Tausch der Nakshatras oder beim Tausch ihrer Herrscher.
  3. Karaka-Parivarthana. Es bildet sich beim Tausch zwischen den Karakas der Häuser. Zum Beispiel, wenn die Sonne (die Karaka des 1. Hauses) im 5. steht und der Jupiter (die Karaka des 5. Hauses) im 1.

Tauschen die Herrscher zweier Zeichen die Plätze, so bildet sich ein Rashi-Parivarthana. Ein solches Parivarthana kann auf verschiedenen Ebenen stattfinden.

  • Guna. Spiegelt das Wesen des Tausches wider.
  • Tattva. Die Art der Veränderung.
  • Bhava. Der Lebensbereich, der durch den Tausch berührt wird.

Zieht man die Gunas der Planeten in Betracht, so lässt sich bestimmen, wohin ein solcher Tausch führt — zum Besseren oder zum Schlechteren. Zum Beispiel: Ist das Parivarthana durch einen Tausch zwischen dem Jupiter (Sattva-Guna) und dem Saturn (Guna Tamas) entstanden, so ist entweder ein Aufstieg von der Ebene des Tamas zur Ebene des Sattva oder ein Fall vom Sattva in den Tamas zu erwarten. Im letzteren Fall zeigen sich sehr ungünstige Ergebnisse

Wirken die Tattvas zweier Planeten zusammen, so begünstigt das ein harmonisches und schnelleres Erreichen des jeweiligen Ziels. Sind ihre Tattvas einander jedoch nicht freundschaftlich gesinnt, so leidet eines von ihnen unter der Unverträglichkeit der planetaren Energien.

Die am Parivarthana beteiligten Bhavas weisen auf die Lebensbereiche hin, die vom Tausch berührt werden. Ist zum Beispiel das 7. Haus an der Kombination beteiligt, so zieht der Tausch der Planeten Veränderungen in den Beziehungen nach sich. Ist das Lagna beteiligt — so tritt eine Veränderung im Charakter des Nativs ein.

Quelle: Grundkurs der vedischen Astrologie an der Schule von Wassili Tuschkin «Surya-Siddhanta»