Shasha-Yoga
Das Shasha-Yoga bildet der Saturn, wenn er in einer Kendra [also im 1., 4., 7. und 10. Haus des Horoskops — Anm. d. Red.] in den Zeichen Steinbock, Wassermann oder Waage steht. Wer es besitzt, hat Geld und einen guten Status und bekleidet ein leitendes Amt in den Organen der örtlichen Verwaltung.
Sri Govind Swarup Agarwal — «Vedische Astrologie»
Der Saturn gibt eines der Pancha-Mahapurusha-Yogas — das Shasha-Yoga. Es macht den Menschen stark und unabhängig, zu einem Vorgesetzten und gesellschaftlichen Führer, gibt ihm viele Bedienstete und Untergebene, doch sind sein Charakter und sein Ruf dabei nicht immer makellos.
Grundkurs der vedischen Astrologie an der Schule von Wassili Tuschkin «Surya-Siddhanta»
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Wer mit diesem Yoga geboren wird, ist tapfer und hart, mittelgroß, mit schmaler Taille und großen Zähnen. Er hat schöne Beine und einen schnellen Gang. Er hat eine dunkle Gesichtsfarbe. Er reist gern durch Dschungel, Berge, Festungen und andere alte Stätten. Ein Mensch mit dem Shasha-Yoga hängt an seiner Mutter. Er sorgt sich stets um seine Gäste. Das ist ein Heerführer, ein Anführer einer Gruppe, einer Siedlung oder einer Stadt. Er ist kompetent, reich, gebildet und weist stets auf die Fehler anderer hin. Er treibt sehr gern Sexualität und hat Verbindungen nicht nur zu seiner Frau. Dieser Mensch ist ein Kenner der Metallurgie und der Chemie. Er kann unter körperlichen Beschwerden leiden und lebt bis siebzig Jahre.
Anmerkung: Der Saturn ist der Planet der Massen. Im Shasha-Yoga herrscht der Saturn vor, deshalb bringt es dem Menschen Führerschaft. Wer mit diesem Yoga geboren wird, erfährt sowohl körperliche Genüsse als auch Leiden.
Mitunter lässt sich beobachten, dass ein Horoskop eines oder sogar mehrere Pancha-Mahapurusha-Yogas haben kann, ohne dass sie bemerkt werden. Um diese Yogas gebührend auszuwerten, müssen daher einige Punkte beachtet werden.
1. Der Planet, der das Yoga bildet, muss stark sein, sowohl in der Geburtskarte (nach Shadbala) als auch in den Vargas. Dieser Planet zeigt seine Eigenschaften nur dann vollständig, wenn er stark ist. Ein vorherrschender Mars ist Kraft und Aggression, der Merkur — Intelligenz und Tugend, der Jupiter — Weisheit und Beredsamkeit, die Venus — Schönheit und Genuss und der Saturn — Einfluss auf die Massen und Unglück.
2. Ein Pancha-Mahapurusha-Yoga gibt keine Ergebnisse, wenn Sonne oder Mond in Konjunktion mit dem Planeten stehen, der dieses Yoga bildet. In diesem Fall gibt der Planet günstige Ergebnisse nur in seiner Dasha. Das kommt einer Aufhebung des Mahapurusha-Yoga gleich.
3. Stehen Sonne und Mond entsprechend nicht bei dem Planeten, der das Yoga bildet, so zeigt sich dieses Mahapurusha-Yoga vollständig und bringt seine Früchte nicht nur in seiner Dasha. Mit anderen Worten: Dieses «makellose» Mahapurusha-Yoga zeigt sich nicht nur in der Dasha des Planeten, der es bildet. Dieses Yoga wirkt folglich das ganze Leben hindurch. Es ist dem Nabhasa-Yoga vergleichbar. Das Vorhandensein mehrerer solcher günstigen Yogas im Horoskop hebt den materiellen und beruflichen Status des Menschen, unabhängig von der Dasha.
K.S. Charak — «Yogas in der Astrologie»




aus dem Buch von Oleg Tolmatschow «Die Rektifikation der Geburtszeit. Die Bestimmung des Lagna»

