Der Mond im 8. Haus
Die Ergebnisse, die der Mond im achten Haus des Horoskops gibt
Chandra (der Mond) im 8. Haus
Der Mond im 8. Haus. Krankheiten in der Kindheit, eine von Einsamkeit und Kummer gezeichnete Jugend, Trennung vom Vater, gute Erholungskräfte des Organismus. Eine mittlere Lebensdauer, Augenerkrankungen sind möglich, der Erhalt einer Erbschaft (Indubala)
Der Mond im achten Haus: Der Mond gibt hier materiellen Vorteil durch den Partner, verkürzt aber das Leben der Gattin oder der Mutter. (Sri Govind Swarup Agarwal)
Der Mond im 8. Haus: Es ist sehr schlecht, den Mond im 8. Haus zu haben. Das ist die schlechteste Stellung für den Mond. Das 9. Haus ist das Wohlergehen. Das 12. Haus zeigt die Verluste. Das 12. vom 9. Haus aus = das 8. Haus. Das ist der Verlust des Wohlergehens. Der Mond gibt hier ein schweres Leben und eine schlechte Gesundheit. Sie können durch Wasser zu Schaden kommen. Ein beschädigter Mond im 8. Haus gibt einen frühen Tod. Das ist eine sehr bekannte Tatsache. Natürlich muss man auch betrachten, wie die Herrscher des 1. und des 8. Hauses stehen. Um ein beständiges Leben zu haben, muss man ein günstiges 8. Haus haben. Der Mond gibt keine Beständigkeit. Ein glückliches Leben ist nur dann möglich, wenn andere Planeten stark gestellt sind. Wenn die Dasha-Periode des Mondes beginnt, wird der Mensch große Unannehmlichkeiten haben. (Mahesh Dharmadasa)
«Bhrigu-Sutra» — ka-gha
Der Horoskopeigner wird wenige Fahrzeuge haben. Orte mit Wasser — Teiche, Gewässer, Brunnen — werden für sein Leben gefährlich sein. Nimmt der Mond das 8. Haus ein, so sagt sich der Horoskopeigner wegen einer Frau von seinen Verwandten los. Bei einem erhöhten oder in seinem eigenen Zeichen stehenden Mond ist dem Horoskopeigner ein langes Leben bestimmt. Ein abnehmender Mond spricht von einer mittleren Lebensdauer.
Kommentare:
Aus uns unbekannten Gründen sind die Sutras, welche die Eigenschaften der Stellung des Mondes im 8. Haus beschreiben, nicht mit Ziffern bezeichnet, wie üblich, sondern mit Buchstaben.
Das 8. Haus ist eines der ungünstigsten Häuser im Horoskop, da es das zwölfte (Verluste und Einbußen) ist, vom 9., dem Haus des Glücks und des Wohlergehens, aus gezählt. Die Planeten verlieren alle ihre guten Eigenschaften, wenn sie in dieses Haus geraten. Ein abnehmender, durch die Stellung in einem Dusthana geschwächter Mond spricht davon, dass der Horoskopeigner nicht sehr klug sein wird, da der Mond der Manas-Karaka ist, und dass er in den Zeiten der Kindheit und der Jugend (dem vom Mond beherrschten Alter) Einsamkeit und seelische Leiden erfährt. Ein zunehmender oder voller Mond kann dem Horoskopeigner eine Erbschaft bringen. Das 8. Haus ist der Anzeiger von Unglücksfällen, und der Mond ist ein Wasserplanet, deshalb droht dem Horoskopeigner Gefahr durch Wasser.
Die Trennung vom Ehepartner, die Bhrigu Muni erwähnt, lässt sich damit erklären, dass das 8. Haus das zweite (das Haus des Todes) für das 7. Haus ist. Anhand des Charakters des Mondes lässt sich über die Lebensdauer urteilen, doch um endgültige Schlüsse zu ziehen, muss man noch die Kraft und die Stellung der Herrscher des 8. und des 1.
Hauses berücksichtigen sowie den Saturn als Ayush-Karaka — als Anzeiger der Langlebigkeit. Die Stellung des Mondes im 8. Haus des Horoskops gilt als eine der stärksten negativen Kombinationen, als ein Arishta-Yoga, doch wird ihre verderbliche Wirkung neutralisiert, wenn die Geburt des Menschen bei Tage bei abnehmendem Mond oder in der Nacht bei zunehmendem Mond erfolgte. In diesen Fällen wird der Mond im 8. Haus zu einem der Faktoren, die den Horoskopeigner vor allen negativen Einflüssen schützen.
Außerdem gibt der Mond im 8. Haus eine Neigung zum Mystizismus und magische Fähigkeiten sowie die Fähigkeit vorauszusehen. Das Horoskop des russischen Mystikers Daniil Andrejew veranschaulicht die ungewöhnlichen Möglichkeiten eines vollen Mondes im 8. Haus.
Andere Meinungen bezüglich des Mondes (Chandras) im 8. Haus:
«Brihat-Jataka» — der Horoskopeigner wird kränklich sein und einen unbeständigen und unruhigen Sinn haben.
«Phaladipika» — ein kurzes Leben, Leiden und Krankheiten erwarten den Menschen, wenn der Mond in seinem Horoskop im 8. Haus steht.
«Saravali» — klug und gerühmt, doch kränklich und schwach wird der Horoskopeigner sein. Sein Leben wird kurz sein.
«Chamatkar-Chintamani» — der Horoskopeigner wird sich wegen zahlreicher Krankheiten ständig in der Umgebung von Ärzten befinden. Er wird Leiden durch schreckliche Nöte, Unglücksfälle und Widrigkeiten ertragen.
Anmerkung: Alle Traktate außer der «Saravali» sprechen von negativen Eigenschaften der Stellung des Mondes im 8. Haus. Den Verstand und den Ruhm, welche die «Saravali» erwähnt, kann man in den Fällen erwarten, in denen der Mond in den Zeichen Krebs und Stier steht sowie bei einer Verbindung mit dem Jupiter oder anderen Wohltätern.
«Bhrigu-Sutra» mit Kommentaren von Indubala
«Jataka-Bharanam» 17:20
DIE ERGEBNISSE DER STELLUNG CHANDRAS IN DER 8. BHAVA
Ein Mensch, dessen Chandra in der 8. Bhava steht, hat einen wegen vieler Krankheiten verfallenden Körper. Er wird außerordentlich arm sein, wird Unannehmlichkeiten von den Feinden und vom König (von der Regierung) erhalten sowie Unruhe im Geist und im Herzen.
Kommentare: Steht ein schwacher Chandra in der 8. Bhava, so wird der Mensch ein kurzes Leben haben. Außerdem wird er auch an vielen Krankheiten leiden. Diese Kombination gehört zu denen, die Unglück verursachen. Es besteht die Gefahr eines Unglücksfalls, der mit einem Fahrzeug verbunden ist. Er kann durch einen Sturz in einen Brunnen oder durch einen ähnlichen Tod sterben. Bei einem Menschen, in dessen Geburtskarte Chandra als Herrscher des Lagna schwach ist und in der 8. Bhava der Einwirkung verderblicher Grahas ausgesetzt ist, ist die genannte Gefahr stärker ausgeprägt. Chandra in der 8. Bhava weckt die Neugier des Menschen für die mystischen Wissenschaften (Astrologie, Philosophie, Tantra oder dergleichen). Ein schwacher Chandra in dieser Bhava ist die Ursache dafür, dass der Mensch wegen des Testaments der Mutter in Auseinandersetzungen <Gerichtsverfahren> verwickelt wird. Chandra gibt dem Menschen zudem einen Wechsel des Wohnorts. Chandra in der 8. Bhava verursacht auch ein Gefühl der Enttäuschung, Nervenkrankheiten, Angst, Konflikte im Geist, psychische Probleme, Malariafieber, Augenkrankheiten und Anfälle (Ohnmachten).

