Der Mars im 8. Haus
Ergebnisse, die der Mars im achten Haus des Horoskops gibt
Das 8. Haus gilt als Haus des Todes; das ist der schlechteste Platz für den Mars. Der Mars gibt hier Verletzungen, Unfälle und chirurgische Eingriffe. Der Mars im 8. Haus kann Probleme mit dem Gesetz und eine Gefängnisstrafe geben, besonders wenn er unter dem Aspekt anderer Übeltäter steht. Bei vielen Straftätern lässt sich der Mars im 8. Haus beobachten, sie haben eine angeborene Neigung zum Verbrechen. Ein solcher Mars gibt Augenkrankheiten, da der Mars aus dem 8. Haus das 2. Haus aspektiert. Sie können auch durch Feuer oder Waffen zu Schaden kommen. Der Mensch stirbt augenblicklich, ohne Leiden. Eine sehr schlechte Stellung für die Ehe. Ein solcher Mars kann außereheliche Verbindungen geben. Das 8. Haus vertritt die äußeren Geschlechtsorgane und den After. Der Mensch kann sich Geschlechtskrankheiten oder Hämorrhoiden zuziehen. Erhält das 8. Haus keine Aspekte von Wohltätern, so bringt der Mars stets negative Ergebnisse. Steht der Mars in männlichen Zeichen, so können sich die negativen Anzeiger noch verstärken. Das ist das Haus des Reichtums und der Rede des Partners. Steht der Mars in der Karte einer Frau im 8. Haus, so findet eine solche Frau einen Mann mit grober Rede. Der Mann wird nach der Ehe finanzielle Schwierigkeiten haben. (Mahesh Dharmadasa)
Der Mars (Mangala) im 8. Haus
Der Mars im 8. Haus. Probleme in der Ehe, Auseinandersetzungen, Gerichtsverfahren. Möglich sind eine geringe Lebensdauer, zweifelhafte Geschäfte, Schlauheit, Hinterlist und Überzeugungskraft. Der Erhalt einer Erbschaft ist möglich. (Indubala)
Der Mars im 8. Haus: ein Mangalik, der Tod der Gattin, ein gesichertes Leben, finanzieller Gewinn durch den Partner, aus einer Erbschaft oder aus einem gewonnenen Gerichtsverfahren. Eine Schädigung des Mars verheißt einen verschwenderischen Partner. Steht der Mars im 6., 8. oder 12. Haus, so sorgt sich der Mensch stets nur um das eigene Wohlergehen. (Sri Govind Swarup Agarwal)
«Bhrigu-Sutra» 3.66-71
Ein Mensch, bei dem der Mars im 8. Haus steht, wird an Augenkrankheiten, Rheuma, Tuberkulose oder plötzlichen heftigen Schmerzen leiden. Sein Leben wird nicht lang sein. In den frühen Jahren erlebt der Horoskopeigner den Tod seines Vaters. Er wird wenige Kinder haben, doch sein Familienleben gestaltet sich glücklich. Ist der Mars mit einem Wohltäter verbunden, so sind ein langes Leben und eine gute Gesundheit zu erwarten. Im Falle einer Verbindung mit einem Übeltäter oder einer Stellung im Haus eines Übeltäters wird der Horoskopeigner kränklich sein und eine mittlere Lebensdauer haben. Ist der Herrscher des 8. Hauses stark, so führt der Horoskopeigner ein langes Leben.
Kommentare:
Das 8. Haus ist ein Dusthana, und die Anwesenheit des Mars darin zieht negative Ergebnisse nach sich. Außerdem zerstört der Mars, wie bereits in den Kommentaren zu den Sutras 46-53 erörtert, selbst dann, wenn er Herrscher eines guten Hauses ist, alle positiven Eigenschaften seines Hauses, sobald er in das 8. gerät.
Aus dem 8. Haus wirkt der Mars auf das 2. Haus, was eben die Augenkrankheiten hervorruft. Das 8. Haus ist das Haus der Lebensdauer, und die Anwesenheit eines verderblichen Mars darin, besonders in Verbindung mit einem Übeltäter, weist auf einen frühen Tod hin. Als das zwölfte (das Haus der Verluste) zum 9. Haus spricht das 8. Haus vom Tod des Vaters, deshalb verliert ein Mensch, bei dem ein verderblicher Mars dieses Haus einnimmt, den Vater früh. In medizinischer Hinsicht weist das 8. Haus auf chronische Krankheiten hin, und der Horoskopeigner wird an chronischen Erkrankungen wie Rheuma oder Tuberkulose leiden.
Ein wohltätiger Einfluss auf den Mars verlängert das Leben des Horoskopeigners und befreit ihn von Krankheiten. Dieselben günstigen Ergebnisse lassen sich auch bei einem starken Herrscher des 8. Hauses oder bei einer Stellung des Mars in seinem eigenen Zeichen beobachten.
Andere Meinungen bezüglich des Mars im 8. Haus:
«Brihat-Jataka» — der Horoskopeigner wird wenige Kinder und ein schlechtes Sehvermögen haben.
«Phaladipika» — Kränklichkeit, ein kurzes Leben und ein schlechter Ruf.
«Saravali» — ein Mensch, bei dem der Mars im 8. Haus steht, wird unschön, kränklich und pessimistisch sein und verderbliche Neigungen haben. Sein Leben wird kurz sein.
«Chamatkar-Chintamani» — steht der Mars im 8. Haus, so können selbst andere gute Planeten das Unglück des Horoskopeigners nicht abwenden. Seine Freunde werden zu seinen Feinden. Er wird bei allen Bemühungen, die er zur Verbesserung seiner Lage unternimmt, auf Hindernisse stoßen.
Anmerkung: Die «Bhrigu-Sutra» erwähnt im Unterschied zu den anderen Traktaten auch günstige Ergebnisse der Stellung des Mars im 8. Haus.
«Bhrigu-Sutra» mit Kommentaren von Indubala
«Jataka-Bharanam» 17:32
DIE ERGEBNISSE DER STELLUNG MANGALAS IN DER 8. BHAVA
Mangala in der 8. Bhava gibt dem Menschen Leiden durch Augenkrankheiten, Misserfolg, eine Blutkrankheit, eine Neigung, unedle Taten zu begehen, einen beschränkten (dummen) Verstand und eine Tendenz, heilige Menschen zu beschuldigen (zu kritisieren).
Kommentare: Mangala [der Mars] in der 8. Bhava [dem 8. Haus] bildet zugleich ein Mangali-Yoga (ein Kuja-Dosha). Von hier aus aspektiert er die Bhava der Langlebigkeit der Frau des Menschen (das 2. Haus), und deshalb wird die Frau kein langes Leben haben. Mangala in der 8. Bhava bildet außerdem ein Yoga, infolge dessen der Mensch eine Krankheit der Geschlechtsorgane, Unruhe, Hämorrhoiden, Wunden (Geschwüre), Risse und so weiter haben wird. Steht Mangala unter dem Einfluss einer anderen verderblichen Graha, so kann der Mensch in Haft geraten, ein Verbrechen begehen und früh sterben. Wirkt auf Mangala eine beliebige Graha feuriger («Agni»-)Natur ein, so kann der Mensch mit einer Schusswaffe getötet werden. Die gelehrten Autoren des Jyotisha sagen anhand dieser Stellung Mangalas auch solche Ergebnisse voraus wie Verdorbenheit (Sittenlosigkeit) des Menschen, Probleme durch Hindernisse, chronische Krankheit, Krankheit der Intimorgane, Unruhe, Wunden (Geschwüre), Dummheit, Blutkrankheit, wenig Nachkommenschaft, die Krankheit «Sashrahani» (Bauchkrämpfe, Durchfall oder Verstopfung), Tadel (Verurteilung) durch andere, Anfälligkeit für Kummer, einen Angriff (auf den Geborenen) mit einer Waffe und Betrübnis wegen der Frau.

