Der Saturn im 1. Haus
Ergebnisse, die der Saturn im ersten Haus des Horoskops gibt
Der Saturn im 1. Haus: Das weist auf einen zuverlässigen Arbeiter hin, der zu seiner Ehre eine gewisse Demut besitzt. Diese Menschen haben in der Zeit der Jugend Misserfolge, und im Verlauf ihres Lebens sind irgendwelche Unstimmigkeiten in der Familie zu erwarten. Sie passen sich verschiedenen Umgebungen gut an und haben eine hohe Meinung von fremdländischen Sitten. Ihrem Charakter nach sind sie langsam und skeptisch. Sie dienen den Menschen. (Tom Hopke)
Der Saturn im ersten Haus: Groß, hager, ruhig, ernst, schwach, schwerfällig, düster, schmutzig. Sie haben ein dunkles, blasses (nicht rotwangiges) Gesicht mit tief liegenden Augen, ungesunde Zähne, die früh ausfallen. Sie werden früh kahl. Diese Menschen lieben die Einsamkeit und wollen alles allein tun. Eine kränkliche Kindheit. Der Mensch wird anziehend sein, wenn im 1. Haus (im Lagna) das Zeichen Waage steht. Der Saturn im 1. Haus hemmt die Entwicklung des Menschen. Der Mensch trifft in allen Lebensbereichen auf beständige Hindernisse. Sie haben das Gefühl, dass der Erfolg an ihnen vorbeigeht. Der Saturn gibt ihnen Erfolg, doch kommt er nur verspätet. Der Mensch ist oft krank. Am Beginn des Lebens müssen sie einen schweren Weg gehen. Bei ihnen lassen sich monotone, gleichförmige, langsame, systematische Handlungen beobachten.
Steht der Saturn im ersten Haus im Zeichen Waage, Steinbock oder Wassermann, so bildet sich bei ihm ein Shasha-Yoga (eines der Pancha-Maha-Purusha-Yogas), und in diesem Fall verringert sich der negative Einfluss des Saturn. Ebenso verringern sich die negativen Ergebnisse, wenn im 1. Haus das Zeichen Schütze oder Fische steht. Steht im 1. Haus das Zeichen Waage, Schütze, Steinbock, Wassermann oder Fische, so bringt der Saturn günstige Ergebnisse, und der Mensch wird sehr tätig und zielstrebig und kann voranschreiten, indem er jede Barriere überwindet. Ein solcher Saturn macht den Menschen klug, diszipliniert, diplomatisch, zu einem Vorgesetzten. Diese Anzeiger verstärken sich noch, wenn der Saturn einen Aspekt vom Jupiter erhält.
Bei Indira Gandhi stand der Saturn im 1. Haus im Zeichen eines Feindes (Krebs) und war zwischen Mars und Ketu eingeklemmt. Nicht zufällig nannte man sie die eiserne Lady (Iron woman). Sie musste mehrmals im Gefängnis sein, und ihre persönlichen Wachleute schossen 30 Kugeln auf sie ab… Will man einen günstigen Saturn im 1. Haus betrachten, so ist es besser, die Biographie Barack Obamas anzusehen. In seiner Karte steht der Saturn im 1. Haus im Steinbock zusammen mit dem Jupiter. Er ging den Weg von einer schweren Kindheit — bis zum Stuhl im Weißen Haus der USA. (Mahesh Dharmadasa)
Der Saturn (Shani) im 1. Haus
Der Saturn im 1. Haus: ein durchschnittliches Äußeres, Beunruhigungen, das Fehlen des Glaubens an Gott, Beschwerden, körperliche Mängel, chronische Krankheiten, Hindernisse. Er arbeitet nach Plan und häuft Ersparnisse langsam an.
Steht der Saturn in der Waage, im Schützen, im Steinbock, im Wassermann oder in den Fischen, so gibt er Bildung, ein anziehendes Äußeres, Hagerkeit, Zurückhaltung, eine Versteifung auf die eigenen Errungenschaften und Langlebigkeit. Steht der Saturn im Lagna in den Zeichen Waage, Schütze oder Fische, so schenkt er Reichtum und Gedeihen. Eine Stellung des Saturn im Lagna in den Zeichen Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau oder Skorpion ist ungünstig.
Ein schwacher und geschädigter Saturn im Lagna unter dem Aspekt eines ungünstigen Planeten aus dem 7. Haus kann den Menschen der geschlechtlichen Potenz berauben und ein Anzeiger eines freudlosen Privatlebens sein.
Ein Mensch mit einer Stellung des Saturn im 1., 2., 10. oder 11. Haus des Horoskops hat Fähigkeiten zur Führung eines Geschäfts, das Dienstleistungen aller Art erbringt: privater Wachschutz, Personalauswahl, Personalverwaltung, Auftragsfirmen und so weiter. (Sri Govind Swarup Agarwal)
«Bhrigu-Sutra» 7.1-7
Kommentare:
Das 1. Haus ist das Haus der Gesundheit, deshalb ruft seine Schädigung durch den Saturn Erkrankungen nach den Funktionen dieses Planeten hervor. Indem er aus dem 1. auf das 7. Haus Einfluss nimmt, spricht der Saturn im 1. Haus von Problemen in der Ehe. Sehr gute Ergebnisse werden einem Saturn zugeschrieben, der in der Waage im 1. Haus steht, denn dabei ist der Saturn ein Yoga-Karaka, der Herrscher des 4. und des 5. Hauses. In dieser Position bringt der Saturn ohne Zweifel sehr günstige Ergebnisse: Reichtum, eine gute Bildung, Glück in den Kindern, Bekanntheit und Beliebtheit. In den Sutras ist gesagt, dass der Saturn, wenn er im Steinbock und im Wassermann steht, im Lagna vom Reichtum des Vaters spricht. Das erklärt sich mit der günstigen Natur des Saturn für diese aufgehenden Zeichen und mit dem Einfluss des Saturn auf das 10. Haus, das das zweite (das Haus des Reichtums) zum 9. Haus (dem Haus des Vaters) ist. Für die aufgehenden Zeichen Stier und Zwillinge wird der Saturn im 1. Haus Herrscher des 9. Hauses sein und bringt dem Vater des Horoskopeigners ebenfalls Gedeihen und ein langes Leben.
Als Ayush-Karaka, als Anzeiger der Lebensdauer, spricht der Saturn, wenn er im 1. Haus steht, von einem langen Leben und möglicherweise von Leiden in der Zeit der Jugend. Dabei zeigt der Saturn im Steinbock mehr von seinen günstigen Eigenschaften als der Saturn im Wassermann, denn im ersten Fall ist er Herrscher des 1. und des 2. Hauses und im zweiten des 1. und des 12. Hauses. Der Stand des Saturn in seinem eigenen Zeichen oder im Zeichen der Erhöhung bildet ein Shasha-Yoga, dessen Eigenschaften die folgenden sind: «Langlebigkeit, die Fähigkeit, viel zu erreichen und auf eine große Zahl von Menschen Einfluss zu nehmen. Der Name dieses Menschen wird in die Seiten der Geschichte eingeschrieben. Er wird ein Herrscher werden, wird nach fremdem Reichtum trachten, und sein Charakter wird unmoralisch sein» («Brihat-Jataka», «Man-Sagri»).
Für die aufgehenden Zwillinge, die Jungfrau, die Fische und den Schützen steht der Saturn im Zeichen der Herrscher des 4. oder des 10. Hauses und gibt, wie die «Bhrigu-Sutra» behauptet, sehr günstige Ergebnisse. Unter Berufung auf die «Uttara-Kalamrita» (2.99) lässt sich die Stellung des Saturn in der Waage und in den Zeichen des Jupiter besonders hervorheben:
«Stehen im Lagna verderbliche Planeten im Zeichen ihrer Erhöhung, die überdies Marakas sind (Herrscher des 2., 7. und 8. Hauses), so braucht man das Maß des Übels nicht zu beschreiben, das von ihnen hervorgebracht wird. Der Saturn gibt Reichtum und Gedeihen, wenn er im Lagna in den Zeichen Fische, Waage und Schütze steht. Ist unter den oben genannten Umständen die 7. Kendra nicht von Jupiter oder Merkur besetzt oder aspektiert, so wird der Horoskopeigner ein Herrscher. Sein Tod ist in der Dasha oder dem Bhukti des Herrschers des 7. Hauses vorauszusagen».
Das Horoskop des Führers der UdSSR, N. S. Chruschtschow, ist ein Beispiel für ein Shasha-Yoga.

Andere Meinungen bezüglich des Saturn im 1. Haus:
«Brihat-Jataka» — Armut, Kränklichkeit, eine schwere Kindheit, Unmoral, eine undeutliche Rede und Unordentlichkeit. Diese Eigenschaften zeigen sich nicht in den Fällen der aufgehenden Zeichen Schütze, Fische, Wassermann, Steinbock und Waage, in denen der Horoskopeigner einem König gleich ist oder eine Stadt oder ein Dorf leiten wird. Er wird schön und gelehrt sein.
«Phaladipika» — ein Mensch, bei dem der Saturn im Lagna in seinen eigenen Zeichen oder im Zeichen der Erhöhung steht, wird einem König gleich sein oder Oberhaupt einer Stadt werden. Steht der Saturn in einem beliebigen anderen Zeichen, so sind Unglücke in der Zeit der Kindheit und Armut zu erwarten.
«Saravali» — dieselben Eigenschaften, die von der «Phaladipika» beschrieben werden.
«Chamatkar-Chintamani» — der Horoskopeigner wird großen Besitz haben, wird erfolgreich, aber habsüchtig und beschränkt sein. Er wird den Sieg über die Feinde erlangen.
Anmerkung: Auf die praktische Erfahrung gestützt, empfehlen wir, an den Ansichten der «Bhrigu-Sutra», der «Brihat-Jataka» und der «Phaladipika» festzuhalten.
«Bhrigu-Sutra» mit Kommentaren von Indubala
«Jataka-Bharanam»
Ergebnisse der Stellung des Saturn (Shani) im 1. Haus
Steht zur Zeit der Geburt der Sohn Nalinishas (Suryas), das heißt Shani, im Lagna im Rashi der Erhöhung, im Mulatrikona—Rashi oder im eigenen Rashi, so wird der Mensch König seines Landes oder seiner Stadt, doch wenn er (Shani) in einem beliebigen anderen Rashi steht, so wird der Mensch vom Glück nicht begünstigt, krank und des Reichtums beraubt sein.
Kommentare: Steht Shani [der Saturn] im Lagna nicht im Rashi [Zeichen] der Erhöhung, im Mulatrikona oder im eigenen, sondern in einem beliebigen anderen Rashi, so ist eine Erkrankung in jenem Körperorgan möglich, das von diesem Rashi vertreten wird. So klagt der Mensch, wenn Shani im Rashi Mesha [Widder] steht, oft über Kopfschmerzen.



