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Der Rahu im 12. Haus

Datum 26 Dec 2022
Der Rahu im 12. Haus

Ergebnisse, die Rahu im zwölften Haus des Horoskops gibt

Rahu im 12. Haus. Diese Stellung weist auf ein Interesse an okkulten Gegenständen hin, auf häufige Reisen und auf das Wohnen an vielen verschiedenen Orten. Sie haben Sodbrennen, schwache Augen und einen unruhigen Schlaf oder auch seltsame Träume. Die klassischen Texte erwähnen geheime Einkommensquellen, ein geringeres Niveau sexueller Genüsse als zur Befriedigung nötig, und die Fähigkeit, anderen gut zu dienen. (Tom Hopke)


Rahu im 12. Haus und Ketu im 6. Haus: das 12. Haus zeigt mehr die Entfernung, die Isolation, die Leiden, die Krankheiten. Rahu ist ein Gesetzesbrecher. Rahu im 12. Haus gibt Probleme mit dem Gesetz und Gerichtsverfahren. Das ist eine typische Stellung für das Kriminelle. Rahu im 12. Haus gibt nicht immer eine Haftstrafe. Rahu lässt den Menschen an solche Orte geraten, an denen die Menschen leiden oder in Isolation sind, wie zum Beispiel das Gefängnis, das Krankenhaus, die Klöster, die Altenheime und so weiter. Mitunter finden Menschen mit einer solchen Stellung Arbeit an diesen Orten. Eine solche Stellung Rahus lässt sich bei Gerichts- und Medizinarbeitern und bei Freiwilligen beobachten. Solche Menschen reisen oft in ferne Länder und leben fern von ihren Angehörigen.

Steht Rahu im 12. unter dem Aspekt von Übeltätern, so muss der Mensch, selbst wenn er sich im Ausland befindet, dennoch einen schweren Weg gehen. Besonders muss man in der Periode der Maha-Dasha Rahus sehr vorsichtig sein. Das 12. Haus zeigt den Tod und Moksha. Rahu im 12. Haus bedeutet, dass der Mensch sich in diesem Leben mit geistigen Praktiken befassen muss. Rahu gibt dem Menschen Probleme, damit er begreift, in welche Richtung er sich bewegen muss, um die Leiden loszuwerden.Das 12. Haus zeigt auch die Verluste und die Befreiung. Um die Befreiung zu erlangen, muss man die materiellen Anhaftungen loswerden. Wir sehen Rahu im 12. Haus bei jenen Menschen, die stark nach der ewigen Freude streben. Bei vielen Mönchen, Priestern und Asketen lässt sich Rahu im 12. Haus sehen. (Mahesh Dharmadasa)


Rahu im 12. Haus

Verschwendung, viele Ausgaben, unfromme Handlungen, Glück im Ausland, viele Fahrten, Interesse am Okkultismus. (Indubala)


Rahu im 12. Haus: er lebt fern von der Heimat, leidet unter beständigen Unwohlseinszuständen, schläft schlecht, ist unmoralisch und nicht religiös. Verschwenderisch, die Ausgaben übersteigen die Einkünfte. Trennung von der Frau, geheime unmoralische Handlungen, Erfolg in den okkulten Wissenschaften, schwer zu diagnostizierende Erkrankungen, Gefahr durch Wasser. (Sri Govind Swarup Agarwal)


Rahu im 12., Ketu im 6. Haus: die karmische Aufgabe

Diese Stellung der Knoten kann den Menschen mehr als jede andere von einem Extrem in das andere stürzen. Diese Stellung macht die Grenze zwischen Genialität und  Wahnsinn, zwischen Selbstbewusstsein und Paranoia beinahe unmerklich. Diese Extreme auszugleichen ist recht schwer,  und oft liegt auf solchen Menschen das Siegel einer unüberwindlichen Vorbestimmung.

Rahu im 12. Haus betont die Bedeutung der Anzeiger des 12. Hauses für den Menschen, solcher wie die Empfänglichkeit, die Erdichtungen, die Abgeschiedenheit, das Schicksal, die vergangenen Leben, das Karma, die Flucht vor der Realität, ein übermäßiges Nachgeben gegenüber den Gefühlen, das Streben nach Luxus, die Verluste, die Aufwendungen, die Wohltätigkeit, die Verbindung zum Ausland, die Einschränkungen, die Einkerkerung, die Verbindung zu den feinen Ebenen des Seins, die Phantasie, die Paranoia, das Unterbewusstsein, die Träume, die Visionen, die Trauer, die Entsagung, die Befreiung.

Nimmt man alle oben aufgeführten Anzeiger des 12. Hauses in Betracht und stellt sich vor, dass sie zur Grundlage des Tätigkeitsfeldes für einen solchen Menschen werden, so wird klar, warum selbst erhabene Seelen mit dieser Kombination der Knoten nur mit Mühe zurechtkommen.

Gewöhnlich gewöhnen sich solche Menschen leicht an Intoxikationen jeder Art, und das Rauchen ist eine wahre Geißel für sie. Bei ihnen entstehen oft Wünsche, ihr Ego in einem Meer von Illusionen aufzulösen, die von einem übermäßigen Nachgeben gegenüber den eigenen Gefühlen hervorgerufen sind. Ein starker Aszendent kann die schlechten Ergebnisse dieser Stellung der Knoten verringern. Die Hälfte der Probleme lässt sich lösen, wenn ein solcher Mensch sich des Alkohols und der Drogen enthalten kann. Ebenso soll er nicht blind den Anweisungen religiöser Organisationen folgen.

Die positive Seite dieser Verbindung ist das häufig zu treffende Interesse des Nativen an übernatürlichen Kräften, und sie erlaubt ihm, über die Grenzen unserer alltäglichen Realität hinauszublicken.

Menschen mit einer solchen Stellung werden oft Ärzte, Heiler, Krankenpfleger, Medien, Prediger, Berater, Anwälte, Sozialarbeiter, Politiker, Ermittler und Gesetzgeber. Rahu im 12. bringt auch irgendeinen ausländischen Einfluss mit sich, der mit den Anzeigern des Dispositors Rahus oder mit den Anzeigern der mit Rahu verbundenen Planeten zusammenhängt. Diese Stellung der Knoten gibt auch die seltsamsten Krankheiten und  Störungen.

Ketu im 6. gibt weltliche Reichtümer und Macht. Die Wahrscheinlichkeit dafür wächst, wenn der Jupiter über einen Aspekt oder eine Verbindung mit Ketu verbunden ist.

Ketu im 6. bewegt den Menschen dazu, von seinen Untergebenen allzu viel zu erwarten. Ihm selbst fällt es ebenso schwer, fremden Befehlen zu folgen, und er fühlt sich bei einer gewöhnlichen Arbeit von 9 bis 18.00 Uhr schlecht. Für seine Mentalität passt ein unabhängiges Unternehmertum besser.

Dem Nativen ist es nicht zu empfehlen (da er eine solche Neigung hat), sich besonders in die Themen des 6. Hauses zu versenken, solche wie: Krankheiten, Diener, Feinde und so weiter. Solche Menschen haben keinen Mangel an Feinden, die sie selbst geschaffen haben oder die das Schicksal geschickt hat, und oft fehlt es ihnen in den Beziehungen zu ihren Gegnern an Diplomatie.

Ketu im 6. gibt dem Menschen klare Begriffe von Arbeitsethik, Reinheit und Moral, und das bewegt den Nativen dazu, seine Urteile zu äußern und anderen seine Ideen aufzudrängen.

Die einem solchen Menschen eigene Willenskraft erlaubt ihm, früher oder später seine Ziele zu erreichen. Doch muss er seine Antriebe zügeln, seinen Einfluss auf alles um sich her auszudehnen.

Die karmische Aufgabe für diese Stellung ist es, zu lernen, die Früchte des 6. Hauses (die intensive Arbeit, den Dienst der Untergebenen, das Überwinden von Schwierigkeiten) in das Bett des 12. Hauses zu lenken, das heißt, all das mit dem höchsten Ziel des Lebens zu verbinden und sich zu bemühen, es so zu machen, dass all das der endgültigen Befreiung dient.


«Bhrigu-Sutra» 8.31-32

Bei einer solchen Stellung der Schattenplaneten sind Augenkrankheiten möglich. Der Horoskopeigner wird wenige Kinder haben. Er begibt sich nach seinem Tod in die niederen Welten.

Andere Meinungen bezüglich Rahus im 12. Haus:

«Phaladipika»: Rahu im 12. Haus — unfromme Handlungen und Verschwendung.

«Chamatkar-Chintamani»: Rahu im 12. Haus — Armut, Misserfolge und Freundschaft mit böswilligen Menschen.

Anmerkung: Bhrigu Muni gibt für die Stellung Rahus und Ketus in den verschiedenen Häusern dieselben Eigenschaften an. Seine Meinung beruht darauf, dass diese Planeten stets im siebten Haus voneinander stehen und beide einen Einfluss auf das Haus ausüben. Doch die anderen klassischen Texte, außer der «Brihat-Jataka» und der «Saravali», welche die Ergebnisse der Stellung der Schattenplaneten in den Häusern des Horoskops nicht beschreiben, halten an einer anderen Meinung fest.

Wir möchten einige wichtige Bemerkungen hinzufügen, welche die Stellung Rahus und Ketus in den Häusern des Horoskops betreffen. Hinsichtlich der Eigenschaften dieser Planeten gibt es drei Hauptmeinungen: 1) sie wirken wie der Herrscher des Zeichens, das sie einnehmen, 2) ihre Natur ist der des Mars und des Saturn ähnlich, sowie 3) die unten angeführte Ansicht des Kalidasa. Ein erfahrener Astrologe versteht intuitiv, welche Einflüsse die Schattenplaneten leiten, wenn er ein Horoskop analysiert oder Prognosen erstellt.

Stützt man sich auf das berühmte klassische Werk des Kalidasa «Uttara-Kalamrita», so lässt sich sagen, dass diese Planeten, da sie Schattenplaneten sind, nicht als Herrscher irgendwelcher Häuser oder Zeichen betrachtet werden. Stehen Rahu und Ketu in Verbindung (in einem Zeichen) mit einem Planeten, so nehmen sie dessen Eigenschaften an, werden zu Leitern seiner Energie und wirken in ihren Perioden, oder Bhuktis, wie dieser Planet. Gehen die Schattenplaneten keine Verbindung ein, so geben sie die Ergebnisse des Planeten, der sie aspektiert. Und nur dann, wenn Rahu und Ketu weder verbunden noch von Planeten aspektiert sind, wirken sie wie der Herrscher des Zeichens, in dem sie stehen.

Stehen einer der beiden Knoten und der Herrscher einer Trikona in Verbindung im 9. oder 10. Haus, oder steht einer von ihnen im 9. und der andere im 10., so bildet sich ein günstiges Yoga, das dem Horoskopeigner Gedeihen bringt. Tritt dabei ein verderblicher Planet in Verbindung mit einem der Schattenplaneten oder aspektiert er ihn, so erweist sich das Bhukti [der Unterperiode] des Yoga-Karaka als ungünstig.

Und eine letzte Bemerkung. Rahu und Ketu werden segensreich, wenn sie die Positionen einer Trikona oder einer Kendra vom Lagna aus einnehmen. Die Schattenplaneten erweisen sich auch dann als wohltätig, wenn sie mit den Herrschern eines Hauses einer Trikona oder eines Quadranten verbunden sind. Ist der Herrscher des 9. Hauses dabei aber auch Herrscher des 8. (im Falle der aufgehenden Zwillinge) oder des 12. (im Falle der aufgehenden Waage), und ebenso, wenn sich die Herrscher des 9. oder 10. Hauses mit den Herrschern des 8. und des 12. Hauses verbinden, so gehen die segensreichen Ergebnisse des Yoga verloren.

«Bhrigu-Sutra» mit Kommentaren von Indubala


«Jataka-Bharanam» 17.98

Ergebnisse der Stellung Rahus im 12. Haus

Da Rahu in der 12. Bhava steht, gibt er Krankheiten der Augen, Wunden an den Füßen, macht den Menschen zu einem Betrüger, macht ihn liebend (verliebt). Er liebt unmoralische Menschen und lässt gewöhnliche Menschen sich selbst dienen.

Kommentare: Die 12. Bhava [das Haus] ist die Bhava des linken Auges und des linken Fußes. Steht Rahu in dieser Bhava, so besteht für den Menschen stets die Gefahr, in diese Organe eine Infektion einzuschleppen. Rahu im 12. Haus gilt als ungünstig für die Finanzen. Der Mensch wird viel Zeit auf etwas Unproduktives verwenden. Es besteht die Wahrscheinlichkeit plötzlicher Unannehmlichkeiten auf Fahrten und Reisen. Rahu in dieser Bhava gilt auch für die Gesundheit der Frau des Menschen als ungünstig.