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1. Haus des Horoskops

Datum 20 Jan 2023
1. Haus des Horoskops

Das erste Haus des Horoskops zeigt am deutlichsten die Natur des Menschen in dieser Verkörperung und ist zuständig für: das eigene «Ich», die Persönlichkeit, die Gesundheit, die Lebenskraft, die Lebensenergie, die Lebensdauer, den Körperbau und das äußere Aussehen, die Figur, den physischen Körper, die Haare, den Charakter, das Wesen, das Temperament, die innere Natur, die Vorzüge, den Intellekt, die Freude, den Erfolg oder Misserfolg in den Angelegenheiten, das Glück, das Gedeihen, den allgemeinen Stand der Dinge, den Ruhm (zusammen mit dem 10. Haus und der Sonne), den Lebensbeginn, die Kindheit, das Alter, die äußere Umgebung.

Das Lagna (der Punkt im aufsteigenden Tierkreiszeichen, das das erste Haus einnimmt) spielt in der Karte die allerwichtigste Rolle und bestimmt die Stärke des Horoskops.

Die Schädigung des Lagna oder des Lagnesha (des Herrschers des 1. Hauses) durch einen Badhaka-Planeten (einen Planeten, der der Herrscher des Hindernis-Hauses in der Karte des Menschen ist) schlägt gleichsam ein Loch in das Horoskop, durch das die Lebensenergie entweicht. Die Stellung eines verbrannten Planeten am Aszendenten erlaubt nicht, vollen Erfolg im Leben zu erreichen, und verdirbt merklich das Eheleben. Je positiver das aufsteigende Zeichen ist, desto länger wird der Mensch leben, desto mehr werden ihn einflussreiche Menschen achten und desto glücklicher werden die verschiedenen Zufälle auf seinem Lebensweg sein.

Aspektiert der Lagnesha sein Haus, so wird der Mensch sehr talentiert und wohlhabend sein und wird der Stolz seiner Familie werden. Erhält das Lagna einen Aspekt eines günstigen Planeten, so wird alles im Leben des Menschen gut sein. Ein schädlicher Aspekt aber verschlechtert die Lebensperspektiven.

Das 1. Haus — als das wichtigste! — gehört sowohl zu den Häusern Kendra (das 1., 4., 7., 10. Haus — das Fundament des Horoskops oder die Häuser des Aufenthalts Vishnus) als auch zu den Häusern Trikona (das 1., 5. und 9. — die Häuser des Glücks oder die Häuser des Aufenthalts Lakshmis). Die Trikona-Häuser gehören auch zur Kategorie der Häuser des Dharma (das 1., 5. und 9.) Haus.

Siehe auch: Der Aszendent oder das Lagna in der vedischen Astrologie >>

Das erste Haus des Horoskops — die Anzeiger

Die Karakas des 1. Hauses: die Sonne (Gesundheit, Energie, Lebensdauer); der Mond (der Körper); der Mars (der Schädel).

Signifikationen: Die oberflächliche Ebene — der physische Körper. Die feinstoffliche Ebene — der Körperbau, die Gesundheit.

Der Jupiter und der Merkur erhalten hier die Kraft der Richtung. Das Haus des eigenen «Ich» (zusammen mit dem 3., 10. und 11.)

Verwandte, die durch das Haus dargestellt werden: der Vater der Mutter, die Mutter des Vaters.

Körperteile: der Kopf, der obere Teil des Gesichts, die Haare, die Haut, der Hals, das Becken.

Drekkanas: 1 — der Kopf, 2 — der Hals, 3 — das Becken.

Tanu-Bhava (der Körper).

Faktoren, die den Aszendenten verstärken:

  • die Stellung günstiger Planeten in ihm;
  • Aspekte günstiger Planeten;
  • günstige Planeten zu beiden Seiten des Lagna.

Faktoren, die den Aszendenten schwächen:

  • die Stellung ungünstiger Planeten in ihm;
  • Aspekte ungünstiger Planeten;
  • ungünstige Planeten zu beiden Seiten des Lagna;
  • die Stellung eines ungünstigen Planeten in der Navamsha oder der Drekkana.

Anmerkung: Hier ist die natürliche Günstigkeit der Planeten gemeint.

Der Lagnesha (der Herrscher des 1. Hauses) erhält Kraft, wenn er:

  • sich in seinem Haus befindet;
  • in Gesellschaft befreundeter Planeten gelegen ist;
  • ins 11. Haus fällt;
  • zwischen günstigen Planeten eingeklemmt ist;
  • günstige Aspekte erhält;
  • erhöht ist;
  • in der Navamsha in ein befreundetes Zeichen fällt;
  • in der Drekkana ein befreundetes Zeichen einnimmt;
  • mit günstigen Planeten verbunden ist;
  • in einem befreundeten Zeichen gelegen ist;
  • sich in einem Kendra oder Trikona befindet.

Der Lagnesha ist geschwächt, wenn er:

  • ein unpassendes Zeichen einnimmt;
  • sich in Verbindung mit ungünstigen Planeten befindet;
  • ins 3., 6., 8. oder 12. Haus fällt;
  • zwischen ungünstigen Planeten eingeklemmt ist;
  • schädliche Aspekte erhält;
  • in Fallstellung oder verbrannt ist;
  • in den Karten Navamsha oder Drekkana im Zeichen eines feindlichen Planeten gelegen ist.

Der Herrscher des ersten Hauses (der Lagnesha) in den Häusern des Horoskops

Das 1. Haus gilt als günstig. Und wo auch immer der Herrscher des 1. Hauses gelegen ist, dort wird der Bereich der Lebendigkeit und des Interesses sein. Und die Angelegenheiten dieses Hauses werden gedeihen. Jedoch sollte man auch die Natur und die Stellung des Herrschers im Zeichen betrachten. Der Mars und der Saturn bringen nicht solchen Nutzen wie die Venus oder der Jupiter, und da sie schädlich sind, können sie natürlich Schaden zufügen. Hinsichtlich der Zeichen kann man Folgendes sagen: Der Merkur als Herrscher des Aszendenten wird in der Jungfrau ganz andere Ergebnisse geben als in den Fischen. In der Jungfrau ist der Merkur in Erhöhung und gibt vortreffliche Ergebnisse, während er in den Fischen, dem Zeichen seines Falls, völlig entgegengesetzte Wirkungen geben wird. Außerdem kann der betrachtete Planet, wenn er von mehreren schädlichen Planeten aspektiert wird, keine guten Ergebnisse geben. Der Schlüssel zur astrologischen Arbeit ist die Betrachtung der Vielzahl von Einflüssen, die in jeder Stellung enthalten sind.

Der Herrscher des 1. Hauses im 1. Haus:

Sein eigener Herr, egozentrisch, genießt Bekanntheit und einen guten Ruf, unbeständig, furchtlos, überwindet die Gegner. Eine solche Position garantiert eine feste Gesundheit, lobenswerte persönliche Eigenschaften, ein langes und erfolgreiches Leben. Als erstes der Kinder wird gewöhnlich ein Sohn geboren. (Sri G. S. Agarwal)

Ein Planet in Svakshetra (im eigenen Haus). Eine glückliche Kindheit, ein guter Lebensbeginn, die Geburt in einer reichen oder edlen Familie, Festigkeit, Gesundheit, Kraft, Achtung, ein starkes Dharma, Glück, die Fähigkeit, eine Führungspersönlichkeit zu sein, Langlebigkeit. (James Braha)

Ein starker, anziehender Mensch, unabhängig im Geiste; wahrscheinlich eine doppelte Ehe. Solche Menschen können egoistisch sein oder ein übermäßig körperliches Bewusstsein besitzen. Diese Stellung gibt physische Kraft und weite Bekanntheit. (Tom Hopke)

Charakterstärke, Anziehungskraft, Unabhängigkeit, Egoismus, Probleme im Familienleben, mehrere Ehen. (Indubala)

Der Herrscher des 1. Hauses im 2. Haus:

Gebildet, ein Gelehrter, ein Missionar, anständig, gerecht, wohlhabend, verdient durch seine Arbeit, zeichnet sich durch edle Charakterzüge und einen erstaunlichen Weitblick aus, sorgt sich um das Wohlergehen seiner Familie, etwas kleinbürgerliche Interessen. Er leidet unter Feinden. Das erste Kind ist ein Junge. (Sri G. S. Agarwal)

Reichtum, eine gute Bildung, Gelehrsamkeit; Interesse und möglicherweise eine Karriere im Bildungswesen; ein glückliches Familienleben, Ehrlichkeit, eine gute Rede, rednerische Anlagen, Interesse an Finanzangelegenheiten. (James Braha)

Der Mensch wird sehr an das Familienleben gebunden sein und wird geschickt im Geldverdienen sein. Man sollte solche Eigenschaften wie Unruhe, Großmut und eine geringe Anzahl von Kindern erwarten. Es zeigen sich eine gute Bildung und die Fähigkeit der Voraussicht. (Tom Hopke)

Bindung an die Familie, die Fähigkeit, Geld zu verdienen, eine gute Bildung, Redegewandtheit, Praktikabilität, Vorsorglichkeit. (Indubala)

Der Herrscher des 1. Hauses im 3. Haus:

Mutig, einflussreich, weise, mitfühlend, ehrerbietig, reich, genießt Achtung, hat gute Freunde und Verwandte, betätigt sich wohltätig, reist viel, egozentrisch. (Sri G. S. Agarwal)

Vorteile von Brüdern und Schwestern, Kühnheit, Unternehmungsgeist, die eigenen Anstrengungen werden von Erfolg gekrönt, ein starker Wille, Beharrlichkeit, eine Natur mit starken Wünschen. Interesse und möglicherweise eine Karriere in Musik, Tanz oder Drama. (James Braha)

Ein kühner, freidenkender und freigebiger Mensch, mit geschickten Händen, mit einer eindrucksvollen Rede. Sie werden viele Ehepartner haben und werden einen geachteten Platz in der Gesellschaft einnehmen. (Tom Hopke)

Kühnheit, Geselligkeit, Glück, Verstand, eine Neigung zur Schriftstellerei oder ein Talent im Umgang mit Menschen, mehrere Ehen. (Indubala)

Der Herrscher des 1. Hauses im 4. Haus:

Schön, aus einer edlen Familie, sinnlich, wollüstig, ehrgeizig, glücklich, tut gute Taten, besitzt Grundeigentum und Familienbesitz, hat Erfolg dank der eigenen Anstrengungen, arbeitet nach dem Gebot des Herzens und nicht des Verstandes. Die Eltern des Menschen leben glücklich. (Sri G. S. Agarwal)

Die Persönlichkeit wird ein eigenes Haus, Land, Autos, Jachten und vielfältiges unbewegliches Eigentum erhalten, einen guten Status oder Bekanntheit, Achtung, Glück von der Mutter, ererbtes Eigentum, einen akademischen Grad, Langlebigkeit, eine gute Gesundheit, eine geistige Natur oder Interesse an Moksha (der endgültigen Befreiung). (James Braha)

Ein Mensch guter Herkunft, ein Eigentümer von Besitz; freundlich, populär. Diese Menschen sind gebildet, besitzen eine große Anzahl von Transportmitteln, sind an ihr Eigentum, an die häusliche Umgebung gebunden. (Tom Hopke)

Eine gute Herkunft, Herzlichkeit, Wohlwollen, Bindung an die Mutter und die Familie, Wollust. Der Besitz von Eigentum und Transportmitteln. (Indubala)

Der Herrscher des 1. Hauses im 5. Haus:

Er arbeitet in den Machtorganen, begeistert sich für Sport und verschiedenerlei angenehmen Zeitvertreib, erhält keine besondere Befriedigung aus der Vaterschaft, obwohl seine Kinder Erfolg im Leben erreichen. Höflich, neugierig, erhält Vergnügen aus schöpferischen Beschäftigungen. Bei Schädigung sind schwierige Beziehungen zu den Kindern möglich. (Sri G. S. Agarwal)

Der Herrscher des Dharma in einem anderen Haus des Dharma – günstig im Sinne eines starken Dharma, Vernunft, Gelehrsamkeit, erfolgreiche Investitionen, Reichtum, Glück, Erfolg, Achtung, ein hoher Status oder Bekanntheit, Glaube und Ergebenheit gegenüber Gott, die Kenntnis von Mantras, Interesse an religiösen Praktiken, hohe moralische Normen, edle Eigenschaften, Würde, Bescheidenheit. Gewinne von der Regierung oder der Politik. Ein großes Guthaben aus der vorangegangenen Inkarnation; die Vorbestimmung, demselben Weg zu folgen wie im vorangegangenen Leben. Diese Position vergrößert die Lebensdauer. (James Braha)

Ein scharfer Verstand, ein leidenschaftlicher Charakter. Misserfolge, die mit den Kindern verbunden sind. Aus solchen Menschen werden gute Lehrer und professionelle Diplomaten. (Tom Hopke)

Ein starker Intellekt, Emotionalität, pädagogische Neigungen. Möglich sind Probleme mit den Kindern. (Indubala)

Der Herrscher des 1. Hauses im 6. Haus:

Mut, ein königlicher Status, materielle Fülle, eine schwache Immunität, häufige Unpässlichkeiten, die Wahrscheinlichkeit von Schulden. Aufsteigende Stiere und Skorpione befreit eine solche Position von Krankheiten, beschenkt sie mit Geld und einem hohen Status, aktiviert dafür aber die Übelwollenden. Der Mensch befasst sich gern mit Sport, Ringen oder Yoga. (Sri G. S. Agarwal)

Gesundheitsprobleme, Schwierigkeiten, die Lebensdauer verringert sich, Unglück, Leiden, eine unglückliche Kindheit, ein ungünstiger Lebensbeginn; die Tendenz, gerichtlich angeklagt zu werden, wenn andere Anzeiger es bestätigen; eine Verbindung zum Onkel mütterlicherseits, schwere Arbeit. Interesse an speziellen Diäten oder heilerischen Praktiken und an der Selbstverbesserung. Die Arbeit ist ein lebenswichtiger Faktor, die Fähigkeit zu guten Verdiensten; der Reichtum kommt langsam und nach beharrlicher Arbeit, doch er kommt. (James Braha)

Auf ihrem Weg stoßen diese Menschen auf Hindernisse, auf Schulden, Krankheiten, Feinde, doch sie haben genug Kräfte, um sie zu überwinden. Sie handeln gut in der Position der Unterordnung, auf medizinischen oder militärischen Gebieten. (Tom Hopke)

Die Überwindung zahlreicher Hindernisse, Schulden, Kränklichkeit, der Sieg über die Feinde. (Indubala)

Der Herrscher des 1. Hauses im 7. Haus:

Ein guter Name und Popularität, eine frühe Ehe, das Fehlen eines Gefühls der Bindung an die Familie, viele öffentliche Feinde, ein erhöhtes Interesse am anderen Geschlecht. Ein solcher Mensch dürstet immer nach dem, was ihm nicht zugänglich ist. Eine Schädigung des Planeten wirkt sich schlecht auf die Lebensdauer der Gattin und auf die Finanzen aus. (Sri G. S. Agarwal)

Eine Liebesheirat. Ein vortrefflicher, reicher oder ergebener Ehepartner. Vorteile von der Familie des Ehepartners. Kraft, Glück und Achtung, da der Herrscher des Aszendenten im 7. Haus sein eigenes Haus aspektiert. Eine starke sexuelle Natur, starke Wünsche. Lange Reisen oder ein Leben in fremden Staaten. (James Braha)

Das Ergebnis werden Fähigkeiten zum Geschäft und viele Reisen sein. Möglich sind Leiden, die mit der Ehe verbunden sind. In einem späten Lebensstadium werden diese Menschen zu Asketen. Sie haben gute Fähigkeiten zur Wechselwirkung mit anderen Menschen; sie arbeiten zum Wohl der Gesellschaft. (Tom Hopke)

Geselligkeit, kommerzielle Fähigkeiten, viele Reisen, die Fähigkeit, gute Beziehungen zu anderen Menschen herzustellen. Möglich sind Probleme in der Ehe. (Indubala)

Der Herrscher des 1. Hauses im 8. Haus:

Er erhält Vergnügen aus der Erforschung der geheimen, verborgenen, geheimnisvollen Facetten des Lebens und okkulter Gegenstände, versteht es, einen sachlichen Rat zu geben, erreicht akademische Höhen. Ein Experte in Glücksspielen, knauserig, mit unsauberen Händen, lebt lange, ist aber oft krank, ausschweifend, geht heimliche Romanzen ein, erhält ein Erbe und finanzielle Vorteile aus der Ehe, hat schädliche und abscheuliche Gewohnheiten, neigt zum Suizid. (Sri G. S. Agarwal)

Eine schlechte Gesundheit, eine schwache Lebenskraft, ein kurzes Leben, ein unanziehendes Äußeres, das Fehlen von Selbstachtung, Schwierigkeiten, Leiden, eine unglückliche Kindheit, ein ungünstiger Lebensbeginn. Die Tendenz, angeklagt zu werden; eine gerichtliche Anklage, wenn andere Anzeiger es bestätigen. Möglich sind Unglücksfälle oder langdauernde Erkrankungen, große Schulden, das Fehlen von Anerkennung oder Bekanntheit. Vorteile vom Geld des Ehepartners, Gewinne von Versicherungsgesellschaften, Erfolg in den okkulten Wissenschaften oder im Yoga. Die Tendenz zu einem geistigen Leben, zum Asketentum oder zu Moksha. (James Braha)

Das dient als Zeichen für Leiden in der Jugendzeit und für sündhafte Anhaftungen wie Glücksspiel und ungesetzlichen Sex. Sie sind auf den Gebieten der transzendentalen Philosophie und der Psychologie gebildet; sie können einen guten Rat geben. (Tom Hopke)

Viele Leiden und Krisen im Leben, Kränklichkeit, eine Neigung zu außerehelichen Verbindungen, möglich ist Sittenlosigkeit. Interesse an Psychologie und Okkultismus. (Indubala)

Der Herrscher des 1. Hauses im 9. Haus:

Wohlstand, ein unglaubliches Glück, sattvische [d. h. gütige, reine oder edle] Taten, Gewinn vom Vater, jede Initiative endet mit Erfolg. Angenehm, gläubig, gebildet, redegewandt, reist viel, verhält sich gut zu den Stammesgenossen, hat Frau und Kinder, gefällt den Umstehenden. (Sri G. S. Agarwal)

Der Herrscher des Hauses des Dharma in einem anderen Haus des Dharma – sehr günstig. Ein glückliches Schicksal, Reichtum, Glück, Gedeihen, Hilfe vom Vater, der Erhalt des väterlichen Eigentums, hohe moralische Eigenschaften, eine religiöse Geisteshaltung, Barmherzigkeit, allseitige Achtung oder Bekanntheit, Gesundheit und Kraft, ein langes Leben, ein starkes Dharma. (James Braha)

Das ist ein Zeichen der Ergebenheit gegenüber Gott, ein Zeichen eines glückhaften Menschen, der fähig ist, gut zu sprechen, der einen guten Ehepartner und gute Kinder sowie ein gutes künftiges Leben hat. Sie sind großmütig und können anderen Menschen viel Gutes tun. (Tom Hopke)

Frömmigkeit, Glaube an Gott, familiäres Glück, Reichtum. (Indubala)

Der Herrscher des 1. Hauses im 10. Haus:

Bekanntheit, ein guter Name, königliche Ehren, ein durch die eigene Arbeit verdienter Reichtum, Erfolg in seinem Tätigkeitsbereich, ein glückliches Leben des Vaters. (Sri G. S. Agarwal)

Achtung oder Bekanntheit, eine gute Karriere, ein vortrefflicher Ruf, ein hoher Status, Gesundheit, Kraft, ein langes Leben, ein erfolgreiches Dharma, Reichtum. (James Braha)

Erfolg in der Arbeit und Ruhm, das sind Karma-Yogis — Menschen, die an sich und an die Wichtigkeit ihrer Tätigkeit glauben. Sie sind äußerlich anziehend, haben eine gute Herkunft, ihr Geist ist von ehrgeizigen Gedanken in Anspruch genommen. (Tom Hopke)

Ehrgeiz, Talente, Erfolg, Bekanntheit, Anziehungskraft, Unterstützung der Regierung. (Indubala)

Der Herrscher des 1. Hauses im 11. Haus:

Gute persönliche Eigenschaften, Einkünfte, Bekanntheit, viele Freunde, Liebesromanzen; er ist hauptsächlich auf sein persönliches Leben konzentriert. (Sri G. S. Agarwal)

Vorteile von den älteren Verwandten, eine Fülle günstiger Möglichkeiten, Erfolg beim Erreichen hoher Ziele und Wünsche, Reichtum, die Fähigkeit zu guten Verdiensten, eine Natur mit starken Wünschen. (James Braha)

Das sind einflussreiche Menschen, die ein gewisses Vergnügen aus der Hilfe für andere erhalten. Sie erhalten großen Gewinn infolge kommerzieller Tätigkeit. Sie haben einen Kreis einflussreicher Freunde. Sie sind glücklich, ihre Ziele werden von ihnen erreicht. (Tom Hopke)

Glück, die Erfüllung der Wünsche, eine gute Stellung in der Gesellschaft, eine hohe Protektion, gelungene Kapitalanlagen. (Indubala)

Der Herrscher des 1. Hauses im 12. Haus:

Zornmütigkeit, körperliche Unpässlichkeiten, Weisheit; nutzlose Ausgaben, obwohl diese Position insgesamt zur Verringerung der Ausgaben beiträgt. Die Möglichkeit einer Arbeit im Ausland. (Sri G. S. Agarwal)

Viele Schwierigkeiten, Unglück, Leiden, große Schulden, das Fehlen von Selbstsicherheit, ein unanziehendes Äußeres, eine schwache Gesundheit, eine geringe Lebenskraft, das Fehlen von Anerkennung oder Bekanntheit, eine unglückliche Kindheit, ein ungünstiger Lebensbeginn. Der Mensch wird jenen Ort verlassen, wo er geboren wurde. Die Tendenz, gerichtlich angeklagt zu werden, wenn andere Anzeiger es bestätigen; es kann Perioden der Freiheitsbeschränkung geben (Krankenhaus, Gefängnis, Kloster usw.). Ein gutes Sexualleben, ein Leben an «unbekannten Orten» (das heißt in entfernten Ländern wie Indien, Afrika u. a.). Eine Tendenz zum geistigen Leben, zum Asketentum oder zum Yoga. Erfolg in der Meditation oder im Yoga. Das Vollbringen guter Taten ohne die Absicht, in diesem Leben eine Belohnung zu erhalten, was für das Leben nach dem Tod günstig ist (das heißt für das Erreichen des Himmels), ein geringes Interesse am irdischen Leben – eine vortreffliche Stellung für die Selbstverwirklichung und das Erreichen der Erleuchtung. (James Braha)

Diese Menschen nehmen an Opfer- oder Wohltätigkeitsveranstaltungen teil. Entweder kraft der Umstände oder nach eigener Wahl verlieren sie ihre frühere Stellung und finden sich in einer ungewöhnlichen Umgebung wieder. Sie verspüren Interesse an der Selbsterkenntnis; sie schwanken, leiden infolge von Verlusten und wenden sich der entsagten Lebensordnung zu, um das absolute Wohl zu erreichen. (Tom Hopke)

Wohltätigkeit, Glück im Ausland, Verluste, eine Neigung zur Zurückgezogenheit. (Indubala)

Die Herrscher der Häuser des Horoskops im ersten Haus (im Lagna)

Der Herrscher des 1. Hauses im Lagna: sein eigener Herr, egozentrisch, genießt Bekanntheit und einen guten Ruf, unbeständig, furchtlos, überwindet die Gegner. Eine solche Position garantiert eine feste Gesundheit, lobenswerte persönliche Eigenschaften, ein langes und erfolgreiches Leben. Als erstes der Kinder wird gewöhnlich ein Sohn geboren.

Der Herrscher des 2. Hauses im Lagna: Er verdient durch eigene Anstrengungen, baut seine Zukunft selbst auf, ist nicht um Geld und Söhne gebracht, leidenschaftlich, lüstern, herzlos, grob, verfeindet sich mit den Verwandten, erlebt finanzielle Erschütterungen, arbeitet in Unterordnung.

Der Herrscher des 3. Hauses im Lagna: groß, mager, ungesund, kühn, mutig, mit hitzigem Temperament, sinnlich, erwirbt die Mittel zum Lebensunterhalt durch angespannte Arbeit, ist den Menschen nicht sehr freundlich gesinnt, rachsüchtig. Er kennt sich in Musik und Theater aus. Ist der Planet im Horoskop gut gelegen, so erarbeitet sich der Mensch selbst ein Vermögen und gilt als Experte auf dem Gebiet der Musik, des Tanzes und der Schauspielkunst.

Der Herrscher des 4. Hauses im Lagna: Belesenheit, eine gute Bildung, warme Beziehungen zu Vater und Mutter, das Vorhandensein von Grundeigentum, Immobilien und Transportmitteln, Edelmut, Furcht vor öffentlichen Auftritten, ein Gefühl innerer Harmonie. Nach einem langen und glücklichen Leben in der Ehe kann er zum Einsiedler werden. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass der Mensch ohne Erbe bleibt.

Der Herrscher des 5. Hauses im Lagna: Gelehrsamkeit, Unbeständigkeit des Charakters, Gier, die Freude der Mutterschaft/Vaterschaft.

Der Herrscher des 6. Hauses im Lagna: eine schwächliche Gesundheit (mit Ausnahme der Venus für das Lagna Stier), Wohlstand, Ehre und Achtung, Tugendhaftigkeit, Abenteuerlust. Er verfeindet sich mit Menschen aus seiner Umgebung.

Der Herrscher des 7. Hauses im Lagna: Der Partner wird dominieren, obwohl das Paar insgesamt gleichsam füreinander geschaffen ist; verborgene sinnliche Wünsche, er verfolgt verheiratete Frauen; aufgeweckt, feige, klagt über Unpässlichkeiten, die durch ein Ungleichgewicht der Vata-Dosha hervorgerufen werden.

Der Herrscher des 8. Hauses im Lagna: Krankheiten, körperliches Unbehagen, physische Defekte, Wunden. Diese Position macht den Menschen zum Atheisten, wirkt sich schlecht auf die Lebensdauer aus (Aspekte der Venus oder des Jupiter glätten diesen negativen Einfluss) und auf die Beziehungen zu den Vorgesetzten, fördert jedoch in einer Frauenkarte ein gedeihliches Eheleben.

Der Herrscher des 9. Hauses im Lagna: gebildet, glückhaft, berühmt, charismatisch, erfolgreich, wohlhabend, in der Gesellschaft geachtet, erhält staatliche Auszeichnungen, hat keine Feinde. Ein merklicher Einfluss des Vaters. In einer Frauenkarte ein Anzeiger der Häuslichkeit.

Der Herrscher des 10. Hauses im Lagna: ein Gelehrter, vornehm, eine schöpferische Natur. Die Einkünfte wachsen mit jedem Tag. In der Kindheit stößt er auf Not, Schwierigkeiten und ist oft krank.

Der Herrscher des 11. Hauses im Lagna: zufrieden mit dem Leben, wohlhabend, stets bei Geld, wird nach der Hochzeit erfolgreicher, spricht gut, aufrichtig, eine poetische und sattvische Natur.

Der Herrscher des 12. Hauses im Lagna: Er hat eine Schwäche für berauschende Substanzen, ist verschwenderisch, habgierig, ungesund, ein zerbrechlicher Körperbau, ein Ungleichgewicht der Kapha-Dosha (Probleme mit der Atmung, Tuberkulose, Lungenerkrankungen). Die Unternehmungen bringen nicht den erwarteten Gewinn.

Die Planeten im 1. Haus

Die Sonne im 1. Haus
Egoismus, Stolz, das Gefühl der eigenen Bedeutsamkeit, Unabhängigkeit, Energie, Liebe zu prunkvollen Zeremonien, zu Reisen, Begeisterung für die Politik, Schwierigkeiten im Familienleben. Diese Menschen verspüren einen Drang zu berühmten Menschen und können selbst berühmt werden. Sie können gute Führungspersönlichkeiten werden, sie haben vortreffliche organisatorische Eigenschaften, ein gutes Herz, sie sind verbindlich und verdienen Vertrauen. Sie lieben die Einsamkeit, dulden es nicht, wenn andere versuchen, sie zu leiten, nehmen aber selbst mit Vergnügen den Dienst anderer an. Sie sind mit einem Drang zur Selbsterkenntnis ausgestattet und streben danach, für irgendeine gute Sache zu arbeiten.

der Mond im 1. Haus
Ein sanfter und romantischer Charakter, Schönheit, Popularität, Empfindsamkeit, übermäßige mentale Aktivität, viele Reisen, Veränderungen im Leben. Das sind schöne, angenehme, liebesfähige Menschen, die zum Wohl der Gesellschaft arbeiten können. Ihr Familienleben ist in der Regel glücklich.

Der Mars im 1. Haus
Unternehmungsgeist, eine Neigung zum Wettbewerb, Energie, Sportlichkeit, Liebe zu Streitigkeiten, Probleme im Familienleben, Scheidungen oder mehrere Ehen. Diese Menschen sind ehrgeizig und tun alles, um ihre Ziele zu erreichen. Sie besitzen Eigentum, kennen sich in Mechanik aus, sind tapfer und unabhängig, leiden oft unter Feuer und Unglücksfällen; aus ihnen werden gute Brüder, Mitarbeiter oder Soldaten, die irgendeine Eroberung verteidigen.

Der Merkur im 1. Haus
Redseligkeit, Heiterkeit, Ordentlichkeit, Findigkeit, Auffassungsgabe, eine gute Bildung, Eile und Unruhe. Solche Menschen sind zum Geschäft fähig, haben viele Freunde, literarische Neigungen. Sie sehen harmlos aus, kleiden sich gut, lieben Medizin, Astrologie, Religion, Philosophie.

Der Jupiter im 1. Haus
Eine gute Gesundheit, Mut, ein langes Leben, ein anziehendes Äußeres. Sie sind gute Lehrer, Philosophen, vortreffliche Eltern. Sie können Angestellte oder Anhänger haben. Sie sind groß und vollschlank.

Die Venus im 1. Haus
Schönheit, Anziehungskraft, Charisma. Solche Menschen neigen zur Kunst, können gute Führungspersönlichkeiten oder Lehrer sein. Ihnen steht das Glück in Angelegenheiten zur Seite, die mit Autos und dem anderen Geschlecht verbunden sind. Ihre Gesundheit leidet infolge übermäßiger Begeisterung, des Missbrauchs von irgendetwas.

Der Saturn im 1. Haus
Zuverlässigkeit, Demut, Misserfolge in der Jugendzeit, familiäre Unstimmigkeiten, Langsamkeit, Skepsis. Solche Menschen passen sich gut an verschiedene Umgebungen an und verneigen sich vor allem Ausländischen.

Rahu im 1. Haus
Starke Gefühle, sexuelle Antriebe, Bekanntheit, Exzentrik, Unbeständigkeit, mehr als eine Ehe, Kritiksucht, destruktive Handlungen.

Ketu im 1. Haus
Die Fähigkeit, beharrlich für die Erreichung des Ziels zu arbeiten, Zerstreutheit, eine glühende Vorstellungskraft, eine mittlere Lebensdauer. Im Familienleben gibt es oft Konflikte; sie können sich für okkulte oder geistige Fragen interessieren.

Indubala Devi Dasi (I. W. Posdejewa) «Jyotish oder Vedische Astrologie».

Der gegenseitige Austausch zwischen den Häusern des Horoskops

Das 1. und das 2. — gute Charakterzüge und Manieren, Verstand, Enthusiasmus, Kraft, leichte Verdienste, Wohlstand, Großmut, freigebig mit Geschenken.

Das 1. und das 3. — Khala-Yoga, ein Posten in der Regierung, angespannte Arbeit, viele Gegner, eine beißende sarkastische Rede, Unbeständigkeit, ungeordnete Liebesverbindungen.

Das 1. und das 4. — an die Mutter gebunden, hat viel bewegliches und unbewegliches Eigentum, besitzt eigene Transportmittel.

Das 1. und das 5. — Vidya-Yoga, belesen, findig, ein Gelehrter, eine bekannte Persönlichkeit in seiner Familie, hört auf den Vater, hat gehorsame Söhne, gerät unter den Einfluss des Sohnes.

Das 1. und das 6. — ein fester Körperbau und eine feste Gesundheit, tapfer, einflussreich, eifersüchtig, übelwollend, raffgierig.

Das 1. und das 7. — anfällig für Frauen, arbeitet für den Vater oder für den Bruder seiner Frau.

Das 1. und das 8. — ein Draufgänger, ein Starrkopf, ein Rowdy, ein Glücksspieler, ein Betrüger.

Das 1. und das 9. — er genießt königliche Ehren, lebt im Ausland, betätigt sich wohltätig, dient seinem Lehrer, glaubt an Gott, vollbringt edle Taten.

Das 1. und das 10. — reich, vornehm, etwas geizig, ein unabhängiger Beruf oder ein eigenes Geschäft, große Gewinne, eigene Transportmittel.

Das 1. und das 11. — gebildet, wohlhabend, verdient auf ehrlichem Weg, gibt wenig aus, ist mit Geduld und Beharrlichkeit ausgestattet, lebt lange und tut gute Taten.

Das 1. und das 12. — zeichnet sich nicht durch besonderen Verstand aus, gierig, habgierig, zügellos, nicht weitblickend, äußerst unbeliebt, reist oder lebt im Ausland.

Beobachtungen zum ersten Haus und seinem Herrscher

  1. Die Stellung des Lagnesha im Nakshatra eines natürlich wohltätigen Planeten spricht davon, dass der Mensch alles im Leben selbst erreichen wird.
  2. Ein Lagnesha in Fallstellung findet sich in den Karten von Menschen aus armen Familien, jedoch verheißt die Aufhebung der Fallstellung einen gewaltigen, durch eigene Arbeit erworbenen Wohlstand.
  3. Ein Mensch mit Mond und Ketu im Lagna wird auf dem Weg intellektueller Überlegungen zur Weisheit kommen.
  4. Aufsteigende Widder und Skorpione haben ein hitziges Temperament und sind für Hämorrhoiden anfällig.
  5. Das Zusammentreffen der Herrscher aller Trikonas im 7. Haus zeigt eine merkliche Verbesserung der materiellen Lage nach der Hochzeit.
  6. Die Verbindung der Herrscher des 1., 5. und 9. Hauses im Lagna, im 4. oder 10. bildet eine mächtige Raja-Yoga.
  7. Der Lagnesha und der Jupiter im 4. schenken ein durch nichts getrübtes Glück.
  8. Die Stellung des Lagnesha in einem Upachaya-Haus verleiht dem Aszendenten Kräfte, unter der Bedingung, dass es in der Karte keine Shakata-Yoga gibt.
  9. Fällt das Lagna in ein Nakshatra Rahus oder ist es geschädigt, so kann die Periode des Lagnesha sich als fatal erweisen.
  10. Die Stellung des Mondes mit Rahu am Aszendenten im Zeichen Skorpion verwandelt den Menschen in einen Vulkan  der Leidenschaften mit einem äußerst emotionalen und   unerträglichen Charakter, häufigen Stimmungswechseln und aus dem Nichts entstehenden Sympathien und Antipathien.
  11. Der Dispositor des Lagnesha spielt im Horoskop eine sehr wichtige Rolle: Ein starker Dispositor vergrößert das Potenzial eines schwachen Lagna, und ein geschwächter kann seinerseits sogar einen fest stehenden Herrscher des Lagna erschüttern.
  12. Ein verbrannter Lagnesha weist auf eine zerbrechliche Körperkonstitution hin.
  13. Personen mit einem in der Karte erhöhten Dispositor des Herrschers des Lagna bringen jenen Menschen Glück, mit denen sie zu tun haben, und jenen Orten, die sie besuchen.
  14. Der Mars als Herrscher des Aszendenten gibt ein jugendliches äußeres Aussehen und einen erhöhten sexuellen Appetit. Dieselben Wirkungen entstehen bei einer Stellung des Mars im Lagna.
  15. Hat der Merkur Bezug zum 1. Haus (als Herrscher oder dank der Stellung in ihm), so wird sich der Mensch wie ein Kind verhalten, selbst wenn er erwachsen wird.
  16. Der Mond im Zeichen Skorpion im Lagna weist auf eine argwöhnische und unbefriedigte Natur mit einer Zunge schärfer als eine Klinge hin.
  17. Wie viel Schaden der Herrscher des 8. Hauses einem Menschen zumessen kann, so viel Gutes kann ihm der Lagnesha zumessen.
  18. In der Dasha des Herrschers jenes Nakshatra, in dem das Lagna gelegen ist, geschieht ein Aufstieg in der Karriere.
  19. Ist der Aszendent in einer Papa-Kartari-Yoga eingeklemmt und erhält er zudem noch einen Einfluss des Saturn, so werden die Hauptwünsche des Menschen nicht verwirklicht werden.
  20. Ein rückläufiger Lagnesha gibt eine unkonventionelle Denkweise.
  21. Aufsteigende Zwillinge, Jungfrauen, Schützen und Fische zeichnen sich gewöhnlich  nicht durch  eine feste  Gesundheit aus,  obwohl die Stellung eines mächtigen günstigen Planeten in der Nähe der Lagna-Spitze das ausgleichen kann.
  22. Damit der Aszendent stark ist, braucht es einen Aspekt seines Herrschers, günstiger Planeten oder gemeinsame Aspekte von Jupiter und Merkur oder eines Yoga-Karaka oder auch eines erhöhten Planeten.
  23. Wichtige Punkte des Horoskops, die sich sehr wünschenswert in einem guten Zustand befinden sollten: das Lagna, das Mond-Lagna, der Atmakaraka, das Paka-Lagna (das Zeichen, in dem der Herrscher des Lagna steht) und der Lagnesha.
  24. Man sollte stets auf die Position des ursprünglichen Lagna in den Teilungskarten achten. Sein Aufenthalt in einem Kendra, einem Trikona oder im 11. Haus   der Varga wirkt sich positiv auf die Signifikationen dieser Teilungskarte aus. Das ursprüngliche Lagna sollte besser nicht ins 6.,  8. oder 12. Haus irgendeiner Varga fallen, sonst sinkt sein Potenzial, und der Mensch kann nicht in vollem Maße alle von der Teilungskarte versprochenen Früchte kosten.
  25. Wird das Lagna  vom Merkur, der Venus oder dem Jupiter beherrscht, der in einem Winkelhaus oder in einem Trikona gelegen ist, so werden dem Menschen solche Güter zuteil wie ein gesunder Verstand, ein langes Leben, Reichtum und die Protektion der Obrigkeit.

Einige Kombinationen, die mit den Anzeigern des ersten Hauses des Horoskops verbunden sind und den Zustand des Körpers des Menschen zeigen,

  • Ein Lagnesha in der eigenen Navamsha und in Verbindung mit einem günstigen Planeten garantiert einen gesunden Körper.
  • Ein geschwächter Lagnesha und im 1. Haus gelegene ungünstige Planeten berauben des körperlichen Komforts.
  • Die Verbindung des Lagnesha mit einem trockenen Planeten (der Sonne, dem Saturn oder dem Mars) macht den Menschen mager;
  • Ungünstige Planeten im Lagna in einem trockenen Zeichen (Widder, Löwe, Skorpion, Steinbock oder Wassermann) geben ebenfalls Magerkeit.
  • Der Dispositor des Lagnesha im 6., 8. oder 12. Haus weist ebenfalls auf Magerkeit hin.
  • Das Lagna und der Lagnesha unter dem Einfluss trockener und schädlicher Planeten (Rahu, Saturn und Mars) machen die Figur schlank.
  • Der Wuchs des Menschen hängt von der Natur jenes Zeichens ab, in dem der Lagnesha steht, sowie von den Eigenschaften der mit ihm verbundenen Planeten. Zwillinge, Löwe, Schütze und Wassermann geben einen hohen Wuchs; Widder, Jungfrau, Waage und Skorpion — einen mittleren; Stier, Krebs, Steinbock und Fische — Kleinwüchsigkeit. Die Position des Herrschers des Aszendenten am Anfang eines Zeichens macht den Menschen groß, näher zur Mitte des Zeichens — einen überdurchschnittlichen Wuchs, in der zweiten Hälfte des Zeichens — einen mittleren und unterdurchschnittlichen Wuchs, und wenn der Lagnesha bis zum Ende des Zeichens gelangt, wird der Wuchs klein sein. Der Merkur, Ketu und ein abnehmender Mond im Lagna verkürzen die Figur, der Jupiter gibt einen mittleren Wuchs, und der Saturn und Rahu — einen hohen.
  • Befindet sich der Lagnesha in einem hochwüchsigen Zeichen, so wird der Mensch groß sein.
  • Der Mond im 4. Zeichen vom Saturn im ersten oder letzten Grad eines Zeichens mit schnellem Aufgang weist auf eine nicht hohe Figur hin.
  • Ein günstiger Planet im Status eines Lagnesha in einem kurzen Zeichen gibt bei Fehlen irgendwelcher Aspekte einen niedrigen Wuchs; eine ähnliche Wirkung wird auch durch den Aspekt des Lagnesha aus einem kurzen Zeichen auf das Lagna beobachtet.
  • Ein Aspekt des Jupiter auf das Lagna schafft Übergewicht; ein Aspekt des Saturn macht schlank.
  • Ein Lagna unter Aspekten von Sonne und Mars gibt einen muskulösen festen Körper, unter dem Einfluss Rahus — einen hohen Wuchs, unter einem Aspekt des Mondes — eine etwas vollschlanke Figur, ein blasses Gesicht mit durchdringenden und umherschweifenden Augen. Ein Aspekt der Venus auf das Lagna schenkt Schönheit, Charme und Grazie; der Einfluss Ketus — einen kleinen Wuchs.

Der Mensch wird eine gute Gesundheit besitzen, wenn:

  • der Lagnesha, die Sonne, der Mond oder ein natürlich wohltätiger Planet den Aszendenten aspektieren;
  • das Lagna und sein Herrscher nicht geschädigt sind;
  • die Herrscher des 6., 8. und 12. Hauses in keinerlei Weise mit dem Lagna oder dem Lagnesha verbunden sind;
  • der Lagnesha nicht im 6., 8. oder 12. Haus gelegen ist.

Kombinationen, die die Merkmale des Menschen bestimmen

  • Schauen Sie, in welchem Zeichen   die Sonne in der Trimshamsha gelegen ist: Ihr Dispositor hat Bezug zur Guna des Menschen.
  • Über den Farbton der Haut kann man nach dem Herrscher des Navamsha-Zeichens des Mondes urteilen.
  • Menschen mit dem Lagna in geraden Sternbildern und dem Mond in ungeraden  besitzen einen zarten Körper, aber einen schnellen Verstand und maskuline Züge des Charakters. Die entgegengesetzte Wirkung hat die Stellung des Lagna in einem ungeraden Zeichen und des Mondes in einem geraden.

Der Körperbau

  • Die Verbindung des Lagnesha und des Herrschers des Mond-Lagna gibt einen festen Körperbau;
  • Befinden sich der Lagnesha zusammen mit einem günstigen Planeten in einem feuchten Zeichen (Stier, Krebs, Waage, Skorpion oder Fische) oder erhalten sie einen Aspekt eines Wasserplaneten (des Mondes oder der Venus) — so ist das ein Anzeiger einer festen Körperkonstitution;
  • Ein starker Lagnesha und gütige Planeten im 1. Haus, das Fehlen schädlicher Aspekte zum Lagna — ein gesunder Körperbau;
  • Der Jupiter befindet sich im Lagna oder aspektiert es, oder der Atmakaraka fällt in die Navamsha Zwillinge — eine gute Figur.

Alter und äußeres Aussehen

  • Ein Mensch mit Ketu in der 2. Bhava sieht älter aus als seine Jahre; dieselbe Wirkung erzeugen Rahu, der Saturn, die Sonne oder der Jupiter im Aszendenten;
  • Ist im Lagna der Mond oder die Venus gelegen, so entspricht das äußere Aussehen des Menschen seinem Alter;
  • Ein Mensch mit dem Mars im Lagna oder im 11. Haus sieht jünger aus als seine Jahre.

Die Glatzenbildung

  • Die Zeichen Stier oder Schütze im Lagna unter schädlichen Aspekten;
  • Das Lagna ist von einem ungünstigen Planeten besetzt und wird von einem solchen beherrscht;
  • Ein Aspekt des Mars auf den Mond im Krebs in einer Karte mit dem aufsteigenden Zeichen Löwe, Schütze, Skorpion oder Jungfrau;
  • Die Sonne am Aszendenten in den Zeichen Löwe, Schütze oder Wassermann;
  • Der Mars und Ketu im Lagna Löwe.

Die Schamlosigkeit

  • Die Verbindung von Mond und Merkur unter einem Aspekt des Mars;
  • Der Merkur mit der Venus im Lagna gegenüber dem Mars im 7.;
  • Der Jupiter in der 1. Bhava unter einem Aspekt des Mars;
  • Ein schwacher Mond zusammen mit dem Mars in einem Dusthana.

Die Unanständigkeit

  • Der Mars im 3. Haus ohne irgendwelche günstigen Aspekte;
  • Der Herrscher des 4. oder 9. Hauses im 6.;
  • Die Verbindung eines starken Mars mit dem Merkur;
  • Ein starker Merkur in Gesellschaft eines ungünstigen Planeten im 9. Haus;
  • Die Stellung des Herrschers des 10. Hauses im 8. oder 4.;
  • Das 4. Haus ist von ungünstigen Planeten umgeben;
  • Die Schädigung des 4. Hauses durch einen in ihm stehenden Übeltäter oder durch einen ungünstigen Aspekt;
  • Die Verbindung des Mars mit Rahu oder mit dem Saturn in der 4. Bhava.

Die Heuchelei

  • Der Merkur im Widder;
  • Die Verbindung von Rahu, Mars und Saturn in einem beliebigen Haus;
  • Der Lagnesha Merkur im 6.

Die Treuherzigkeit

  • Das 4. Haus im Zeichen eines günstigen Planeten oder von einem solchen besetzt oder unter günstigen Aspekten oder einfach in einem guten Zustand;
  • Der Planet im 4. Haus befindet sich in seinem Zeichen oder in Erhöhung, plus unter dem Einfluss eines günstigen Planeten;
  • Der Lagnesha besitzt Kraft oder befindet sich in der 4. Bhava in Gesellschaft wohltätiger Planeten;
  • Der Jupiter und die Venus im Lagna oder sie aspektieren es.

Die Schüchternheit/Feigheit

Der Aszendent unter einem Aspekt eines schwachen Mars.

Der Mut

Der Mars im 1., 7. oder 10. Haus.

Der Zorn

  • Ein schwacher Mars im 1. oder 7. Haus unter einem Aspekt des Saturn;
  • Die Stellung des Mars im Lagna oder im 7. Haus;
  • Der Lagnesha hat sich im 8. oder 12. Haus versteckt;
  • Ein geschwächter Herrscher des Mond-Lagna steht im 5. oder 9. Haus;
  • Der Aufenthalt Ketus im 3.;
  • Der gemeinsame Einfluss von Mars und Saturn auf den Lagnesha.

Die Nachsicht

  • Eine vom Mars aspektierte Sonne in einem Wasserzeichen;
  • Der Herrscher des 4. im Lagna oder der Lagnesha im 4. Haus;
  • Ein starkes 4. Haus oder die Stellung eines günstigen Planeten im 4.

Der Frohnatur

  • Das Navamsha-Lagna nimmt ein Zeichen des Merkur ein;
  • Der Merkur und der Mars verbinden sich in einem Zeichen des Saturn;
  • Die Opposition des Merkur im Lagna zum Jupiter im 7.;
  • Ein starkes 11. Haus oder die Stellung gütiger Planeten im 11. Haus;
  • Der Herrscher des 11. Hauses befindet sich am Aszendenten;
  • Das 11. Haus wird von einem starken wohltätigen Planeten beherrscht.

Ein erhöhter sexueller Appetit

  • Die Stellung der Venus im 7. Haus oder in den Zwillingen oder im eigenen Zeichen oder in ihrer Navamsha oder unter einem Aspekt eines ungünstigen Planeten;
  • Die Venus befindet sich in den Zeichen Fische oder Jungfrau und dabei im 6., 8. oder 12. Haus;
  • Der Herrscher des 2. Hauses befindet sich im 1., 5. oder 10.;
  • Die Verbindung von Mars und Venus in der Karte, wenn der Jupiter das 6. Haus beherrscht;
  • Gegenseitige Aspekte der Herrscher des 5. und 7. Hauses.

Der Ausgestoßene

  • Die Verbindung von Jupiter und Rahu unter einem Aspekt eines ungünstigen Planeten;
  • Die Fallstellung des Jupiter in der Radixkarte oder in der Navamsha.

Der Müßiggang oder die Faulheit

  • Die Verbindung von Jupiter und Saturn;
  • Das Lagna unter üblen Aspekten.

Die Glücklosigkeit

  • Ein schädlicher Planet im 12. Haus;
  • Ein sehr schwacher Lagnesha;
  • Der Herrscher des Lagna verbindet sich mit einem geschädigten Mars.

Schnelles Essen

  • Der Herrscher des 2. besitzt Kraft und schließt sich einem Benefic an;
  • Der Herrscher des 2. Hauses in einem beweglichen Zeichen;
  • Das 2. Haus befindet sich in der Gewalt eines günstigen Planeten oder unter dessen Aspekt.

Langsames Essen

  • Der Einfluss ungünstiger Planeten auf das 2. Haus (Stellung, Herrschaft, Aspekt);
  • Der Herrscher des 2. Hauses ist in einem fixen Zeichen gelegen.

Redegewandtheit oder Redseligkeit

  • Der Saturn im 7. Haus und der Mond im 10.;
  • Die Verbindung des Saturn mit der Venus im 2. Haus, unter der Bedingung, dass im Zeichen des Saturn die Sonne steht;
  • Der Merkur im Löwen im Horoskop eines Menschen, der am Tage geboren wurde;
  • Der Merkur im Krebs, wenn die Geburt nachts stattfand;
  • Der Herrscher des 2. Hauses befindet sich zusammen mit einem günstigen Planeten in einem Kendra oder Trikona;
  • Eine gut aspektierte Verbindung des Herrschers des 2. Hauses mit einem männlichen Planeten;
  • Die Stellung des Jupiter in der Navamsha des Merkur; ein Vargottama-Jupiter in Verbindung mit einem wohltätigen Planeten.

Der Charakter

  • aufsteigende Widder, Zwillinge, Löwen und Schützen — Extrovertierte;
  • aufsteigende Jungfrauen, Skorpione, Steinböcke und Wassermänner — Introvertierte;
  • aufsteigende Stiere, Krebse, Waagen und Fische sind gewöhnlich an die Familie gebunden und beklagen sich nicht über das Leben.

Das Risiko von Unglücksfällen

  • Die Verbindung des Lagnesha mit dem Herrscher der 22. Drekkana oder der 64. Navamsha vom Mond;
  • Der Lagnesha im Lagna unter einem Aspekt von Mars und Ketu.

Übrige Hinweise

  • Über die Merkmale des Menschen erzählt die Guna jenes Zeichens (Sattva, Rajas, Tamas), in dem der Mond in der Trimshamsha-Karte gelegen ist.
  • Die Guna des Zeichens, das die Sonne in der Trimshamsha einnimmt, kann einige Angaben über den Charakter, die Gewohnheiten und das Temperament des Menschen geben.
  • Der Mond im Widder, Stier oder Krebs am Aszendenten beschenkt den Menschen mit Schönheit und Reichtum.
  • Der Einfluss der Sonne auf das Lagna verringert die Menge der Haare, der Einfluss des Saturn aber gibt dichte Haare.

Zusätzliche Informationen über das erste Haus in der vedischen Astrologie

Hauptbedeutungen: Der Kopf und das Gesicht, das äußere Aussehen, der Körperbau und alles, was den Körper betrifft, das Leben, das Verhalten, der Charakter, die Gesundheit, die Langlebigkeit, der Ort und die Umstände der Geburt, die Kinder- und Jugendjahre, Ehre und Würde, der Ruhm, Freuden und Kümmernisse, das Prestige, die Stärke oder Schwäche (sowohl des Körpers als auch der Persönlichkeit), der Sieg über die Feinde, die Tugendhaftigkeit.

Verbreitete: Besondere Merkmale, die Haut und die Haare, die Harmonie, die Proportionalität in allen Erscheinungsformen, die Achtung, die Autorität, der allgemeine Glanz und die Pracht oder umgekehrt der Verlust der Autorität, Schande und Unehre; die Kaste, der gesellschaftliche Status, verschiedene Vorteile oder deren Fehlen, das Vorhandensein oder Fehlen von Schutz, von Protektion; die Verdienste, die Mittel zum Lebensunterhalt, die Hilfe seitens der Verwandten; der Großvater mütterlicherseits und die Großmutter väterlicherseits; die Gegenwart, neue Unternehmungen, die Politik, die Fähigkeiten und Neigungen, das Denken, Krankheiten und Unglücksfälle, die Genesung, das Leben im Ausland, die Neigung, den Umstehenden Beleidigungen zuzufügen.

Seltene: Schlaf und Träume, Träumereien, Glücksspiele, Wissen, das Greisenalter, der Magen (seine Erkrankungen usw.).

Anmerkungen: Wie wir aus dieser Liste sehen, werden nach dem ersten Haus bisweilen Schlüsse über einige Fragen gezogen, die im Allgemeinen in die Zuständigkeit anderer Häuser fallen. Zu ihrer Zahl gehören insbesondere solche «Gegenstände» wie Ehre und Würde, Ruhm, Beruf und Verdienste — Fragen, die man gewöhnlich dem zehnten Haus zuschreibt; Krankheiten und der Sieg über die Feinde (das sechste Haus); das Glücksspiel, die Prozesse des Denkens und Unterscheidens (das fünfte Haus) usw.

Da das erste Haus als Mikrokosmos Bezug zu praktisch allen Themen des Horoskops hat, färbt jeder Planet, der auf die eine oder andere Weise mit dem Aszendenten verbunden ist (der am Aszendenten gelegen ist oder ihn aspektiert oder, was weniger bedeutsam ist, mit dem Planeten — dem Herrscher des ersten Hauses — verbunden oder durch einen Aspekt mit ihm verbunden ist), unvermeidlich mit seinen Eigenschaften alle Seiten des Lebens des Eigners dieser Karte.

Wenden wir uns den seltenen Bedeutungen des ersten Hauses zu, so können wir bemerken, dass die Träume, Hoffnungen oder Bestrebungen des Menschen als eine dieser Bedeutungen in beträchtlichem Maße vom Charakter der Planeten abhängen werden, die auf den Aszendenten des Horoskops einwirken. Die Neigung zum Glücksspiel ist bei manchen Menschen nichts anderes als eine der Erscheinungsformen ihrer allgemeinen Neigung zum Risiko. Was aber das Wissen betrifft, so ist der Aszendent des Horoskops in der Lage, den Grad der Fähigkeit des Menschen zur Aufnahme und Verarbeitung von Informationen zu zeigen.

Robert Svoboda)

Das 1. Haus des Horoskops

Das erste Haus ist mit dem «Ich» des Horoskopeigners verbunden. Es kennzeichnet die Grundlagen unseres Selbstausdrucks im Leben und unser physisches Äußeres. Auf Sanskrit heißt es Tanur-Bhava, was «das Haus des Körpers» bedeutet. Das erste Haus ist der Hauptfaktor, der unsere physische Konstitution bestimmt, und es zeigt zugleich unseren Platz im Leben insgesamt. Da mit ihm die Zählung der Häuser beginnt, ist es das Haus der Geburt und ein Symbol unserer Herkunft. Seine starke Schädigung bedeutet, dass die Mutter des Horoskopeigners eine schwere Geburt hatte; ein Neugeborenes mit einem stark geschädigten ersten Haus kann im Säuglingsalter sterben. Das erste Haus bestimmt unsere angeborene physische Lebenskraft. Die Schwäche des ersten Hauses ist der Hauptanzeiger einer schwachen Gesundheit.

Die Sonne zeigt, wer wir sind, indem sie die Grundlagen unseres Charakters, unsere Individualität kennzeichnet. Der Mond beschreibt unsere Wechselbeziehungen zu anderen Menschen und bestimmt, wie wir unser «Ich» auf der kollektiven Ebene bekunden, in den Beziehungen zu Freunden und zur Familie. Das erste Haus und der Aszendent aber erlauben zu verstehen, wie wir in der Öffentlichkeit erscheinen, welchen allgemeinen ersten Eindruck wir auf die Welt insgesamt machen. Auf diese Weise bestimmt der Aszendent die ganze Struktur unserer äußeren Erscheinungsformen im Hinblick auf die Persönlichkeit und den physischen Körper. Negative Aspekte zum ersten Haus erzeugen psychische Störungen und physische Leiden.

Damit ein Mensch bedeutende Vollbringungen im Leben erreicht, ist es notwendig, dass sowohl das erste Haus als auch sein Herrscher hinreichend stark sind. Ein starkes erstes Haus unterstützt uns in allen Handlungen (besonders in jenen, die mit der Karriere, der beruflichen Berufung und dem Dharma insgesamt verbunden sind), da sich gerade auf ihm unser Selbstbewusstsein gründet. Ähnlich dem zehnten Haus ist es mit solchen Themen verbunden wie der Ganzheit der Persönlichkeit, den Ehren, dem Ruhm und der gesellschaftlichen Anerkennung.

Die Häuser, mit denen das erste Haus verbunden ist, bestimmen die Hauptbereiche der Bekundung unserer Persönlichkeit in der Außenwelt. Die Verbindung des ersten Hauses mit dem neunten weist auf eine hohe Sittlichkeit oder Geistigkeit hin, mit dem sechsten oder achten — auf Krankheiten, mit dem zweiten oder elften — auf Reichtum und so weiter, in Übereinstimmung mit der Natur der Häuser. Durch die Vermittlung des ersten Hauses erhalten die Energien der Planeten Zugang zu unserem «Ich» und werden zum Teil unseres Lebens. Der Aszendent ist der allgemeine Signifikator des Horoskopeigners als solchen. Das ist das Instrument, mittels dessen wir unser «Ich» in der Außenwelt bekunden. Das ist der allerwichtigste Faktor der Karte, von dessen Stärke oder Schwäche in erster Linie die Interpretation des ganzen Horoskops abhängt.

(«Die Astrologie der Seher» — David Frawley)

DAS ERSTE HAUS: TANU BHAVA – DAS HAUS DES KÖRPERS

Das 1. Haus entspricht einem Feuerzeichen und heißt deshalb das Haus des Dharma (der Pflicht und des Lebensziels).

Dharma, Geburt, Äußeres, Wohlergehen, Bekanntheit, Charakter, Stellung, die grundlegenden Tendenzen der Persönlichkeit, Wohlstand, Kraft, Langlebigkeit, Gesundheit, Willenskraft, Verhalten, Würde, Selbstachtung, Gesicht, Kopf, Glück, frühe Kindheit und Lebensbeginn — das sind alles Anzeiger des 1. Hauses.

Das 1. Haus ist äußerst wichtig, da es der wichtigste Unterscheidungsfaktor zwischen Menschen ist, die am selben Tag geboren sind. Es stellt den persönlichsten Teil des Horoskops dar. Es zeigt, wie der Mensch von der Welt aufgenommen wird, ob er Anerkennung für seine Errungenschaften erlangen und Bekanntheit oder Status erhalten kann. Es beschreibt die Persönlichkeit, das Temperament, die Stellung und die Neigungen. Es spricht von der Selbstsicherheit, der Selbstachtung und dem Selbstwertgefühl.

Der Planet, der das 1. Haus beherrscht, beschreibt die Natur der Persönlichkeit und in beträchtlichem Maße ihre Neigungen. Fällt das 1. Haus in die Waage, die von der Venus beherrscht wird, so kann die Persönlichkeit künstlerisch, romantisch, leidenschaftlich usw. sein. Ist das 1. Haus im Steinbock, so affiziert der Saturn die Position, und die Persönlichkeit wird sich als ernsthaft erweisen und eine Neigung zu Geschäft und Karriere haben.

Das 1. Haus gilt als günstig. Und wo auch immer der Herrscher des 1. Hauses gelegen ist, dort wird der Bereich der Lebendigkeit und des Interesses sein. Und die Angelegenheiten dieses Hauses werden gedeihen. Jedoch sollte man auch die Natur und die Stellung des Herrschers im Zeichen betrachten. Der Mars und der Saturn bringen nicht solchen Nutzen wie die Venus oder der Jupiter, und da sie schädlich sind, können sie natürlich Schaden zufügen. Hinsichtlich der Zeichen kann man Folgendes sagen: Der Merkur als Herrscher des Aszendenten wird in der Jungfrau ganz andere Ergebnisse geben als in den Fischen. In der Jungfrau ist der Merkur in Erhöhung und gibt vortreffliche Ergebnisse, während er in den Fischen, dem Zeichen seines Falls, völlig entgegengesetzte Wirkungen geben wird. Außerdem kann der betrachtete Planet, wenn er von mehreren schädlichen Planeten aspektiert wird, keine guten Ergebnisse geben. Der Schlüssel zur astrologischen Arbeit ist die Betrachtung der Vielzahl von Einflüssen, die in jeder Stellung enthalten sind.

Ist der Herrscher des Aszendenten in einem wohltätigen Haus gelegen, so gedeihen die Faktoren des 1. Hauses.

Der Karaka oder Anzeiger des 1. Hauses ist die Sonne.

Das 1. Haus ist das Haus des Dharma, es entspricht dem Ziel des Lebens.

Persönlichkeit, Ego, Äußeres, Gesicht, Kopf, Charakter, Neigungen, Tendenzen, Verhalten, Wohlergehen, Glück, Gesundheit, Lebensdauer, Kraft, Lebensfähigkeit, Ruhm, Bekanntheit, Wohlstand,  Geburt, frühe Kindheit, Lebensbeginn, Edelmut, Selbstachtung, Selbstliebe, Selbstsicherheit.

«Die alte indische Astrologie für moderne Astrologen». James Braha)