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Der Mond im 12. Haus

Datum 26 Dec 2022
Der Mond im 12. Haus

Die Ergebnisse, die der Mond im zwölften Haus des Horoskops gibt


Chandra (der Mond) im 12. Haus

Liebe zur Einsamkeit, eine zurückgezogene Lebensweise, möglich ist eine Neigung zu ungesetzlicher Tätigkeit und zum Gebrauch von Drogen. Der Mond im 12. Haus spricht von der Wechselhaftigkeit des Schicksals, von einem schwachen Sehvermögen, von Problemen mit der Mutter und von Krankheiten in der Kindheit. (Indubala)


Der Mond im zwölften Haus: tief verwurzelte Phobien, befasst sich gern mit Wohltätigkeit und Mystik, gierig, erreicht Erfolg im Ausland, eine Mutter mit spirituellen Neigungen. (Sri Govind Swarup Agarwal)


Der Mond im 12. Haus: Der Mond gibt hier schlechte Ergebnisse (Streit, Krankheiten, Schulden). Sie sind traurig, faul und haben viele Feinde. Der Mensch muss schwer arbeiten. Sie finden Arbeit in Krankenhäusern, in Kinderheimen, in Gefängnissen und in anderen ähnlichen Einrichtungen. Ein beschädigter Mond gibt Augenkrankheiten. Ist der Mond stark beschädigt, so kann der Mensch in der Dasha-Periode des Mondes ins Gefängnis geraten. (Mahesh Dharmadasa)


«Bhrigu-Sutra» 2.70-71

Der Mond im 12. Haus beraubt den Horoskopeigner guter Nahrung und guten Getreides und stürzt ihn in Verschwendung und Ausgaben. Mit einem jähzornigen und reizbaren Charakter bedacht, verdient er sein Geld mit zweifelhaften Mitteln. Der Horoskopeigner wird zahlreiche Verbindungen zu Frauen haben. Bei einer günstigen Verbindung des Mondes wird der Horoskopeigner barmherzig und gelehrt sein, von vielen Freunden umgeben, und nach seinem Tod geht er in eine bessere Welt ein. Eine verderbliche Verbindung des Mondes stürzt den Horoskopeigner in die niederen Welten.

Kommentare:

Das 12. Haus ist das stärkste Dusthana und wird als Haus des Verlustes betrachtet. Somit verliert der Mond in diesem Haus alle seine guten Eigenschaften und bringt dem Menschen, wenn er durch eine verderbliche Verbindung oder einen negativen Aspekt geschwächt ist, ein unglückliches, unmoralisches und sittenloses Leben. Das 12. Haus spricht vom nächsten Leben, und ein negativer Einfluss auf den Mond verwickelt den Horoskopeigner in eine Kette unfrommer Taten, die gemäß den karmischen Gesetzen und der Reinkarnation die Verkörperung der Seele auf niederen Planeten bedingen. Bei einer günstigen Verbindung des Mondes lässt sich das vermeiden. Die Veden beschreiben, dass das materielle Universum drei Welten oder drei Bereiche hat: die Deva-Lokas, die Manushya-Lokas und die Adho-Lokas, die dem Auftreten des Sattva-Guna, des Raja-Guna und des Tama-Guna (der Eigenschaften der materiellen Natur) entsprechen. Gemäß den Gesetzen der Reinkarnation nimmt die individuelle Seele, das Atma, eine Geburt an, die durch das Karma des Lebewesens und die vorherrschende Guna bedingt ist.

In einem Dusthana stehend, verdirbt der Mond auch die Eigenschaften jenes Hauses, dessen Herrscher er ist. Zum Beispiel ist der Mond bei aufsteigenden Fischen Herrscher des 5. Hauses, und seine Stellung im 12. Haus kann den Verlust eines Kindes bringen; und bei aufsteigendem Steinbock ist der Mond Herrscher des 7. Hauses, und folglich sind der Zerfall der Ehe oder der frühe Tod des Gatten und so weiter zu erwarten.

Die Stellung eines so starken Planeten wie des Mondes in einem Dusthana spricht vom Überwiegen negativen Karmas, deshalb wird ein solcher Mensch in diesem Leben vom Glück verlassen sein, Not und Entbehrungen erleiden, eine Neigung zum Gebrauch von Drogen haben und die Einsamkeit und die Zurückgezogenheit lieben. Der Mond als Matri-Karaka spricht, wenn er im 12. Haus steht, von einem schwierigen Verhältnis zur Mutter oder von deren Kränklichkeit. Und nur unter dem Einfluss eines «rettenden» Aspekts von einem Wohltäter oder einer Verbindung mit ihm können sich die positiven Eigenschaften des 12. Hauses zeigen — ein Streben nach Wohltätigkeit, Interesse an spirituellen Praktiken. Die Anwesenheit des Mondes im Zeichen Krebs in seinem eigenen Haus gilt ebenfalls als recht günstig, und beim Fehlen einer bösen Einwirkung erwartet den Horoskopeigner Erfolg durch die okkulten Wissenschaften oder durch die Entsagung der weltlichen Angelegenheiten sowie das Erlangen von Anerkennung und Achtung.

Außerdem schafft die Stellung des Herrschers eines Dusthana in einem Dusthana ein Viparita-Raja-Yoga, dessen Ergebnis die Neutralisierung der oben beschriebenen negativen Eigenschaften ist.

Andere Meinungen bezüglich des Mondes (Chandras) im 12. Haus:

«Brihat-Jataka» — der Horoskopeigner wird von bösem Gemüt sein und Fehler an den Gliedmaßen haben.

«Phaladipika» — faul, unglücklich, von anderen ungeliebt und von den Mitmenschen gedemütigt wird der Mensch sein, wenn der Mond in seinem Horoskop das 12. Haus einnimmt.

«Saravali» — der Horoskopeigner wird neidisch, faul, unruhig und ohne Talente und Fähigkeiten sein. Augenerkrankungen sind zu erwarten.

«Chamatkar-Chintamani» — der Horoskopeigner wird viele Feinde haben, wird in seinem Leben auf Hindernisse und Nöte stoßen und wird an Augenkrankheiten leiden. Sein Geld gibt er für gute Taten aus. Er hat ein schwieriges Verhältnis zu seiner Mutter und zu den Verwandten. Alle Anstrengungen des Horoskopeigners erweisen sich als vergeblich oder fruchtlos.

Anmerkung: Alle klassischen Texte beschreiben negative Eigenschaften der Stellung des Mondes im 12. Haus. «Chamatkar-Chintamani» sagt, dass der Horoskopeigner sein Geld für gute Zwecke ausgibt, doch geschieht das nur bei einem günstigen Aspekt auf den Mond.

«Bhrigu-Sutra» mit Kommentaren von Indubala


«Jataka-Bharanam» 17:24

DIE ERGEBNISSE DER STELLUNG CHANDRAS IN DER 12. BHAVA

Steht Chandra in der 12. Bhava, so hat der Mensch keinen guten Charakter (kein gutes Betragen) und keine Freunde, er leidet an Augenkrankheiten, neigt zum Zorn, und er hat viele Feinde.

Kommentare: Dank der Stellung Chandras in der 12. Bhava ist der Mensch emotional und sentimental, mit einer starken Vorstellungskraft, und deshalb wünscht er sich ein eingebildetes, vermeintliches Glück. Er verlässt seine Heimat und lebt in irgendeiner anderen Region seines Landes oder im Ausland. Steht Chandra in einem Rashi [Zeichen] feuriger («Agni»-)Natur, ist er der Kraft beraubt und einem schlechten Einfluss ausgesetzt, so neigt der Mensch zum Zorn, ist ungestüm, sein Körper ist mager und dünn, er schadet sich selbst durch seine eigenen schlechten Handlungen. Deshalb sind die Menschen ihm gegenüber misstrauisch. Außerdem leidet der Mensch wegen einer solchen Stellung Chandras unter Beleidigungen.