Verbindungen zwischen Planeten in der vedischen Astrologie (Jyotisch)
Ehe Sie sich an das Studium einer Geburtskarte machen, vergewissern Sie sich ihrer Richtigkeit. Computerprogramme berechnen ein Horoskop auf die Sekunde genau, entsprechend dem verwendeten Ayanamsha. In von Hand erstellten Karten finden sich jedoch bisweilen versehentliche Fehler und Rechenfehler. Sind Datum und Zeit der Geburt bekannt, so lässt sich die Stellung von Sonne und Lagna im Kopf überschlagen.
Hat man sich von der Richtigkeit der Karte überzeugt, kann man an die Vorhersage gehen und sich dabei auf das Erbe Varahamihiras, Parasharas, Jaiminis, Mantreshvaras und anderer Weiser stützen.
Der Astrologe muss erschöpfende Kenntnisse über die Karakatvas und die Merkmale aller Zeichen, Planeten und Häuser besitzen, die zuvor beschrieben wurden. Ohne sich dieses Wissen angeeignet zu haben, kann man sich nicht mit Vorhersagen befassen.
Die Karte ist sowohl vom Lagna als auch vom Mond aus zu untersuchen.
Zu den natürlich wohltätigen Planeten (Saumya) gehören Jupiter, Venus, Merkur (wenn er keinen schädlichen Einflüssen ausgesetzt ist) und der Mond (von der 8. Tithi seiner zunehmenden Phase bis zur 8. Tithi der abnehmenden Phase).
Die natürlich ungünstigen Planeten (Krura) sind Saturn, Sonne, Mars, Rahu und Ketu.
Die funktional wohltätigen Planeten (Shubha) sind jene Planeten, die über alle Häuser außer dem 3., 6., 8. und 12. herrschen.
Die funktional ungünstigen Planeten (Papa) sind jene Planeten, die über das 3., 6., 8. und 12. Haus herrschen.
Verbindungen zwischen Planeten
Planeten stehen in Verbindung (Sambandha), wenn:
- sie in einem Zeichen verbunden sind (innerhalb von 12°);
- sie die Zeichen tauschen;
- sie in gegenseitigen Kendras oder Trikonas stehen;
- sie einander aspektieren (innerhalb von 12°);
- ein Planet in einem Zeichen steht, über das ein anderer Planet herrscht, und diesen aspektiert oder von ihm einen vollen Aspekt empfängt.
Anmerkung: Es gibt eine bemerkenswerte Art des Austauschs unter Beteiligung der Zeichen der Erhöhung und des Falls von Planeten. So gewinnt etwa der Mond in den Zwillingen zusätzliche Kraft, wenn sein Dispositor Merkur im Stier steht (dem Zeichen der Erhöhung des Mondes), doch derselbe Mond wird schwächer, wenn Merkur in das Zeichen Skorpion fällt (in dem der Mond im Fall steht).
Sri Govind Swarup Agarwal — «Vedische Astrologie»
