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Stärke und Schwäche der Häuser des Horoskops

Datum 01 Apr 2017
Stärke und Schwäche der Häuser des Horoskops

Wovon Stärke und Schwäche der Häuser des Horoskops abhängen

Ein Haus hat Kraft, wenn sein Herrscher und dessen Dispositor stark sind.

Ein Haus wird stark, wenn es von seinem Herrscher aspektiert oder besetzt wird.

Natürliche Wohltäter bringen den Häusern Segen, in denen sie stehen und die sie aspektieren. Was jedoch die natürlichen Signifikationen eines Planeten betrifft, so wirkt sich sein Aufenthalt in guten Bhavas positiv auf sie aus, während zum Beispiel im 8. und im 12. Haus seine Karakatvas verdorben werden.

Natürliche Übeltäter schaden den Häusern, in denen sie stehen und die sie aspektieren. Was ihre Karakatvas betrifft, so fühlen sie sich in günstigen Bhavas wohl, doch bei einer Stellung von Übeltätern in den üblen Häusern 8 oder 12 leiden die Signifikationen der Planeten.

Funktionale Wohltäter üben, wenn sie in einem guten Haus stehen, eine wohltuende Wirkung auf die von ihnen beherrschten Häuser aus. Geraten sie aber in das 3.,
6., 8. oder 12., so erleben ihre eigenen Häuser keine guten Zeiten.

Ein natürlicher Übeltäter schadet seinem eigenen Haus nie, wenn er darin steht.

Ein Haus zeigt sich in voller Kraft, wenn:

  • das Haus und sein Herrscher zwischen Wohltätern eingeschlossen sind;
  • das Haus und sein Herrscher von Wohltätern aspektiert werden;
  • sein Herrscher in Erhöhung, im Mulatrikona, in seinem eigenen Zeichen oder im Status eines Vargottama steht;
  • sein Herrscher in einem Upachaya-Haus steht (also im 3., 6., 10. oder 11. Haus);
  • sein Herrscher in eine Kendra oder Trikona vom Lagna oder vom Lagnesha aus fällt;
  • im Haus ein Planet steht, der dem Herrscher des Lagna freundlich gesinnt ist;
  • das Haus eine Trikona oder Kendra vom Lagna aus ist;
  • der Dispositor des Hausherrschers stark ist.

Ein Haus verliert an Kraft, wenn:

  • das Haus oder sein Herrscher zwischen Übeltätern eingeschlossen sind;
  • das Haus oder sein Herrscher schädliche Aspekte erhalten;
  • der Hausherrscher in einem feindlichen Zeichen, im Fall oder verbrannt steht;
  • der Dispositor des Hausherrschers geschwächt ist;
  • der Hausherrscher im 8. oder 12. Haus vom Lagna/Lagnesha aus steht;
  • das Haus von einem Planeten besetzt ist, der dem Herrscher des Lagna feindlich gesinnt ist;
  • das Haus das 6., 8. oder 12. vom Lagna aus ist.

Nach der «Phaladipika» stärken Wohltäter im 2., 4., 5., 7., 9. und 10. Haus von einem beliebigen Haus aus dessen Wohlergehen. Übeltäter im 4., 5., 8., 9. und 12. Haus von einem beliebigen Haus aus fügen ihm Schaden zu.

In der «Jataka-Desha-Marga» heißt es, dass Übeltäter im 2. und 12., im 4. und 8., im 5. und 9. Haus zu einem beliebigen Haus dessen Vermögen zerstören, Gutes zu wirken. Wohltäter an ebendiesen Stellen wirken positiv.

Der Aspekt des Lagnesha auf ein beliebiges Haus und der Aspekt eines beliebigen Planeten auf sein eigenes Haus wirken sich immer wohltuend darauf aus.

Sri Govind Swarup Agarwal — «Vedische Astrologie»