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Die Besonderheiten der Geburt in bestimmten Nakshatras

Datum 04 Apr 2023
Die Besonderheiten der Geburt in bestimmten Nakshatras

Die Stellung des Mondes im Horoskop ist der wichtigste karmische Anzeiger

Ist die genaue Koordinate des Mondes bekannt, so lässt sich eine zusätzliche Information gewinnen, indem man die folgenden einfachen Berechnungen anstellt: teilen Sie die Janma-Nakshatra (in der der Mond steht) in 12 gleiche Teile zu 1°6’40” und schauen Sie, in welches Intervall der Mond fällt. Jeder Teil hat seine eigene Bedeutung, die unten angeführt ist.

  • 0° — 1°6’40” — das Leben im Ausland;
  • 1°6’40” — 2°13’20” — eine hohe Stellung und Macht;
  • 2°13’20” — 3°20’ — Gefahr, das Risiko eines Unglücksfalls;
  • 3°20’ — 4°26’40” — eine königliche Stellung;
  • 4°26’40” — 5°33’20” — eine hohe Stellung;
  • 5°33’20” — 6°40’ — Sentimentalität, Kränklichkeit;
  • 6°40’ — 7°46’40” — der Verlust der Stellung (des Amtes);
  • 7°46’40”- 8°53’20”- Phobien;
  • 8°53’20” — 10° — Armut;
  • 10°- 11°6’40” — der Ehepartner kann jünger sein;
  • 11°6’40” — 12°13’20” — Komfort und Annehmlichkeiten;
  • 12°13’20” — 13°20’ — gute und reichliche Nahrung;

Zum Beispiel steht im Horoskop von Alexandra Fjodorowna Romanowa der Mond auf 23° 54’ der Zwillinge in der Nakshatra Punarvasu. Punarvasu beginnt bei 20° der Zwillinge und reicht bis 3° 20’ des Krebses, folglich steht der Mond Romanowas in jenem Teil, dessen Stellung von Königlichkeit spricht. In unserer Zeit kann ein Stand des Mondes in diesem Abschnitt als das Erreichen einer hohen Stellung oder als Geburt in einer materiell versorgten Familie ausgelegt werden.

Die «Saravali», einer der grundlegenden Texte des Jyotisha, geschrieben im 9. Jahrhundert n. Chr., teilt mit, dass eine Geburt in Mula, Ashlesha, Vishakha und Jyeshtha für Knaben sehr günstig ist: sie haben eine ausgeprägte Individualität, sind talentiert, mit verschiedenen Fähigkeiten bedacht und besitzen Führungs- und Organisationsqualitäten, sie sind ehrgeizig und verstehen es, das gesetzte Ziel zu erreichen. Zu ihnen kommen Ruhm und Bekanntheit in der Gesellschaft, ihre Namen bleiben in der Geschichte.

Ist der Herrscher des Lagna schwach und steht er im 3., 5. oder 7. Stern vom Geburtsstern aus, so verstärken sich die ungünstigen Faktoren des Horoskops; ist der Herrscher des Lagna stark, so schützt seine Stellung in den oben erwähnten Nakshatras umgekehrt vor negativen Tendenzen und gibt Glück und Schutz. Zum Beispiel steht im Horoskop M. A. Bulgakows der Mond in Ashlesha, und der Herrscher des Lagna, der Saturn — im feindlichen Zeichen Löwe, im 8. Haus, in der Nakshatra Purva Phalguni, der dritten der Reihe nach vom Geburtsstern. Im Horoskop W. S. Wyssozkis steht der Mond in Vishakha, und der Jupiter, der Herrscher des Lagna, im Zeichen seiner Schwächung, dem Steinbock, in der Nakshatra Shravana, der siebten, von der Janma-Nakshatra, d.h. von der Nakshatra des Mondes aus gezählt.

Das ist die astrologische Erklärung der verschiedenen Hemmnisse und Hindernisse im Leben dieser talentierten Menschen. Im Gegenteil bringt ein starker Herrscher des Lagna, der in der 3., 5. oder 7. Nakshatra von der Nakshatra des Mondes gelegen ist, Glück und das Erreichen der Ziele. Im Horoskop A. D. Menschikows steht der Mond in Chitra, und der Herrscher des Lagna, der Merkur — im freundlichen Zeichen Waage, in der Nakshatra Vishakha, der dritten, von der Janma-Nakshatra aus gezählt. Im Horoskop I. W. Stalins nimmt der Mond Uttara Bhadrapada ein, und der Herrscher des Lagna, der Mars, steht im Widder, in seinem eigenen Zeichen, in der Nakshatra Ashwini, der dritten, von der Janma-Nakshatra an gezählt.

Es gilt als ungünstig, wenn in einer Familie ein Kind geboren wird, das dieselbe Nakshatra hat wie einer der Eltern oder ein Mitglied der Familie. Das bedeutet, dass jenem Menschen eine ernsthafte Gefahr für das Leben droht oder dass er große Leiden durchleben muss. Der große Weise Vasishtha schrieb, dass eine Geburt in der väterlichen oder mütterlichen Nakshatra zur Ursache des vorzeitigen Todes des Elternteils wird.

Andere Autoritäten nehmen an, dass ein Tod nur in dem Fall möglich ist, dass die Geburt des Kindes im selben Viertel und in derselben Nakshatra geschieht wie bei einem der Eltern. Zum Beispiel steht im Horoskop von Alexandra Fjodorowna Romanowa, der letzten russischen Kaiserin, der Mond auf 23° 54’ der Zwillinge in der Nakshatra Punarvasu. Entsprechend dem oben Gesagten war die Geburt der Tochter Anastasia tatsächlich ein verhängnisvolles Vorzeichen, in deren Horoskop der Mond auf 25° 8’ der Zwillinge steht, d.h. im selben zweiten Viertel von Punarvasu.

Als ungünstiger Anzeiger für den Vater des Horoskopeigners gilt eine Geburt unter dem 10. Stern von der Nakshatra des Vaters. Zum Beispiel steht beim Vater der Mond in Pushya, beim Kind — in Anuradha. Man nimmt an, dass der Vater eines Kindes, bei dem im Horoskop die Lagnas (die aufsteigenden Zeichen) des Rashi und der Navamsha sowie die Janma-Nakshatras mit ihm übereinstimmen, bald nach seiner Geburt stirbt.

Der Stern, in dem der Mond zur Zeit der Geburt des Menschen steht, gilt als der erste und wird Janmariksha genannt, der 10. von ihm heißt Karmariksha, der 16. — Sanghatika, der 18. — Samudaya, der 19. — Adhana, der 23. — Vinashika, der 25. — Jati, der 26. — Desha, der 27. — Abhisheka. Eine Stellung übelbringender Planeten in diesen Sternen gilt als ungünstiger Anzeiger im Horoskop, der auf ein nicht langes Leben hinweist, während die Anwesenheit wohltätiger Planeten umgekehrt die Gesundheit stärkt und Langlebigkeit bringt.

Ganda

Ganda ist der Übergang von einem festen Zustand in einen anderen, eine sogenannte «Grenzstellung». Zum Beispiel der Übergang von einem Mondtag in den anderen, der Wechsel des Wochentages oder der Übergang des Mondes oder der Sonne sowie anderer Planeten von einer Nakshatra in eine andere. Eine Geburt in Ganda ist stets von karmischen Problemen gezeichnet. Ganda gilt als eine Periode energetischer Krisen, als Ort der «schwarzen Löcher» der Zeit. Die Ganda der Sonne wird im nächsten Kapitel ausführlich beschrieben, jetzt aber wenden wir uns der Beschreibung der Geburt in der Ganda des Mondes zu, die Gandanta-Tara genannt wird [auf der Abbildung unten sind sie mit roten Linien gekennzeichnet — Anm. d. Red.].

Die Gandanta-Tara bildet sich, wenn der Mond aus den Wasserzeichen in die Feuerzeichen übergeht, aus einer Paryaya (einer Säule aus neun Nakshatras, die 4 Zeichen vereint) in eine andere, aus den vom Merkur beherrschten Nakshatras in die Nakshatras Ketus. Die Gandanta-Tara ist ein Abschnitt von 6° 40’ Länge, der die Visha-Padas (die giftigen Viertel) jedes der beiden Nakshatra-Paare vereint: Ashlesha und Magha, Jyeshtha und Mula, Revati und Ashwini, d.h. die letzten Viertel von Ashlesha, Jyeshtha und Revati und die ersten Viertel von Ashwini, Magha und Mula. In den alten Texten zum Jyotisha heißt es, dass eine Geburt in der Gandanta-Tara den Lebewesen viel Böses zufügt. Es heißt, dass ein Mensch, der im 1. Viertel von Mula, Magha oder Ashwini geboren ist, seinen Vater verliert. Der Mond im letzten Viertel von Revati, Jyeshtha oder Ashlesha kann den Verlust der Mutter, des Vaters oder eines Kindes bringen. Gegenwärtig kann der Verlust eines Elternteils die Scheidung
der Eltern bedeuten.

Besonders hervorgehoben wird das Viertel an der Verbindung von Jyeshtha und Mula (der letzte Grad von Jyeshtha und die ersten 2°20’ von Mula, d.h. der Abschnitt vom 30.° des Skorpions bis 2°20’ des Schützen), das Abhukta genannt wird. Einem jahrhundertealten Glauben der Hindus zufolge trägt ein Kind, das in Abhukta-Mula geboren ist, das Karma des ganzen Geschlechts auf sich. Um die negativen Tendenzen abzumildern, durfte der Vater des Neugeborenen es 8 Tage lang nicht sehen. Nach dem Vollzug religiöser Reinigungsriten durfte er es am 9. Tag sehen, und auch dann erst, indem er zunächst auf sein Spiegelbild blickte und nicht direkt in sein Gesicht.

Das ist nicht als astrologische Empfehlung in unserem Land zu verstehen, eher als ethnographische Angabe über die Kultur Indiens, wo die Astrologen in den Riten bewandert sind und besondere Reinigungszeremonien durchführen — Pujas, die Graha-Shanti (Segnung der Planeten) genannt werden und die die Gefahr für die Eltern eines in Abhukta-Mula geborenen Menschen aufheben. Der moderne Astrologe Indiens, Dr. K. N. Rao, sagte, dass ein Mensch, wenn er sich Graha-Shanti erwerben will, einfach seine Eltern verehren und ihnen dienen soll (dann verstärken sich die Sonne und der Mond in seinem Horoskop), den Umstehenden selbstlos helfen, selbst wenn einer von ihnen feindlich gesinnt ist, und stets dem gegenüber dankbar sein, der ihm Hilfe geleistet hat. Mit anderen Worten: lebt der Mensch nach den Geboten, so erhält er den Schutz Gottes, der sich über Graha-Shanti ausdrückt (die Verstärkung der Planeten im Horoskop), und sein
negatives Karma wird neutralisiert.

Ein Mensch, der in Abhukta Mula geboren ist, stößt in seinem Leben auf verschiedene Hemmnisse und Hindernisse. Er muss buchstäblich um seine Existenz kämpfen. Auf ähnliche Weise spricht auch eine Geburt in den letzten beiden Graden von Ashlesha und im ersten Grad von Magha von einem bösen Schicksal, das den Menschen verfolgt. Die alten indischen Weisen sagen auch, dass «jedes Mädchen, jeder Knabe, jedes Tier oder jeder Sklave, die in Abhukta geboren sind, zur Ursache des Untergangs oder der Zerstörung jener Familie werden, in der sie leben».

Gegenwärtig kann die Geburt eines Kindes in Abhukta-Mula von einer Scheidung der Eltern sprechen. Es heißt auch, dass eine Geburt in Abhukta-Mula auf eine Gefahr für den Vater des Horoskopeigners hinweist. Außerdem kann der Horoskopeigner selbst früh sterben oder in der Kindheit eine schwere Krankheit durchmachen; wenn er jedoch nicht in frühem Alter stirbt, so macht er seiner Familie Ruhm, wird vom Glück begünstigt und berühmt sein; es wird auch vermerkt, dass er ein Heer anführen kann.

Von unseren Landsleuten hatten S. P. Koroljow und J. A. Gagarin den Mond in Abhukta-Mula, die Sonne — A. Denikin.

Die Sternastrologen nehmen an, dass ein Mensch, der in der Gandanta-Tara geboren ist, den Vater verliert, wenn er am Tage geboren ist, und die Mutter — wenn er in der Nacht geboren ist; ist der Mensch aber in der Ganda von Tag und Nacht geboren, d.h. in der Morgen- oder Abenddämmerung, so stirbt er selbst.

Eine Geburt in den Gandas der Nakshatras wird als Ursache von Nöten für die Eltern betrachtet (gegenwärtig ist das nicht unbedingt der Tod der Eltern, möglich ist eine Scheidung der Eltern); eine Geburt in den Gandas der Mondtage, d.h. im Moment des Ablaufs eines Mondtages und des Eintretens des nächsten, spricht von Unglücken der älteren Brüder oder Schwestern; eine Geburt in der Ganda des Lagna verheißt Unglücke für den Horoskopeigner selbst. Als verhängnisvoll gelten Menschen, die in der Periode aller drei Gandas geboren sind — sie bringen allen, die ihnen nahe sind, den Untergang.

Die Periode der Ganda, d.h. die Periode des Risikos oder die Zeit des Abarbeitens karmischer Probleme, dauert für Menschen, die geboren sind:

  • im 1. Viertel von Ashwini- 16 Jahre;
  • im 1 . Viertel von Magha — 8 Jahre;
  • in der Nakshatra Mula — 4 Jahre;
  • in der Nakshatra Ashlesha — 2 Jahre;
  • in der Nakshatra Jyeshtha — 1 Jahr;
  • in der Nakshatra Revati — 1 Jahr.

In dieser Zeit sind Krankheiten des Horoskopeigners, ein Tod in der Familie oder eine Scheidung der Eltern möglich. Außerdem wird die Periode der Ganda nicht nur für die Nakshatras der Gandanta-Tara bestimmt, sondern auch für die folgenden: Pushya — 3 Monate, Uttara Phalguni — 2 Monate, Hasta — 12 Jahre, Chitra — 4 Jahre, Purva Ashadha — 9 Monate, die besonders für den Vater des Horoskopeigners gefährlich sind.

Erinnern wir daran, dass unter dem Begriff «Geburt in einer Nakshatra» in erster Linie die Stellung des Mondes in dieser Nakshatra zum Zeitpunkt der Geburt zu verstehen ist, dann der Stand des Lagna in dieser Nakshatra und zuletzt die Stellung der Sonne.

Indubala — «Vedische Astrologie der Ehe»