Die Konjunktion Rahu + Mond
Die Konjunktion Rahu+Mond verstärkt die Mondenergie und den Verstand. Es können sich außersinnliche Fähigkeiten und eine gesteigerte Intuition zeigen; besonders zeigt sich das in den Wasserzeichen (Krebs, Skorpion, Fische) und im Wassermann. Ist der Mond nach Zeichen oder Haus schwach (im Zeichen Skorpion oder im 6., 8. oder 12. Haus), so kann das seelische Störungen, Ängste, Neurosen, Psychosen, Albträume und emotionale Unausgeglichenheit hervorrufen. Ein Hang zu Halluzinationen, Paranoia und ein Hang zur Zurückgezogenheit können sich zeigen.
Ist der Mond stark, so verstärkt diese Verbindung das Haus, in dem dieses Yoga steht. Im 12. Haus zum Beispiel kann Rahu+Mond den Menschen zum Seher oder Propheten machen und ein Leben im Ausland geben.
Beispiel einer Konjunktion Rahu + Mond im Horoskop von Friedrich Nietzsche

Lagna — Skorpion in D-1 und D-9. Das Lagna wird Vargottama und macht ihn zu einem eindeutigen Skorpion. Der Lagnesha Mars mit dem Merkur im 11. in der Jungfrau unter dem Aspekt des Jupiter. Die Gabe eines Analytikers, Schriftstellers und Philosophen. Vorherrschend war das Thema des inneren Kampfes, die Idee des Übermenschen.
Der gefallene Mond (Atma-Karaka und Herrscher des 9.) im Lagna mit Rahu. Gesteigerte Emotionalität, seelische Unausgeglichenheit, und dabei steht die Sonne im Fall im 12. und in D-9 ebenso. Doch der Herrscher des 9. im 1. kann weite Bekanntheit geben. Beide Lichter stehen in D-1 und D-9 im Fall. Nach der Regel des Vargottama müssen Sonne und Mond stark sein. Und für den Mond wirkt diese Regel, denn er steht im Lagna und erhält einen Aspekt des Jupiter.
Die Stellung der Sonne wird dadurch erschwert, dass sie in Marana-Avastha steht. Die Sonne hat ein Papa-Kartari von Mars und Rahu und den 10. Aspekt des Saturn. Das gibt eine schwache Gesundheit.
Er litt an Schlaflosigkeit und Migräne. Mit 30 Jahren war er fast erblindet. Die Verdauung litt (drei Übeltäter verletzen mit ihren Aspekten das 5. Haus — Saturn, Rahu und Mars). In der Periode der Sonne kam es zur geistigen Umnachtung, und er wurde in eine Heilanstalt für Geisteskranke gebracht.
(nach Materialien der Schule von Wassili Tuschkin «Surya-Siddhanta»)



Rahu im 4. Haus vom Mond aus schädigt die Gesundheit der Mutter, im 7. vom Mond aus stört er das Eheglück, und im 10. schafft er Hindernisse in der beruflichen Tätigkeit.
Steht Rahu im Zeichen des Mondes oder im 3., 9. oder 10. Haus vom Mond aus, so lebt der Mensch wie ein König und wird im Alter sagenhaft reich.
Rahu im 6. oder 12. vom Mond aus verheißt Macht, Wohlstand und Grundbesitz.
Ein Mensch mit natalem Rahu im 4. oder 10. Haus vom Mond aus ist oft krank, womit er die Eltern beunruhigt.
Rahu im 2. oder 12. vom Mond aus macht den Menschen schamlos und arm.
Die Stellung Rahus im 5. Haus vom Mond aus erhöht das Risiko von Autounfällen und von Unglücksfällen, die mit Wasser zu tun haben.
Die Kombination von Rahu, Mond und Merkur trübt das Denken und flößt dem Menschen äußerstes Misstrauen ein.
Der Lagnesha oder der Mond in einem Wasserzeichen unter dem Einfluss Rahus ruft ein Ekzem hervor.
(Sri G.S. Agarwal)
Rahu + Mond
Zerstört Rahu den Mond, so werden die Vorgänge der Wahrnehmung von Gedanken, Emotionen und inneren Zuständen gestört. Die äußere Ereignisaktivität überschattet die Rückbesinnung auf die innere Welt. Es ist schwer zu verstehen, was im Innern vorgeht, weil der Lebensrhythmus so schnell ist. Es braucht Pausen und eine Betrachtung der Bewusstseinszustände.
Schwierigkeiten im Verstehen tiefer Gefühle und Emotionen. Die Emotionen werden schnell und oberflächlich durchlebt. Ein Mangel an tiefem Erleben.
Ist der Mond stärker als Rahu, so zeigen sich Eigenschaften der Überempfindsamkeit gegenüber der Umwelt. Solche Menschen bemerken, was die meisten anderen nicht sehen, und werden in gewissem Maße zu Hellfühligen (im positiven Sinne dieses Wortes).
(Roman Gawrilow)
