Der Herrscher des 2. Hauses im 12. Haus des Horoskops
«Brihat-Parashara-Hora-Shastra» (Kapitel 26): «Besetzt der Herrscher des 2. Bhava das 12. Bhava, so macht diese Verbindung den Geborenen unternehmungslustig und abenteuerlich, lässt ihn ohne Reichtum und von anderen abhängig (am Reichtum anderer interessiert) und nimmt ihm das Glück durch den ältesten Sohn (sein ältestes Kind macht ihn nicht glücklich).»
Anmerkungen: Das 12. Bhava ist das Bhava der Ausgaben. Deshalb zwingt die Stellung des Herrschers des Reichtums (des Herrschers des 2. Bhava) im Bhava der Ausgaben (im 12. Bhava) den Geborenen, seinen Reichtum zu verbrauchen. Es ist zugleich das Bhava des Fremden, des Ausländischen. Ein solcher Mensch kann sein Geld auch in einem fremden Land verdienen.

Die Stellung des Herrschers des 2. Hauses im 12. Haus kann folgende Neigungen geben:
- Zurückgezogenheit und geistige Glückseligkeit sind die höchsten Werte für den Menschen;
- die liebsten Orte sind abgeschiedene Orte fern der Heimat (Pilgerfahrten);
- eine Einkommensquelle im Ausland oder mit Bezug zum Ausland;
- das 12. Haus ist das 11. vom 2. Haus = Gewinn aus dem Aufenthalt im Ausland und allem, was damit zusammenhängt, sowie aus allem, was mit geistiger Ausrichtung zu tun hat
Armut, keine Beherrschung der Ausgaben, hohe Schulden, Sprachfehler, Beschwerden am rechten Auge, Schüchternheit, begrenzte Einbildungskraft, üble Nachrede, ein Hang zur Lüge, ein unglückliches Familienleben, schlechte Ernährung; Verdienste durch unerwünschte oder ungesetzliche Mittel sind möglich. (James Braha)
Sie können Geld für religiöse oder wohltätige Zwecke ausgeben. Sie sind mutig und beherzt, aber selbstüberschätzend; sie leiden unter Verlusten in ihrer Familie. Im Umgang mit Geld sind sie unerfahren, doch erhalten sie eine gute Anstellung. (Tom Hopke)
Staatsdienst, Vorteile auf unredlichem Weg (auch durch Bestechung); Selbstachtung ist vorhanden, Geld dagegen nicht. Sind mit dem Herrscher des 2. Hauses zwei oder mehr wohltätige Planeten verbunden, so erwartet den Menschen märchenhafter Reichtum und Einkünfte aus religiöser Tätigkeit. Ist das Haus dagegen in schlechtem Zustand, so gibt der Mensch sein Geld eben dafür aus. Schwierigkeiten im Verhältnis zum älteren Bruder sind möglich. (Sri G. S. Agarwal)
