Zum Inhalt springen

Der Herrscher des 2. Hauses im 1. Haus des Horoskops

Datum 26 Dec 2022
Der Herrscher des 2. Hauses im 1. Haus des Horoskops

«Brihat-Parashara-Hora-Shastra» (Kapitel 26): «Nimmt der Herrscher der 2. Bhava das Lagna ein, so wird der Geborene Söhne und Reichtum haben, wird seiner Familie gegenüber feindselig, wollüstig und hartherzig sein und wird die Arbeit anderer verrichten»

Kommentare: Die in der Shloka genannten ungünstigen Ergebnisse zeigen sich besonders beim Lagna Kanya [Jungfrau], denn bei diesem Lagna steht der Herrscher der 2. Bhava (die Venus) im Lagna im Rashi ihres Falls. Beim Lagna Makara [Steinbock] steht der Herrscher der 2. Bhava (der Saturn) im Lagna in seinem eigenen Rashi, und deshalb gibt er vor allem günstige Ergebnisse

Bei dieser Stellung seines Herrschers «geht» das 2. Haus zum Menschen hin — er erhält Mittel von der Familie und aus den Ersparnissen der Familie. Andererseits steht der Herrscher des 2. Hauses, wenn er sich im Lagna befindet, im 12. Haus von seinem eigenen Haus aus, zieht ihm Energie ab und wird zu einem Faktor von Verlusten und Ausgaben in den Themen des 2. Hauses.

Erlangen von Reichtum durch die eigenen Anstrengungen; das persönliche Dharma ist mit Geld, Rede, Bildung, Wissen und dergleichen verbunden. (James Braha);

Dieser Mensch ist mit der Fähigkeit begabt, Geld zu erwerben; seine Beziehungen zu den übrigen Familienmitgliedern gestalten sich nicht sehr harmonisch, es fehlt ihm an guten Umgangsformen, er ist beharrlich und in sexuellen Dingen entschlossen. (Tom Hopke);

Verdient durch eigene Anstrengungen, baut seine Zukunft selbst auf, ist mit Geld und Söhnen nicht schlecht bedacht, leidenschaftlich, lüstern, herzlos, grob, liegt mit den Verwandten im Streit, erlebt finanzielle Erschütterungen, arbeitet in untergeordneter Stellung. (Sri G.S. Agarwal).

Upayas (Mittel der Harmonisierung) für das 2. Haus:

  1. Auf die Ernährung achten: wie, was, wo und mit wem wir essen.
  2. Auf die Rede achten — eine achtungsvolle, ehrerbietige, bewusste Rede.
  3. In Geldangelegenheiten sorgfältig und redlich sein.
  4. Sich weiterbilden und den Umgang mit weisen Menschen pflegen.
  5. Den Kindern Erziehung und Bildung in der Familie geben.
  6. Den Eltern dienen und sie verehren und in ihnen einen Teil Gottes sehen — die Erscheinung des männlichen und des weiblichen göttlichen Prinzips.
  7. Arme und Studierende speisen.