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Graha and Bhava Balas von B. V. Raman

Datum 05 Sep 2026
Graha and Bhava Balas von B. V. Raman

«Graha and Bhava Balas» von B. V. Raman ist das einzige Buch, in dem Shadbala vollständig dargestellt ist: nicht als Regelwerk, sondern als Rechnung. Raman nimmt ein einziges Horoskop — eine Frau, geboren am 16. Oktober 1918 um 14:06:16 Ortszeit auf 13° nördlicher Breite — und führt es durch alle sechs Kraftquellen hindurch, bis zu jeder einzelnen Teilkomponente und bis zum Endergebnis in Rupas.

Ihr Wert für den Abgleich lässt sich kaum überschätzen. Jedes astrologische Programm berechnet Shadbala auf seine Weise, und die Ergebnisse können um das Doppelte auseinandergehen; bei Raman aber liegen Zahlen vor, die von Hand nach den Tabellen von 1940 gewonnen wurden, und mit ihnen lässt sich vergleichen. Genau das haben wir getan: Unsere Berechnung des Cheshta-Bala — des schwierigsten der sechs — stimmte mit seiner Handrechnung bei allen fünf Planeten, für die es überhaupt berechnet wird, auf ein Hundertstel bis ein Zehntel Shashtiamsha überein.

Das Buch erklärt zugleich, warum die Programme voneinander abweichen. Das Dig-Bala berechnet Raman vom wahren Meridian aus, während viele Programme den Punkt der Häusergleichheit vom Lagna aus nehmen — und bei den vier «Meridian»-Planeten ergibt sich eine Differenz von genau 2,7 Shashtiamsha. Das Nathonnata-Bala gibt er in zwei Darstellungen, den «Methoden A und B», wobei er anmerkt, dass ihnen dasselbe Prinzip zugrunde liegt: fünf Virupas je Stunde ab Mitternacht, wobei der Mittag der wahre ist und die Geburtszeit über die Zeitgleichung in wahre Ortszeit umgerechnet wird. Das Cheshta-Bala berechnet er nach eigenen Tabellen der mittleren Bewegungen mit der Epoche ab Mitternacht von Ujjain.

Gesondert steht das Kapitel über das Drik-Bala mit seiner gebrochenen Aspektkurve: Der Wert steigt von null bei 30°, erreicht 45 bei 90°, fällt bei 150° auf null und springt in der Opposition auf 60. Eine solche Kurve findet sich in dieser Form nirgends sonst, und gerade sie unterscheidet die Parashara-Schule von den übrigen.

Auf dieses Buch verweist auch P. V. R. Narasimha Rao — der Autor des Programms Jagannatha Hora — in seiner «Vedic Astrology: An Integrated Approach»: Eine Berechnung des Shadbala gibt er überhaupt nicht, sondern verweist den Leser auf Parashara und auf Raman, wobei er anmerkt, dass «die Definitionen, die die Programme verwenden, sich voneinander unterscheiden». Wir haben also im wörtlichen Sinne eine Primärquelle vor uns — diejenige, auf die sich die Tradition der modernen Berechnungen selbst beruft.

Dreizehnte Auflage, 1992, 129 Seiten. Der erkannte Text ist seitenweise ausgezeichnet, in der Form ===== стр N =====: Danach lässt sich bequem suchen und mit Angabe der Seite zitieren.

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